Diplomarbeit, 2006
155 Seiten, Note: 1.7
1. Einleitung
2. Einführung in die Thematik
2.1. Ursachen und Symptomatik von Rückenschmerzen
2.2. Anatomische Grundlagen
2.2.1. Aufbau der Wirbelsäule
2.2.2. Bandapparat der Wirbelsäule
2.2.3. Die Muskulatur
2.2.3.1. Bauchmuskulatur
2.2.3.2. Rückenmuskulatur
2.3. Bedeutung von Haltung und Bewegung
2.3.1. Bewegungssteuerung
2.3.2. Fehlhaltungen
3. Schmerz
3.1. Einordnung des Begriffes
3.2. Die Bedeutung defizienter Muskulatur für die Schmerzentstehung
3.3. Die Bedeutung defizienter Koordination für die Schmerzentstehung
3.3.1. Propriozeption
3.3.2. Körperwahrnehmung und Propriozeption als Ansatzpunkte zur Schmerzbeeinflussung
4. Ziele und Hypothesen der Arbeit
5. Eine neue Trainingskonzeption und seine Wirkung
5.1. Das Trainingsgerät Bodyblade
5.2. Die rhythmische neuromuskuläre Stimulation nach Nazarov
5.3. Eigenschaften der Schwingung
6. Probanden und Methoden
6.1. Probanden
6.1.1. Trainingsgruppe
6.1.2. Kontrollgruppe
6.2. Primärdatenerhebung
6.2.1. Fragebogendesign
6.2.2. Kraftmessung mit DAVID-Geräten
6.2.2.1. Maximalkrafttest und Messung der Mobilität
6.2.2.2. Messfehler
6.3. Training
6.3.1. Trainingsablauf und Inhalt
6.3.1.1. Beidarmige Positionen
6.3.1.2. Einarmige Positionen
6.3.2. Belastungsgefüge und Hintergründe
6.3.2.1. Belastungsgefüge
6.3.2.2. Trainingsablauf
6.4. EDV und Statistik
7. Ergebnisse
7.1. Ergebnisse bezüglich Schmerz
7.1.1. Trainingsgruppe
7.1.1.1. Nominalskalierte Variablen
7.1.1.2. Ordinalskalierte Variablen
7.1.2. Ergebnisse bezüglich Schmerz, Kontrollgruppe
7.1.2.1. Nominalskalierte Variablen
7.1.2.2. Ordinalskalierte Variablen
7.1.3. Gruppenvergleich bezüglich Schmerz
7.2. Gesundheitszustand und PDI
7.2.1. Gesundheitszustand
7.2.2. Ergebnisse bezüglich PDI
7.3. Ergebnisse bezüglich Kraft,
7.3.1. Trainingsgruppe
7.3.2. Kontrollgruppe
7.3.3. Gruppenvergleich Kraft
7.4. Ergebnisse bezüglich Mobilität
7.4.1. Trainingsgruppe
7.4.2. Die Kontrollgruppe
7.4.3. Gruppenvergleich
7.5. Korrelationen
8. Mögliche Erklärungsansätze und Diskussion
8.1. Schmerz
8.1.1. Allgemeines
8.1.2. Biopsychosoziale Effekte
8.1.2.1. psychische und soziale Effekte
8.1.2.2. körperliche Effekte
8.1.2.3. Signifikanzniveau
8.1.3. PDI und Gesundheitszustand
8.2. Kraft
8.3. Beweglichkeit
9. Ausblick
10. Zusammenfassung
Ziel der Arbeit ist die empirische Untersuchung, ob ein zweimonatiges Training mit dem oszillierenden Gerät Bodyblade Rückenschmerzen bei Frauen reduziert und ob ein positiver Zusammenhang zu einer Steigerung der Kraft und Mobilität besteht.
2.1. Ursachen und Symptomatik von Rückenschmerzen
„Backache has affected human beings throughout recorded history. What has changed is how it has been understood and managed“ (Allan / Waddell, 1989, S. 17 ).
Die Ursachen für Rückenschmerzen sind sehr vielfältig und nicht nur auf Bewegungsmangel am Arbeitsplatz oder in der Freizeit zu reduzieren. Dennoch sind Fragen bezüglich der Entwicklung und Ätiologie der Rückenschmerzen weitgehend ungeklärt.
