Bachelorarbeit, 2021
54 Seiten, Note: 2,0
Einleitung
Die Protokolle der Weisen von Zion
Inhalt der Protokolle
Entstehungsgeschichte
Frühe Verbreitung
Autorenschaft
Antisemitismus in den USA
Die Protokolle in den USA
Die Protokolle nach dem 2. Weltkrieg
Fazit
Die Arbeit untersucht die Verbreitungsgeschichte des antisemitischen Pamphlets „Protokolle der Weisen von Zion“ innerhalb der USA. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie diese Fälschung in den USA Verbreitung fand, welche Akteure diese vorantrieben und welche gesellschaftlichen Faktoren sowie historischen Kontexte – insbesondere in Krisenzeiten – als Nährboden für derartige Verschwörungsmythen fungierten.
Die Protokolle der Weisen von Zion
Dieser erste Abschnitt der Arbeit widmet sich der Vorstellung des eigentlichen Forschungsgegenstands. In ihm sollen die sogenannten „Protokollen der Weisen von Zion“ inhaltlich betrachtet und der Prozess ihrer Genese vorgestellt werden.
Inhalt der Protokolle
Zunächst soll hier, für all jene, die noch nicht vertraut mit dem Inhalt der „Protokolle der Weisen von Zion“ sind, ein grober Einblick in die Gedankenwelt dieses antisemitischen Pamphlets erfolgen. Selbstverständlich dient dieser inhaltliche Überblick keineswegs der Nährung antisemitischer Ressentiments, sondern wird im Folgenden dabei helfen, gemeinsam mit der Betrachtung der Schöpfungsgeschichte, die Ausbreitung jenes Machwerks besser zu verstehen.
Bei den „Protokollen“ handelt es sich um eine Kompilation aus verschiedenen Plagiaten.1 In dieser Schrift wird in 24 sogenannten Sitzungen die Rede bzw. Reden eines nicht näher benannten Angehörigen der jüdischen Glaubensgemeinschaft, bei einer Art mehrtägigen Konzil zu den Glaubensgrundsätzen und Zielen der Juden in aller Welt wiedergegeben.
Einleitung: Die Einleitung führt in die Thematik der „Protokolle der Weisen von Zion“ als antisemitisches Pamphlet ein und umreißt die Zielsetzung der Arbeit sowie das methodische Vorgehen.
Die Protokolle der Weisen von Zion: Dieses Kapitel widmet sich der inhaltlichen Betrachtung der „Protokolle“ und erläutert deren Genese sowie literarische Vorlagen.
Antisemitismus in den USA: Hier erfolgt eine Analyse der historischen Rahmenbedingungen und Formen des Antisemitismus in den Vereinigten Staaten, die als Nährboden für Verschwörungstheorien dienen.
Die Protokolle in den USA: Das Kapitel untersucht detailliert die konkrete Verbreitungsgeschichte der „Protokolle“ in den USA durch diverse Akteure und Organisationen.
Die Protokolle nach dem 2. Weltkrieg: Es wird die Rezeption der „Protokolle“ nach 1945 analysiert und aufgezeigt, wie diese in jüngster Zeit in neue Verschwörungsszenarien eingebettet wurden.
Fazit: Das Fazit fasst die Untersuchungsergebnisse zusammen und bewertet die Rolle der „Protokolle“ innerhalb der amerikanischen Gesellschaft im historischen Kontext.
Protokolle der Weisen von Zion, Antisemitismus, USA, Verschwörungstheorie, Rassismus, Boris Brasol, Henry Ford, The Dearborn Independent, Holocaust, Moderne, soziale Kontrolle, Propaganda, Bolschewismus, Judentum, QAnon
Die Arbeit befasst sich mit der Verbreitungsgeschichte und Rezeption des antisemitischen Pamphlets „Protokolle der Weisen von Zion“ in den Vereinigten Staaten von Amerika.
Die zentralen Felder umfassen die Entstehungsgeschichte der Fälschung, die Analyse des US-amerikanischen Antisemitismus sowie die Identifikation der Akteure, die das Machwerk in den USA verbreiteten.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie und warum ein antisemitisches Pamphlet auf US-amerikanischem Boden Verbreitung finden konnte und welche sozio-ökonomischen Faktoren dies begünstigten.
Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse renommierter Antisemitismusforscher, die Auswertung von Zeitzeugnissen (Ausgaben der „Protokolle“) und die Untersuchung historischer Dokumente.
Der Hauptteil gliedert sich in die inhaltliche Vorstellung der „Protokolle“, die Analyse des US-Antisemitismus sowie eine detaillierte Nachzeichnung der US-amerikanischen Verbreitungsgeschichte bis in die Gegenwart.
Die Arbeit ist durch Begriffe wie Antisemitismus, Verschwörungstheorien, Verbreitungsgeschichte, „Protokolle der Weisen von Zion“ und den sozio-ökonomischen Kontext der USA definiert.
Henry Ford nutzte seine Zeitung „The Dearborn Independent“ als wesentliches Sprachrohr, um die „Protokolle“ einer breiten Öffentlichkeit in den USA zugänglich zu machen.
Jüdische Organisationen wie das American Jewish Committee versuchten zunächst, das Thema nicht öffentlich zu forcieren, um keine Aufmerksamkeit zu generieren, leisteten später jedoch verstärkt Aufklärungs- und Entkräftungsarbeit.
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