Bachelorarbeit, 2022
186 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Theoretischer Hintergrund
2.1 Hintergrund und Einordnung des pferdegestützten Coachings
2.1.1 Das Pferd im Coachingprozess
2.1.2 Ethische Aspekte des pferdegestützten Coachings
2.2 Anforderungen und Kompetenzen des Coachenden
2.3 Wirkweise und aktueller Forschungsstand des pferdegestützten Coachings
2.4 Führung und Führungskompetenzen
2.4.1 Selbstwirksamkeit und Selbstwirksamkeitserwartung
2.4.2 Das Konzept der Selbstwirksamkeit nach Schwarzer und Jerusalem
2.5 Fragestellung und Hypothesen
3 Methodik
3.1 Vorbereitungen der Interviews
3.2 Auswahl der Interviewpartner*innen und Kontaktaufnahme
3.3 Erstellung der leitfadengestützten Interviews
3.3.1 Pretest des Leitfadeninterviews
3.3.2 Durchführung und Nachbereitung der leitfadengestützten Interviews
3.4 Transkription der leitfadengestützten Interviews
3.5 Auswertung der Interviews mittels MAXQDA
3.5.1 Aufbereitung der Daten
3.5.2 Exploration der gewonnenen Daten
3.5.3 Induktive Kategorienbildung
3.5.4 Codierung und Kategoriensystem
4 Ergebnisse aus den leitfadengestützten Interviews
4.1 Darstellung der Häufigkeitsverteilung der Antworten durch die Interviewten
4.2 Ergebnisdarstellung der verschiedenen unabhängigen Variablen
5 Interpretation und Diskussion
6 Methodenkritik
7 Fazit und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht, ob die positiven Selbstwirksamkeitseffekte, die aus pferdegestützten Coachings mit Personen ohne Führungserfahrung bekannt sind, auf den professionellen Kontext von Führungskräften übertragbar sind und ob dabei geschlechtsspezifische Unterschiede auftreten.
2.1.1 Das Pferd im Coachingprozess
Pferde eignen sich für das Coaching, da sie sensibel sind und geringste Veränderungen des Gegenübers wahrnehmen (Schütz, 2020, S. 76). Durch die angeborenen Instinkte kann das Pferd Gefühle und Regungen seines Gegenübers spiegeln und auf An- und Entspannung reagieren (Tabelle 1). (Gomolla, 2014, o.S.; Schütz, 2022, S. 20-21). Dies geschieht unabhängig vom Status, der Religion und dem Alter des Coachees (Greve, 2021, S. 128; Schütz, 2022, S. 174; Truckenbrodt & Fiegler, 2004, S. 95). Im pferdegestützten Coaching agiert das Pferd als Gegenüber des Coachees, das vom Boden aus durch Kommunikation und Körperkontakt geleitet werden soll (Konir, 2012, S. 27; Schütz, 2022, S. 45). Diese Interaktion dient dem Hinterfragen des persönlichen Stils, wie bspw. der Stimmigkeit, Authentizität und Souveränität (Meyer, 2009, o.S.). Dies bedeutet, dass in der Interaktion nonverbal kommuniziert werden muss und soll (Schütz, 2020, S. 137). Dabei ist oft zu beobachten, dass der Coachee in schwierigen Situationen das Feedback des Pferdes leichter annehmen kann im Vergleich zu einem Feedback durch einen Coach in Person (Schütz, 2022, S. 174).
Da Pferde körpersprachliche Signale des Menschen sensibel wahrnehmen, reagieren sie entsprechend auf das Verhalten und Handlungen des Coachees, wodurch Stärken und Schwächen und überdies ein Gespür für Freude und Belastung in der eigenen Person aufgedeckt und in weiteren Prozessen bearbeitet werden können (Friesenhahn, 2017, S. 52; Konir, 2012, S. 140; Schütz, 2022, S. 69; Truckenbrodt & Fiegler, 2004, S. 20). Auch kommt es in der Arbeit mit dem Pferd wiederholt zu Rollenkonflikten, insbesondere dann, wenn Führungskräfte unverhofft zur Führungsposition gelangt sind (Konir, 2012, S. 179-180).
