Bachelorarbeit, 2022
64 Seiten, Note: 1,0
1) Einleitung
1.1) Einführung in die Thematik
1.2) Plausibilisierung der Fragestellung
2) Begriffsklärungen: Interkulturalität, Fremdheit und Kultur
2.1) Interkulturalität
2.2) Fremdheit
2.3) Kultur
3) Forschungsstand
4) Methodik
4.1) Der Analyseansatz
4.2) Beschreibung des Analysekorpus
4.3) Methodisches Vorgehen
4.3.1) Analysekategorien
4.3.2) Zeichenmodalitäten
5) Comics
6) Hypothesen
7) Analyse
7.1) Szene 1: Asterix und Grautvornix interagieren mit Olaf Maulaf
7.2) Szene 2: Stellartoix lädt Majestix, Asterix und Obelix zum Essen ein
7.3) Szene 3: Asterix, Obelix und Troubadix lernen Washupdah kennen
7.4) Szene 4: Tuun warnt die Gallier vor den Nagmas
7.5) Szene 5: Der Mac Aphon-Clan feiert mit Asterix und Obelix
7.6) Szene 6: Asterix interagiert mit Matrjoschkowa
8) Auswertung
9) Evaluation
Die Arbeit untersucht, inwiefern interkulturelle Fremderfahrungen in der Comicserie Asterix seit der Erstveröffentlichung dargestellt werden und in welchem Ausmaß diese Darstellungen mit realen gesellschaftlichen Veränderungen im Bereich der interkulturellen Kommunikation korrelieren.
1.1) Einführung in die Thematik
Die Vorstellung von Nationen als abgeschlossene homogene Entitäten ist durch das Phänomen der Globalisierung immer wieder aufs Neue herausgefordert worden (vgl. Holmes 2015, 241). Besonders in den letzten Jahrzehnten haben nationale Grenzen aufgrund der vielen technischen Errungenschaften, die es einem ermöglichen trotz weiter Entfernungen miteinander zu kommunizieren und schnell von einem Ort zum anderen zu gelangen, für viele Menschen an Bedeutung verloren. Mit der erweiterten Mobilität und digitalen Vernetzung ist nicht nur die Anzahl der internationalen Reisen oder der internationalen Verbände, sondern gleichzeitig auch die der Kulturkontakte rasant angestiegen (vgl. Stenger 1998, 20). Fast täglich begegnen sich mittlerweile Menschen, die aus verschiedenen sozialen Schichten, Regionen oder Ländern, genauer gesagt, Kulturräumen stammen und dadurch teilweise unterschiedliche Ansichten und Lebensstile besitzen. Dies führt dazu, dass zwischen Ihnen sowohl kulturelle Praktiken als auch Sprachen, Religionen und Wertesysteme miteinander verglichen, rekonstruiert, verlagert, angefochten und neu ausgehandelt werden (vgl. Holmes 2015, 241).
Die Interaktionen, in dessen Rahmen solche Aushandlungsprozesse stattfinden, lassen sich häufig als interkulturell und somit als Interkulturalität bezeichnen. Interkulturalität liegt dann vor, wenn die Interagierenden sich ihrer kulturellen Eigenheiten und Unterschiede im Laufe der Interaktion bewusst werden oder sie diese gezielt zum Ausdruck bringen (vgl. van Maele / Schelkens / Mertens 2021, 81). Das lateinische Präfix des Begriffs, Inter-, steht hierbei für das Dazwischen bzw. für die spannungsgeladene Überschneidungsebene, die sich während des wechselseitigen Austausches zwischen den Angehörigen der verschiedenen Kulturräume bildet (vgl. Nazarkiewicz 2016, 26).
1) Einleitung: Legt den Grundstein durch die theoretische Einbettung des Phänomens Globalisierung und führt in die Fragestellung und Relevanz der Untersuchung von Interkulturalität in Asterix-Comics ein.
