Masterarbeit, 2022
194 Seiten, Note: 1,1
1 EINLEITUNG
1.1 Mobilität im Kontext der ambulanten Pflege
1.2 Hypothese und Forschungsfrage
1.3 Zielsetzung
2 THEORETISCHER HINTERGRUND, FORSCHUNGSLÜCKE UND AUFKLÄRUNGSBEDARF
3 METHODENBESCHREIBUNG
3.1 Allgemeiner Ansatz
3.2 Literaturanalyse
3.3 Modellbildung
3.4 Sensitivitätsanalyse
3.5 Diskussion und Ausblick
4 FORMALE ERGEBNISSE DER LITERATURRECHERCHE
5 ELEKTROMOBILITÄT IN DER AKTUELLEN LITERATUR
5.1 Wegweiser durch die Antriebskonzepte
5.2 Vergleichskriterien für die Antriebskonzepte
5.2.1 Einsatzbezogener Nutzen - Fokus ambulante Pflege
5.2.1.1 Reichweite, Ladedauer und Ladetechnik
5.2.1.2 Zustiegsmöglichkeiten und Platzverhältnisse, Zuladung, Ergonomie
5.2.1.3 Klimatisierung
5.2.1.4 Bedienung
5.2.2 Umweltnutzen
5.2.3 Gesundheitsnutzen
5.2.4 Sicherheitserwägungen
5.2.5 Energetische Flexibilität
5.2.6 Aktuelle und absehbare Investitionskosten ohne Direktförderungen
5.2.7 Aktuelle und absehbare Betriebskosten ohne Direktförderungen
5.2.8 Zusammenfassung der Nutzenparameter
5.3 Aktuelle und absehbare politische Einflüsse
5.3.1 Fördermodelle in Deutschland - Fokus ambulante Pflege
5.3.2 Emissionshandel
5.3.3 Internationale Zulassungsverbote und Anreize
5.3.4 Kommunale Luftreinhaltungsmodelle
5.3.5 Entwicklung der Energiekosten in Deutschland
5.3.5.1 Modellbildung
5.3.5.2 Schätzung der Strompreise anhand des Modells
5.3.5.3 Validierung des Modells für die Ergebnisse der Strompreisschätzung
5.3.5.4 Schätzung der Benzinpreise für Superkraftstoff anhand des Modells
5.3.5.5 Validierung des Modells für die Ergebnisse der Benzinpreisschätzung
5.4 Vergleich und Ergebnisse zum aktuellen Stand
5.4.1 Einsatzbezogener Nutzen - Fokus ambulante Pflege
5.4.1.1 Reichweite und Verbrauch von ICE-Fahrzeugen
5.4.1.2 Reichweite und Verbrauch von BEV
5.4.1.3 Degradation und Grenzen der Reichweitenschätzung
5.4.1.4 Ladedauer und Ladetechnik
5.4.1.5 Zustiegsmöglichkeiten und Platzverhältnisse, Zuladung, Ergonomie
5.4.1.6 Klimatisierung
5.4.1.7 Bedienung
5.4.2 Umweltnutzen
5.4.2.1 Umweltbezogene Blickwinkel wissenschaftlicher Studien
5.4.2.2 Ergebnisse aktueller Studien
5.4.2.3 Fazit
5.4.3 Gesundheitsnutzen
5.4.4 Sicherheitserwägungen
5.4.5 Energetische Flexibilität
5.4.6 Kosten vor dem Hintergrund staatlicher Anreize
5.4.6.1 Gesamt-Investitionskosten
5.4.6.2 Fahrzeug-Betriebskosten
5.5 Zusammenfassung der Nutzenerwägungen
5.5.1 Passt "ein" Antriebskonzept am besten zur ambulanten Pflege?
5.5.2 Vorteilsbereiche von Fahrzeugen mit Verbrennungskraftmaschinen
5.5.3 Vorteilsbereiche batterieelektrischer Fahrzeuge
6 MODELLIERUNG EINER ENTSCHEIDUNGSHILFE FÜR DIE AMBULANTE PFLEGE
6.1 Modellierungsansatz
6.2 Auswahl und Klassifizierung der Parameter
6.2.1 Anforderungen an das Unternehmen
6.2.2 Auswahl der Nutzenparameter
6.2.2.1 Grundprofil
6.2.2.2 Routenprofil
6.2.2.3 Fahrzeugprofil
6.3 Simulationslogik
6.4 Sensitivitätsanalyse
6.4.1 Szenario S1a: So günstig wie möglich, 4 Jahre
6.4.2 Szenario S1b: So günstig wie möglich, 8 Jahre
6.4.3 Szenario S2a: Fairer Vergleich, Sozial & Mobil ausgelaufen
6.4.4 Szenario S2b: Fairer Vergleich, Standheizung
6.4.5 Szenario S3: So günstig wie möglich, ohne Innovationsprämie