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die historische Entwicklung vom Pferd als Nutztier zum tierischen Therapeuten und Coach, definiert pferdegestütztes Coaching und leitet das Forschungsinteresse an der Wirksamkeit dieser Methode für Führungskräfte ab.
2 Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel erläutert die Einordnung des pferdegestützten Coachings, ethische Aspekte, Anforderungen an den Coach sowie psychologische Grundlagen zur Selbstwirksamkeit und zu Führungskompetenzen.
3 Methodik: Der methodische Teil beschreibt das qualitative Forschungsdesign unter Nutzung von Experteninterviews, deren Vorbereitung, Durchführung, Transkription und die systematische Auswertung mittels der Software MAXQDA.
4 Ergebnisse aus den leitfadengestützten Interviews: Hier werden die erhobenen Daten aus den acht geführten Interviews detailliert dargestellt, wobei der Fokus auf den verschiedenen Kategorien der Selbstwirksamkeit und den Aussagen der Coachees liegt.
5 Interpretation und Diskussion: Dieses Kapitel verknüpft die empirischen Ergebnisse mit den theoretischen Annahmen aus Kapitel 2, diskutiert die aufgetretenen Tendenzen bezüglich Selbstwirksamkeit und Geschlechtsunterschieden.
6 Methodenkritik: Die Methodenkritik reflektiert die Qualität der durchgeführten Forschung, analysiert Grenzen des gewählten Designs wie etwa die Stichprobengröße und diskutiert Aspekte wie soziale Erwünschtheit.
7 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen – insbesondere die hohe Wirkung des direkten Biofeedbacks durch das Pferd – und gibt Empfehlungen für weiterführende Forschung.
Pferdegestütztes Coaching, Führungskräfte, Selbstwirksamkeitserwartung, Qualitative Inhaltsanalyse, Führungskompetenzen, Coaching, Kommunikation, Nonverbale Interaktion, Selbstbewertung, Führung, Persönlichkeitsentwicklung, Fallorientierung, MAXQDA, Mentale Stärke.
Die Arbeit untersucht, ob Führungskräfte von pferdegestützten Coachings im Hinblick auf ihre Selbstwirksamkeit profitieren und ob sich dabei Unterschiede zwischen den Geschlechtern in der Herangehensweise feststellen lassen.
Die zentralen Themenfelder sind die Interaktion zwischen Mensch und Pferd, das psychologische Konstrukt der Selbstwirksamkeit nach Schwarzer und Jerusalem, sowie Aspekte moderner Führung und Führungspersönlichkeit.
Es wird primär gefragt, ob positive Selbstwirksamkeitseffekte, die bei Personen ohne Führungsrolle belegt sind, auch auf den Kontext von Führungskräften übertragen werden können, ergänzt durch die Frage nach geschlechtsspezifischen Differenzen.
Die Datenerhebung basiert auf leitfadengestützten, halbstrukturierten Interviews mit acht Führungskräften, die mithilfe einer qualitativ-inhaltsanalytischen Auswertung nach Kuckartz et al. und der Software MAXQDA analysiert wurden.
Der Hauptteil spannt den Bogen von der Begriffsabgrenzung des tiergestützten Coachings (Gegenüberstellung von Therapie, Pädagogik, Coaching) über die Anforderungen an den Coach bis hin zur detaillierten theoretischen Fundierung von Selbstwirksamkeit und Führung.
Die Arbeit lässt sich am präzisesten durch Schlagworte wie Pferdegestütztes Coaching, Selbstwirksamkeit, Führungskompetenz, qualitative Inhaltsanalyse und nonverbale Kommunikation beschreiben.
Die Ergebnisse deuten Tendenzen an, dass männliche Führungskräfte stärker auf Kommunikation fokussieren, während weibliche Führungskräfte vermehrt Entspannung und eine meditative Beobachtungssituation nutzen, wenngleich beide Gruppen gleichermaßen vom Coaching profitierten.
Das direkte Feedback des Pferdes wirkt als „sozialer Katalysator“ und Biofeedback. Es bestätigt, dass Führungskräfte ihre kommunikativen Muster in einer geschützten Umgebung reflektieren und stärken können, obwohl die Stichprobe für eine explizite Bestätigung von Geschlechtsunterschieden zu klein ist.
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