Bachelorarbeit, 2020
41 Seiten, Note: 2,3
1 Einleitung
1.1 Zielsetzung
2 Begriffsdefinition
2.1 Antisemitismus
2.2 Rassismus
3 Aktuelle Studien
3.1 Verlorene Mitte – Feindselige Zustände: Studie zur antidemokratischen Einstellung in der deutschen Bevölkerung
3.2 Studie zur politisch motivierten Kriminalität im Jahr 2019
3.2.1 Folgen von rechtspopulistischen Einstellungen anhand der Ereignisse im letzten Jahr
3.3 Die autoritäre Persönlichkeit
4 Antisemitismus an Schulen in Deutschland
4.1 Rassismus an Schulen in Deutschland
4.2 Derzeitige Aufklärungsarbeit an Schulen in Deutschland anhand des Beispiels des Besuches einer Gedenkstätte
4.3 Der pädagogische Umgang mit Antisemitismus
4.4 Das Konzept: Antidiskriminierungsfach an deutschen Schulen
5 Fazit
Diese Bachelor-Arbeit setzt sich kritisch mit den multidimensionalen Phänomenen Antisemitismus und Rassismus in Deutschland auseinander. Ziel ist es, die wissenschaftliche Belegung der These zu erbringen, dass Antisemitismus selten isoliert auftritt, sondern eng mit weiteren menschenfeindlichen Denkmustern verknüpft ist, sowie Handlungsoptionen für das pädagogische Umfeld aufzuzeigen.
3 Aktuelle Studien
Um die derzeitige Lage und Problematik von immer noch verbreitetem Antisemitismus sowie Rassismus in Deutschland darzustellen, folgt zunächst ein näherer Bezug auf die Bielefeld Studie, die die Tendenzen antidemokratischer Einstellungen der deutschen Bevölkerung thematisiert. Anschließend folgt eine Studie vom „Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat“ (BMI), die die politisch motivierte Kriminalität in Deutschland darstellt. Um zusätzlich die gravierenden Taten, die auf Fremdenhass und Rechtsradikalisierung zurückzuführen sind, wird Bezug auf die manifestierten Ereignisse im letzten Jahr genommen: Hanau, Halle sowie der Mord an Walter Lübcke. Bei diesen Ereignissen wird zunächst auf die Fakten eingegangen sowie die Problematik einer antisemitischen sowie rassistischen Gesellschaft. Außerdem wird versucht, mögliche Reproduktionen der Täter_innen festzustellen. Die Namen der Täter_innen werden bewusst nicht genannt, um das Hinterlassen eines möglichen „Vermächtnisses“ in bestimmten Kreisen zu unterbinden. Die Namen der Opfer werden bewusst genannt, damit sie nicht in Vergessenheit geraten.
1 Einleitung: Die Einleitung führt in die allgegenwärtige Problematik von Antisemitismus und Rassismus in Deutschland ein und formuliert das Ziel der Arbeit, diese Phänomene und deren pädagogische Relevanz zu beleuchten.
1.1 Zielsetzung: Hier wird dargelegt, dass die Arbeit Menschen für Diskriminierung sensibilisieren und aufzeigen will, wie bildungstechnisch gegen Fremdenhass und die Verknüpfung menschenfeindlicher Einstellungen vorgegangen werden kann.
2 Begriffsdefinition: Dieses Kapitel definiert die Begriffe Antisemitismus und Rassismus und ordnet sie historisch ein, um die Grundlage für die weitere Analyse zu schaffen.
2.1 Antisemitismus: Es wird der Oberbegriff der Judenfeindschaft beleuchtet, inklusive historischer Entwicklungen vom Antijudaismus bis hin zum modernen, sekundären und israelbezogenen Antisemitismus.
2.2 Rassismus: Dieser Abschnitt erarbeitet die Entstehung des Rassendenkens und des Begriffs Rassismus seit dem 20. Jahrhundert sowie die damit einhergehende historische Konstruktion von Menschenbildern.
3 Aktuelle Studien: Ein Überblick über aktuelle Untersuchungen, die antidemokratische Einstellungen und politisch motivierte Kriminalität in der Gesellschaft analysieren.
3.1 Verlorene Mitte – Feindselige Zustände: Studie zur antidemokratischen Einstellung in der deutschen Bevölkerung: Zusammenfassung der Studienergebnisse der Universität Bielefeld, die eine Besorgnis erregende Ausbreitung rechtsextremer und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit aufzeigt.
