Bachelorarbeit, 2019
75 Seiten, Note: 2,0
1. Die demographische Entwicklung und Ihre Folgen für die Pflegebedürftigkeit
2. Der Pflegekräftemangel
2.1 Der Fachkräftemangel in der Gesundheits- und Krankenpflege
2.2 Der Fachkräftemangel in der Altenpflege
3. Die Gesundheitsdaten von Pflegekräften
3.1 Der BKK Gesundheitsatlas 2017
3.2 Der Pflegereport 2019
3.3 Der TK- Gesundheitsreport 2019
Diskussion
Kritische Betrachtung der Studienlage und Forschungsempfehlungen
Fazit
Limitationen
Die vorliegende Bachelor Thesis untersucht die Auswirkungen des demographischen Wandels bis zum Jahr 2030 auf den Bedarf an Pflegepersonal sowie die Sicherstellung der pflegerischen Versorgung. Im Zentrum steht dabei die Forschungsfrage, wie sich die Arbeitsbelastung – messbar durch den Krankenstand der Pflegekräfte – als Indikator für die Berufsattraktivität in diesem Kontext darstellt.
1. Die demographische Entwicklung und Ihre Folgen für die Pflegebedürftigkeit
Die demographische Entwicklung ist elementar für die Betrachtung der Pflegebedürftigkeit. Die Länge des Lebens hat einen statistischen signifikanten Einfluss auf die Pflegbedürftigkeit. So steigt das Risiko pflegebedürftig zu werden mit höherem Alter immer mehr an. Die demographischen Daten zeigen auch die absolute Anzahl an Menschen die von dieser Entwicklung betroffen sind. Des Weiteren zeigen diese Daten wieviel Erwerbstätige den potentiell Pflegebedürftigen gegenüberstehen, um sie einerseits personell mit Pflegekräften zu versorgen und andererseits diese Pflege zu finanzieren.
Die Lebenserwartung in Deutschland ist seit Beginn der Aufzeichnungen permanent angestiegen. Lag sie 1880 noch bei unter 40 Jahren, liegt sie heute bei über 75 Jahren (vgl. Abu Sin, Askar, Beermann et al., 2015, S. 21). Konkret heißt das, dass die Lebenserwartung bei Frauen momentan bei 82,7 Jahren und bei Männer bei 77,7 Jahren liegt. Eine, Frau die heute bei Rentenantritt 65 Jahre alt ist, kann statistisch noch 20,7 Jahre leben, ein Mann 17,5 Jahre.
1. Die demographische Entwicklung und Ihre Folgen für die Pflegebedürftigkeit: Dieses Kapitel erläutert den Einfluss der alternden Bevölkerung auf die steigende Pflegebedürftigkeit und thematisiert die Herausforderungen für soziale Sicherungssysteme bis zum Jahr 2030.
2. Der Pflegekräftemangel: Hier wird die prekäre Personalsituation in der Gesundheits-/Krankenpflege sowie der Altenpflege beleuchtet, wobei verschiedene Methoden der Personalbemessung und die Auswirkungen von Personaluntergrenzen kritisch hinterfragt werden.
3. Die Gesundheitsdaten von Pflegekräften: Das Kapitel liefert eine fundierte Analyse der gesundheitlichen Belastungen von Pflegekräften, gestützt auf Daten verschiedener Krankenkassen, und verdeutlicht das erhöhte Risiko für psychische sowie Muskel- und Skeletterkrankungen.
Diskussion: Hier werden die Ergebnisse der Literaturrecherche im Kontext des demographischen Wandels synthetisiert und die Validität bestehender Prognosen zum Fachkräftemangel sowie die Problematik von Personaluntergrenzen diskutiert.
Kritische Betrachtung der Studienlage und Forschungsempfehlungen: Dieser Abschnitt reflektiert die methodischen Schwierigkeiten bei der Quantifizierung des Fachkräftemangels und weist auf die Notwendigkeit hin, pflegefachliche Anforderungen und Gesundheitsschutz stärker zu verknüpfen.
Fazit: Das Fazit fasst die multidimensionalen Einflüsse auf den Pflegekräftebedarf zusammen und konstatiert, dass bei gleichbleibender gesundheitlicher Belastung eine pflegerische Unterversorgung droht.
Limitationen: Hier werden die Einschränkungen der Arbeit benannt, insbesondere der Fokus auf stationäre Settings und die Begrenzung hinsichtlich sozialer Dimensionen.
Pflegekräftemangel, Demographischer Wandel, Pflegebedürftigkeit, Personalbemessung, Arbeitsbelastung, Krankenstand, Altersstruktur, Altenpflege, Gesundheits- und Krankenpflege, Versorgungssicherheit, Pflegepersonaluntergrenzen, Burn-out, Muskel- und Skeletterkrankungen, psychische Belastung, 2030.
Die Arbeit analysiert, wie der demographische Wandel in Deutschland bis zum Jahr 2030 den Pflegekräftebedarf beeinflusst und welche Rolle die Gesundheit sowie Arbeitsbelastung der Beschäftigten in diesem Prozess spielen.
Die Schwerpunkte liegen auf der demographischen Entwicklung, dem Fachkräftemangel in Krankenhäusern und Pflegeheimen sowie der gesundheitlichen Belastungssituation von Pflegekräften anhand von Krankenkassendaten.
Ziel ist es, die Auswirkungen der alternden Gesellschaft auf den Bedarf an Fachkräften zu identifizieren und aufzuzeigen, inwiefern der Krankenstand von Pflegekräften als Indikator für die Attraktivität und die gesundheitlichen Rahmenbedingungen des Berufs fungiert.
Die Arbeit basiert auf einer umfassenden Literaturrecherche, die vorhandene Studien, Berichte und statistische Daten zum Thema Pflegebedarf und Gesundheitsdaten auswertet.
Im Hauptteil werden neben den Projektionen zum zukünftigen Pflegebedarf verschiedene Instrumente zur Personalbemessung sowie die spezifische Krankheitslast, insbesondere in Bezug auf psychische Erkrankungen und Muskel-Skelett-Probleme, detailliert dargestellt.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Pflegekräftemangel, demographischer Wandel, Personalbedarfsplanung, Arbeitsbelastung und Versorgungsqualität charakterisieren.
Laut der Studie schneidet die Altenpflege in allen Gesundheitsdaten schlechter ab als die Krankenpflege, verzeichnet eine höhere Arbeitsbelastung bei geringerer Entlohnung und kämpft mit einer deutlich längeren Vakanzzeit bei offenen Stellen.
Der Autor argumentiert, dass Personaluntergrenzen zwar starr sind, aber die einzige verbindliche Möglichkeit darstellen, das unternehmerische Minimalprinzip in der Personalplanung zu begrenzen und somit die Qualität der Versorgung (bzw. den Schutz der Patienten und Pflegekräfte) zu sichern.
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