Auch die Autoren Kohlmann / Schmidt ( 2005, S.9 ) gehen „von einem komplexen Zusammenwirken zahlreicher Einflussgrößen aus sehr unterschiedlichen Merkmalsbereichen aus“. In Anlehnung an Streicher (vgl. Streicher, 2004, S. 6 ff. ) werden die von Keel (vgl. 1998, S. 167) genannten auslösenden und zur Chronifizierung beitragenden Faktoren den übergreifenden Aspekten sozialer Status, Lebensstil, Psyche, Arbeitsplatz und klinischen Faktoren untergeordnet (vgl. Kohlmann / Schmidt 2005, S.9 ff ):
Zunächst ist festzuhalten, dass zwischen der Prävalenz von Rückenschmerzen und dem Lebensstil kein eindeutiger Zusammenhang existiert (vgl. Kohlmann / Schmidt, 2005, S. 11 ). Während Kelsey (vgl. 1990, o.S., zitiert nach Streicher, 2004, S. 11) beispielsweise Rauchen als Risikofaktor bestimmen konnte, wird dies von anderen Autoren ( vgl. Lebouf-Yde, 1999, S. 1469 ) nicht bestätigt. Eine Begründung für Rauchen als mögliche Ursache der Schmerzen steht noch aus.
1. Einleitung: Beschreibt die gesellschaftliche Herausforderung durch Rückenschmerzen und leitet die wissenschaftliche Fragestellung bezüglich des Trainingsgeräts Bodyblade her.
2. Einführung in die Thematik: Analysiert Ursachen von Rückenschmerzen, die anatomischen Grundlagen der Wirbelsäule und die Bedeutung von Haltung und Bewegung.
3. Schmerz: Definiert den Schmerzbegriff, die Rolle von Muskulatur und Koordination bei der Entstehung von Schmerzen sowie Ansätze zur Schmerzbeeinflussung durch Propriozeption.
4. Ziele und Hypothesen der Arbeit: Formuliert die Zielsetzung der Studie und die zu prüfenden Hypothesen hinsichtlich Schmerzreduktion, Kraftzuwachs und Mobilitätsverbesserung.
5. Eine neue Trainingskonzeption und seine Wirkung: Stellt das Bodyblade, die Wirkungsweise der rhythmischen neuromuskulären Stimulation und die physikalischen Grundlagen der Schwingung vor.
6. Probanden und Methoden: Beschreibt die Auswahl der Probandinnen, die Durchführung der Trainingsintervention sowie die eingesetzten Messmethoden für Kraft und Mobilität.
7. Ergebnisse: Präsentiert die erhobenen Daten zu Schmerzverläufen, Gesundheitszustand, Kraftwerten und Mobilitätsveränderungen sowie statistische Korrelationen.
8. Mögliche Erklärungsansätze und Diskussion: Diskutiert die Ergebnisse im Kontext bestehender Literatur und analysiert mögliche biopsychosoziale Effekte des Trainings.
9. Ausblick: Bewertet den Einsatz von Schwingblattsystemen kritisch und regt weiterführende Studien an.
10. Zusammenfassung: Fasst die zentralen Erkenntnisse der Studie hinsichtlich der Wirksamkeit des Bodyblade-Trainings in kompakter Form zusammen.
Bodyblade, Rückenschmerzen, Wirbelsäule, Krafttraining, Mobilität, Propriozeption, Sensomotorik, Koordinationstraining, Rumpfmuskulatur, Schmerztherapie, Biopsychosoziale Effekte, Schwingung, Rehabilitation, Kraftausdauer, Bewegungssteuerung.
Die Arbeit untersucht die Effekte des Trainingsgeräts „Bodyblade“ auf chronische Rückenschmerzen bei Frauen sowie den Zusammenhang zwischen Schmerzreduktion, Kraftentwicklung und Mobilitätsveränderung.
Die Studie kombiniert trainingswissenschaftliche Aspekte mit orthopädischen Grundlagen und untersucht die Wirksamkeit von oszillierendem Training auf Wirbelsäulenproblematiken.
Es soll geprüft werden, ob ein zweimonatiges Bodyblade-Training Rückenschmerzen lindert und ob die Ergebnisse auf eine Steigerung von Kraft und Beweglichkeit zurückzuführen sind.
Es wurde eine empirische Feldstudie mit zwei Gruppen (Trainings- und Kontrollgruppe) durchgeführt, wobei Daten mittels Fragebögen, isometrischer Maximalkraftmessung (DAVID-Geräte) und Goniometrie erhoben wurden.
Der Hauptteil umfasst theoretische Grundlagen zu Anatomie und Schmerz, die Vorstellung der Trainingskonzeption sowie die detaillierte Auswertung der erhobenen Leistungs- und Schmerzdaten.
Bodyblade, Rückenschmerzen, Wirbelsäule, Krafttraining, Mobilität, Propriozeption, Sensomotorik und Rumpfmuskulatur.
Die Ergebnisse zeigen tendenziell positive Entwicklungen, jedoch waren viele Daten im Gruppenvergleich statistisch nicht signifikant, weshalb eine kritische Betrachtung erfolgt.
Eine gute Körperwahrnehmung und Propriozeption sind essenziell für die korrekte Übungsausführung; die Studie zeigt, dass gerade Rückenschmerzpatientinnen hier oft Defizite aufweisen, die das Training beeinflussen.
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