3.2 Studie zur politisch motivierten Kriminalität im Jahr 2019: Darstellung der statistischen Daten des BMI zur politisch motivierten Kriminalität und dem Anstieg von rechtsextremen Straftaten.
3.2.1 Folgen von rechtspopulistischen Einstellungen anhand der Ereignisse im letzten Jahr: Analyse von gravierenden Gewalttaten wie dem Mord an Walter Lübcke und den Anschlägen in Halle und Hanau als radikalisierte Konsequenzen rechtsextremer Ideologien.
3.3 Die autoritäre Persönlichkeit: Diskussion der sozialpsychologischen Theorie Adornos, um zu erklären, wie Charakterstrukturen die Anfälligkeit für antidemokratische Ideologien begünstigen können.
4 Antisemitismus an Schulen in Deutschland: Fokus auf die schulische Realität, in der Antisemitismus bei Schüler_innen und Lehrkräften oft unreflektiert bleibt oder verharmlost wird.
4.1 Rassismus an Schulen in Deutschland: Erörterung der Erfahrungen von diskriminierten Schüler_innen, die häufiger unter Rassismus durch das Lehrpersonal leiden als bisher angenommen.
4.2 Derzeitige Aufklärungsarbeit an Schulen in Deutschland anhand des Beispiels des Besuches einer Gedenkstätte: Kritische Auseinandersetzung mit Gedenkstättenbesuchen als Präventionsmaßnahme, die oft an einer zu kurzen Vor- und Nachbereitung scheitern.
4.3 Der pädagogische Umgang mit Antisemitismus: Untersuchung der Herausforderungen für Pädagog_innen, antisemitische Sprache als solche zu erkennen und konstruktiv im Unterrichtsalltag zu adressieren.
4.4 Das Konzept: Antidiskriminierungsfach an deutschen Schulen: Vorstellung eines skizzierten Konzeptes für ein neues Schulfach zur systemischen Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen gegen Diskriminierung.
5 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Plädoyer für eine verstärkte Forschung und systematische Aufklärungsarbeit an Schulen, um antidemokratischen Tendenzen frühzeitig entgegenzuwirken.
Antisemitismus, Rassismus, gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit, Rechtsextremismus, Schule, Pädagogik, Diskriminierung, Autoritäre Persönlichkeit, politische Bildung, Schule, Gedenkstättenfahrt, Vorurteil, Stereotyp, Antidiskriminierung, Demokratieerziehung
Die Arbeit analysiert die Verknüpfung von Antisemitismus und rassistischen Einstellungen in Deutschland und thematisiert die Notwendigkeit einer konsequenten pädagogischen Bearbeitung dieser Problematik.
Die Arbeit konzentriert sich auf die Begriffe Antisemitismus und Rassismus, die Auswertung aktueller Studien, die Analyse von Gewalttaten mit rechtsextremem Hintergrund sowie die Situation an deutschen Schulen.
Ziel der Thesis ist es, wissenschaftlich zu untermauern, dass antisemitische Einstellungen selten isoliert auftreten, und Konzepte für eine wirksame Sensibilisierung an Schulen zu entwickeln.
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf Basis von Literaturanalysen, der Auswertung wissenschaftlicher Studien und statistischer Daten zu politisch motivierter Kriminalität erfolgt.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung (Begriffsbestimmungen), die Analyse aktueller Studien und Kriminalitätsstatistiken sowie eine detaillierte Untersuchung der Auswirkungen von Ideologien auf den Schulalltag.
Zentral sind die Begriffe Antisemitismus, Rassismus, gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit, rechtsextreme Einstellungen und pädagogische Handlungsmöglichkeiten im schulischen Kontext.
Die Autorin hebt hervor, dass Gedenkstättenbesuche zwar einen positiven Beitrag leisten können, in der Praxis jedoch oft an einer mangelhaften didaktischen Vor- und Nachbereitung scheitern und somit ihren Zweck zur vertieften Reflexion verfehlen.
Der Vorschlag beinhaltet die Einführung eines dezidierten Antidiskriminierungsfaches an allen Schulen, um Schüler_innen sowie Lehrkräfte systematisch für die Identifikation und das Entgegentreten von Diskriminierung zu schulen.
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