Diplomarbeit, 2008
87 Seiten, Note: 1,3
1. EINLEITUNG
2. INTEGRIERTES RISIKOMANAGEMENT
2.1 MOTIVATION
2.2 QUANTITATIVE UND QUALITATIVE ASPEKTE
2.3 RISIKOARTEN
3. RISIKOAGGREGATION
3.1 DIE ANSÄTZE IM ÜBERBLICK
3.1.1 Standardverfahren
3.1.2 Fortgeschrittene Ansätze
3.2 ALLGEMEINE PROBLEMFELDER DER RISIKOAGGREGATION
3.2.1 Risikohorizont
3.2.2 Konfidenzniveau
3.2.3 Parameterbestimmung und Autokorrelationsproblematik
3.2.4 Aggregationsebenen
4. DAS TOP-DOWN-VERFAHREN
4.1 COPULAS
4.1.1 Grundlagen
4.1.1.1 Definitionen, Eigenschaften und Relevanz
4.1.1.2 Das Konzept der Tail Dependence
4.1.2 Systematisierung
4.1.2.1 Copulas extremer Abhängigkeiten
4.1.2.2 Elliptische Copulas
4.1.2.3 Archimedische Copulas
4.2 VORGEHEN ZUR IMPLEMENTIERUNG IM MANAGEMENTPROZESS
4.2.1 Bestimmung der Randverteilungen und Copula
4.2.2 Parameterschätzung
4.2.3 Goodness-of-Fit-Tests
4.2.3.1 Tests auf Basis von Abstandsmaßen
4.2.3.2 Ausgewählte Teststatistiken
4.3 EIN ANSATZ MIT NORMALCOPULA
4.3.1 Ansatz von Dimakos/Aas/Øksendal
4.3.1.1 Überblick
4.3.1.2 Modellansatz
4.3.1.3 Datengrundlage und Parametrisierung
4.3.1.4 Ergebnisse und Kritik
4.4 ANSÄTZE MIT VERSCHIEDENEN ELLIPTISCHEN COPULAS
4.4.1 Ansatz von Rosenberg/Schürmann
4.4.1.1 Überblick
4.4.1.2 Modellansatz
4.4.1.3 Datengrundlage und Parametrisierung
4.4.1.4 Ergebnisse und Kritik
4.4.2 Ansatz von Tang/Valdez
4.4.2.1 Überblick
4.4.2.2 Modellansatz
4.4.2.3 Datengrundlage und Parametrisierung
4.4.2.4 Ergebnisse und Kritik
5. ÖKONOMISCHE BEURTEILUNG
5.1 PRAKTIKABILITÄT
5.2 STICHHALTIGKEIT
5.3 INNERBETRIEBLICHE AKZEPTANZ
6. ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK
Die vorliegende Diplomarbeit untersucht Top-Down-Ansätze zur Risikoaggregation in Finanzdienstleistungsunternehmen unter Verwendung der Copula-Methodik, um eine konsistente Ermittlung des Economic Capital (EC) zu ermöglichen.
4.1.1.1 Definitionen, Eigenschaften und Relevanz
Copulas bilden die Basis der Risikoaggregation im Sinne des Top-Down-Ansatzes. Schon der Begriff selbst – der sich aus dem lateinischen Wort „copulare“ ableitet und so viel wie verbinden bzw. vereinen bedeutet – veranschaulicht dessen Bedeutung im Zusammenhang mit der Aggregation verschiedener Risikoarten. Copulas sind demnach solche Funktionen, die univariate Randverteilungen zu multivariaten gemeinsamen Verteilungen verbinden können.
Ihren Ursprung finden diese jedoch nicht im Risikomanagement, sondern in der Statistik bzw. der Mathematik. Sklar (1959) führte den Begriff der Copula als Konzept zur Modellierung von Abhängigkeiten zwischen Zufallsvariablen ein. Embrechts/McNeil/Straumann (1999) waren demgegenüber die ersten, welche die Methodik der Copulas im Zusammenhang mit finanzwirtschaftlichen Anwendungen analysierten.
1. EINLEITUNG: Darstellung der Herausforderung der Risikoaggregation für Finanzinstitute und Einführung in das Ziel der Arbeit, einen Überblick über Top-Down-Ansätze und die Copula-Modellierung zu geben.
2. INTEGRIERTES RISIKOMANAGEMENT: Untersuchung der Motive für ein integriertes Risikomanagement sowie der qualitativen und quantitativen Aspekte und der relevanten Risikoarten im Bankwesen.
3. RISIKOAGGREGATION: Überblick über Standardverfahren und fortgeschrittene Ansätze sowie die Analyse allgemeiner Problemfelder wie Risikohorizont, Konfidenzniveau und Parametrisierung.
4. DAS TOP-DOWN-VERFAHREN: Detaillierte Erläuterung der Copula-Methodik, deren Systematisierung, der Implementierung im Managementprozess und die Analyse spezifischer Modelle mit Normal- und elliptischen Copulas.
5. ÖKONOMISCHE BEURTEILUNG: Bewertung der Top-Down-Ansätze anhand der Kriterien Praktikabilität, Stichhaltigkeit und innerbetrieblicher Akzeptanz.
6. ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK: Zusammenfassung der Kernergebnisse und Einschätzung der zukünftigen Entwicklung von Risikomanagement-Verfahren.
Risikoaggregation, Integriertes Risikomanagement, Top-Down-Ansatz, Copula, Economic Capital, Tail Dependence, Randverteilung, Modellierung, Basel II, Bankenaufsicht, Diversifikationseffekt, Risikomaß, Abhängigkeitsstruktur, Finanzdienstleistungsunternehmen, Modellimplementierung
Die Arbeit befasst sich mit der konsistenten Zusammenführung verschiedener Unternehmensrisiken in einem integrierten Risikomanagement-Rahmen, insbesondere durch den Einsatz von Top-Down-Ansätzen und Copula-Modellen.
Im Fokus stehen die Risikoaggregation, die statistische Modellierung von Abhängigkeiten zwischen Risikoarten und die ökonomische Beurteilung dieser komplexen Verfahren in der Bankpraxis.
Das Ziel ist es, einen Überblick über moderne Top-Down-Ansätze zu geben, deren mathematische Basis (Copulas) zu analysieren und die Schritte zur Implementierung sowie die ökonomische Tauglichkeit für Anwender zu bewerten.
Es werden überwiegend statistische und ökonometrische Verfahren verwendet, insbesondere die Theorie der Copulas zur Aggregation univariater Randverteilungen sowie Maximum-Likelihood-Schätzmethoden.
Der Hauptteil widmet sich intensiv der mathematischen Grundlage der Copulas, der Systematisierung (elliptisch vs. archimedisch), den Implementierungsschritten und der kritischen Analyse konkreter Modelle, etwa von Dimakos/Aas/Øksendal oder Rosenberg/Schürmann.
Wichtige Fachbegriffe sind Risikoaggregation, Copula, Tail Dependence, Economic Capital, Diversifikationseffekte und die verschiedenen Parameter-Schätzmethoden.
Tail Dependence beschreibt die Wahrscheinlichkeit, dass extreme Ereignisse (Verluste) bei verschiedenen Risikoarten gleichzeitig auftreten. Da dies massiv den Kapitalbedarf beeinflusst, ist die exakte Modellierung für das Risikomanagement essenziell.
Die größten Hürden sind die oftmals unzureichende Datenhistorie, die Komplexität der statistischen Modellierung und die Notwendigkeit, sowohl Randverteilungen als auch die Abhängigkeitsstruktur korrekt zu schätzen.
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