6.4.6 Szenario S4: keine Förderung
6.4.7 Szenario S5: Privatnutzung
6.4.8 Resultierende EAA-Werte
7 ZUSAMMENFASSUNG UND DISKUSSION DER ERGEBNISSE
8 AUSBLICK UND WEITERER FORSCHUNGSBEDARF
Die Arbeit verfolgt das Ziel, einen Leitfaden für ambulante Pflegedienste zu entwickeln, um die Wirtschaftlichkeit und Tragfähigkeit von Elektromobilität in deren Fuhrpark individuell zu bewerten. Unter Berücksichtigung zentraler Entscheidungsparameter sowie aktueller politischer Fördermodelle soll ein Modell entstehen, das dabei unterstützt, Investitionsentscheidungen nicht nur rein wirtschaftlich, sondern auch unter Einbeziehung von Faktoren wie der Mitarbeiterbindung und gesellschaftlichen Werten fundiert zu treffen.
Mobilität im Kontext der ambulanten Pflege
Unternehmen, die Dienstleistungen im Bereich der ambulanten Pflege erbringen, benötigen in aller Regel Mobilitätslösungen. Diese befinden sich im Umbruch. Im urbanen Raum werden aufgrund der kurzen Wege vermehrt e-Bikes eingesetzt (Sausse 2021). Ab 120 kg Nutzlast und mit fest verbundener Transportmöglichkeit werden diese als Lastenfahrräder oder „Cargo-Bikes“ durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAfA) mit 25% der Investitionskosten gefördert (vgl. Goeke 2021).
Im suburbanen und ländlichen Raum sind mehrspurige Kraftfahrzeuge zwingend erforderlich. Durchschnittlich stellen sie nach den Personalkosten den zweithöchsten Kostenfaktor dar (vgl. Schlürmann 2018, S. 26). Es wäre denkbar, dass die rasante Entwicklung von Technologie und Förderbedingungen aktuell zu einer Situation führt, in der die Kombination aus Fremdkapital zu historisch niedrigen Zinsen, Subventionen und niedrigen Betriebskosten durch eine überlegte Investition in den Fuhrpark einen Ergebnissvorteil bewirkt.
Vor allem die Betriebskosten rücken aktuell noch weiter in den Fokus, da neben Null Euro Kraftfahrzeugsteuer, geringen Wartungskosten und niedrigen Energiekosten in den kommenden Jahren eine Verschiebung der Steuerbelastung weg von Elektroenergie und hin zu fossilen Primärenergieträgern stattfinden wird. So steigt z.B. der CO2-geführte Anteil am Kraftstoffpreis im Jahr 2025 für den Liter Diesel auf mindestens 17,4 ct., während stattdessen die EEG-Umlage abgesenkt wird (vgl. Bundesregierung 2021, S. 2 f). Diese Herangehensweise trägt der Tatsache Rechnung, dass Elektroenergie eine Vielzahl vorgelagerter – vor allem regenerativer – Energiequellen räumlich und technisch flexibel nutzbar machen kann. Das gilt im Verkehrssektor und anderswo. Bisher bot der Betriebskostenunterschied zumeist keinen Anreiz, z.B. Heizenergie nicht aus Erdgas, sondern aus einem elektrisch betriebenen Wärmepumpensystem zu beziehen, denn die Kilowattstunde (kWh) Erdgas kostete im Jahr 2017 für Endverbraucher nur 6,6 ct., während die kWh Strom mit 29,8 ct. zu bezahlen war (vgl. Hennes u.a. 2021, S. 4). Selbst bei einer Leistungszahl 4, was dem Einsatz von nur 25% elektrischer Energie bezogen auf 100% Wärmeenergie entspricht, ergaben sich bisher keine niedrigeren Betriebskosten. Kraftfahrzeuge bilden heute schon eine Ausnahme, weil zwischen den Antriebskonzepten große Effizienzunterschiede bestehen.