2) Begriffsklärungen: Interkulturalität, Fremdheit und Kultur: Definiert die zentralen theoretischen Säulen der Arbeit, um eine wissenschaftliche Basis für die Analyse der interkulturellen Begegnungen zu schaffen.
3) Forschungsstand: Gibt einen Überblick über bisherige wissenschaftliche Auseinandersetzungen mit der Thematik und identifiziert Forschungslücken, die durch diese Arbeit adressiert werden sollen.
4) Methodik: Erläutert den integrativen Analyseansatz sowie die Auswahl des Analysekorpus und die spezifischen Kategorien, die zur Untersuchung eingesetzt werden.
5) Comics: Bietet eine grundlegende Einführung in das Medium Comic und seine spezifischen formalen Gestaltungselemente.
6) Hypothesen: Formuliert vorab aufgestellte Vermutungen über die Darstellung von Interkulturalität, die in der abschließenden Evaluation auf Basis der Analyseergebnisse überprüft werden.
7) Analyse: Wendet die theoretischen Analysekategorien konkret auf sechs ausgewählte Comicszenen an, um die interkulturellen Interaktionen detailliert zu untersuchen.
8) Auswertung: Synthetisiert die Ergebnisse der Szenenanalysen, stellt Vergleiche an und diskutiert die Auswirkungen der verschiedenen Entstehungszeiten der Comics auf die Darstellung.
9) Evaluation: Vergleicht die in der Analyse gewonnenen Erkenntnisse mit den vorab formulierten Hypothesen, um diese zu bestätigen, zu widerlegen oder zu differenzieren.
Interkulturalität, Asterix, Fremdheit, Kultur, Comic-Analyse, Multimodalität, Stereotype, Othering, Identitätskonstruktion, Wissensasymmetrien, interkulturelle Kommunikation, zeichentheoretische Untersuchung, soziale Interaktion, nationale Stereotype, Medientheorie.
Die Arbeit untersucht, wie in der Comicserie Asterix interkulturelle Begegnungen und Fremderfahrungen dargestellt werden und inwiefern diese Comic-Darstellungen als Spiegel realer gesellschaftlicher Veränderungen dienen können.
Die Schwerpunkte liegen auf den Begriffen Interkulturalität, Fremdheit und Kultur, analysiert durch das Medium Comic und unter Anwendung soziologischer und kulturwissenschaftlicher Perspektiven.
Es wird erforscht, inwiefern interkulturelle Fremderfahrungen in den Comics seit deren Erstveröffentlichung dargestellt werden und wie stark diese Darstellung mit gesellschaftlichen Veränderungen im Bereich der interkulturellen Kommunikation korreliert.
Die Untersuchung nutzt einen integrativen Analyseansatz, der multimodale Comicanalyse mit Instrumenten der multimodalen Interaktionsanalyse verbindet, um sowohl die bildliche Gestaltung als auch die soziale Dynamik in Comicszenen zu bewerten.
Der Hauptteil widmet sich der detaillierten Analyse von sechs ausgewählten Asterix-Comicszenen, unterteilt in Kategorien wie soziales Handeln, Emotionen, Identität, Wissensasymmetrien, Stereotype und Othering.
Zentrale Begriffe sind Interkulturalität, Comic-Analyse, Stereotype, Othering, Identitätskonstruktion, Wissensasymmetrien und die Untersuchung als kulturelle Erinnerungsmarker.
Anstatt sich auf einzelne Aspekte wie Kleidung oder Mimik zu beschränken, kombiniert diese Arbeit verschiedene Zeichendimensionen, um das Zusammenspiel von Sprache, Bildgestaltung und zwischenmenschlicher Dynamik in interkulturellen Kontexten umfassend zu entschlüsseln.
Sie dienen als Analysekategorie, um Missverständnisse und critical incidents zwischen den Comicfiguren zu erklären, die entstehen, wenn Individuen aufgrund unterschiedlicher kultureller oder persönlicher Hintergründe nicht von einer verständnisvollen Reziprozität ihrer Perspektiven ausgehen können.
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