1 EINLEITUNG: Dieses Kapitel motiviert die Relevanz von Mobilitätslösungen in der ambulanten Pflege und definiert die Forschungsfrage sowie das Ziel eines Entscheidungsleitfadens.
2 THEORETISCHER HINTERGRUND, FORSCHUNGSLÜCKE UND AUFKLÄRUNGSBEDARF: Hier werden der Kontext von Dienstleistungen im Gesundheitsmarkt erläutert und die Notwendigkeit für eine fundierte Analyse des Antriebswechsels begründet.
3 METHODENBESCHREIBUNG: Dieses Kapitel erläutert den theoretischen Ansatz der Literaturauswertung und die methodische Vorgehensweise zur Modellbildung und Sensitivitätsanalyse.
4 FORMALE ERGEBNISSE DER LITERATURRECHERCHE: Hier wird der Prozess der Literaturauswahl und die Einordnung der gefundenen Quellen beschrieben.
5 ELEKTROMOBILITÄT IN DER AKTUELLEN LITERATUR: Das Kapitel bietet einen umfassenden Überblick über Antriebskonzepte, Vergleichskriterien, politische Rahmenbedingungen und den aktuellen Stand der Forschung.
6 MODELLIERUNG EINER ENTSCHEIDUNGSHILFE FÜR DIE AMBULANTE PFLEGE: Hier wird die Logik der Entscheidungsunterstützung, die Parametrisierung und die Szenarienanalyse detailliert dargestellt.
7 ZUSAMMENFASSUNG UND DISKUSSION DER ERGEBNISSE: Das Kapitel reflektiert die Erkenntnisse der Arbeit hinsichtlich der wirtschaftlichen Auswirkungen und der strategischen Relevanz für kleine und mittlere Unternehmen.
8 AUSBLICK UND WEITERER FORSCHUNGSBEDARF: Abschließend werden Potenziale für zukünftige Entwicklungen und Forschungsperspektiven skizziert.
Elektromobilität, Ambulante Pflege, Fuhrparkmanagement, Investitionsrechnung, Betriebskosten, Nachhaltigkeit, Förderprogramme, Reichweite, Nutzenerwägungen, Entscheidungsmodell, Betriebswirtschaft, THG-Emissionen, Energieeffizienz, Ladeinfrastruktur, EAA-Methode.
Die Arbeit analysiert die Wirtschaftlichkeit und Praktikabilität des Einsatzes von Elektrofahrzeugen (BEV) im Fuhrpark ambulanter Pflegedienste.
Die zentralen Themen umfassen technische Parameter von Elektrofahrzeugen, Betriebskostenanalysen, staatliche Förderszenarien sowie die psychologischen Aspekte der Mitarbeiterführung.
Das Ziel ist die Erstellung eines Leitfadens und eines Entscheidungsmodells, mit dem Unternehmen der ambulanten Pflege fundierte Investitionsentscheidungen zur Fahrzeugbeschaffung treffen können.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und der anschließenden Entwicklung eines simulationsgestützten Entscheidungsmodells, welches verschiedene Betriebsszenarien anhand von Annuitäten (EAA-Methode) vergleicht.
Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte Literaturrecherche zum Stand der Elektromobilität, eine detaillierte Analyse technischer und ökonomischer Kriterien sowie die Modellierung spezifischer Szenarien für den Pflegealltag.
Wesentliche Begriffe sind Ambulante Pflege, Elektromobilität, Fuhrparkmanagement, Wirtschaftlichkeit, Investitionsrechnung und Nachhaltigkeit.
Die Arbeit zeigt, dass extreme Kälte und der Heizbedarf die Reichweite und Effizienz von E-Fahrzeugen im Vergleich zum Sommerbetrieb signifikant reduzieren, was die Planung der Touren für Pflegedienste erschwert.
Unter Einbeziehung aktueller Förderprogramme zeigt die Untersuchung, dass ein Umstieg bei entsprechender Planung und Szenarienwahl finanziell attraktiv sein kann, jedoch eine sorgfältige Abwägung von Reichweitenbedarf und Nutzungsprofil erfordert.
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