Diplomarbeit, 2009
49 Seiten, Note: 2,3
1. Einleitung
2. Definitionen
2.1 Logistik – Begriff und Entwicklung
2.2 Spediteur – Begriff und Abgrenzung / Selbsteintrittsrecht
2.3 Die mittelständischen Speditionsunternehmen
2.3.1 Der Logistikmarkt im Zuge der Globalisierung
2.3.2 Qualitative und quantitative Abgrenzung
2.3.3 Die steigenden Anforderungen des Marktes
2.4 Outsourcing – Begriff und Entwicklung
3. Chancen und Risiken des Outsourcings logistischer Dienstleistungen
3.1 Die Unternehmen der verladenden Wirtschaft und die mittelständischen Speditionsunternehmen
3.1.1 Konzentration auf Kernkompetenzen
3.1.2 Unternehmensplanung: Eigenfertigungs- oder Fremdbezugsentscheidungen
3.1.2.1 Strategisch wichtige Anlässe / Chancen für den Mittelstand
3.1.2.2 Die Transaktionskosten als Hemmnis für die Fremdfertigung
3.1.3 Möglichkeiten der Prozessoptimierung – Einsparungspotenziale und Qualitätsvorteile
3.1.4 Die Anforderungen an die externen Logistikpartner
3.1.4.1 Die Basisdienstleistungen und Value Added Services
3.1.4.2 Die Logistikkonzepte 1PL bis 4PL
3.1.4.3 Die Kontraktlogistik: Komplettauslagerung von Logistikprozessen
3.2 Die mittelständischen Speditionsunternehmen und ihre nationalen und internationalen Agenten
3.2.1 Strukturanpassung in Zeiten des Abschwungs
3.2.1.1 Probleme im Transportsektor
3.2.1.2 Kosten auf dem Prüfstand
3.2.2 Optimale Beratung durch Verkehrsträgerneutralität
3.2.3 Effizienzsteigerung durch Outsourcing an Agenten
3.2.3.1 Kundenzufriedenheit und Kundenbindung
3.2.3.2 Erweiterung der Servicepalette – Schaffung von freien Kapazitäten
3.2.4 Kooperationen auf nationaler und internationaler Ebene
3.2.4.1 Globalisierung als Wachstumstreiber
3.2.4.2 Kooperationsarten
3.2.4.3 Chancen und Risiken in Kooperationen zwischen mittelständischen Speditionsunternehmen
3.2.4.4 Spediteursammelcontainer / Konkurrent der eigenen Partner
3.2.4.5 Das Wirkungsfeld der Outsourcingkette / Motivationsprinzip
4. Handeln unter Unsicherheit – Der Logistik-Vertrag
4.1 Die Prinzipal-Agent-Theorie als Herleitung
4.2 Agenturverträge in der Speditionsbranche
4.2.1 Die optimale Vertragsgestaltung
4.2.2 Vertragliche Abmachungen mit dem Logistikpartner
4.2.3 Outsourcing-Innovationspartnerschaft
5. Fazit und Ausblick
Diese Diplomarbeit untersucht die strategische Bedeutung und die operativen Chancen sowie Risiken des Outsourcings logistischer Dienstleistungen speziell für mittelständische Speditionsunternehmen. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie diese Unternehmen durch gezielte Fremdvergabe und Kooperationen ihre eigene Wettbewerbsfähigkeit in einem durch Globalisierung und wirtschaftlichen Abschwung geprägten Marktumfeld sichern und ausbauen können.
3.1.2.1 Strategisch wichtige Anlässe / Chancen für den Mittelstand
Die Anlässe für die Entscheidungen bezüglich der Eigenfertigung oder Fremdfertigung logistischer Dienstleistungen können zu verschiedenen Zeitpunkten in der Unternehmensplanung entstehen. Bereits bei der Gründung der Unternehmung oder situationsabhängig im Laufe der Zeit können die Entscheidungen notwendig sein. Auf der einen Seite könnte durch ein neues Produkt oder ein neu zu bearbeitender Markt ein neuer Bedarf an logistischen Dienstleistungen entstehen. Auf der anderen Seite könnten die in der Vergangenheit in Eigenfertigung erstellten logistischen Dienstleistungen zu keinen zufriedenstellenden Ergebnissen geführt haben und mögliche Alternativen der Fremdfertigung in Erwägung gezogen werden. Analysen müssen kontinuierlich durchgeführt werden, um frühzeitig auf Veränderungen des Marktes reagieren zu können und genügend Zeit für die Gegenüberstellung der Chancen und Risiken der Eigen- oder Fremderstellung logistischer Dienstleistungen zu haben. Eine erfolgreiche Umsetzung der Ergebnisse dieser Analysen kann jedoch nur in Unternehmen erfolgen, die bereit sind, Veränderungen in den betrieblichen Prozessen zu akzeptieren. Die Unternehmen, die dazu tendieren, das alte System aus Bequemlichkeit oder Betriebsblindheit beibehalten zu wollen, werden keine innovativen Änderungen in den logistischen Prozessen durchführen.
Die Möglichkeit, logistische Prozesse an externe Partner auszulagern, ist nicht nur den großen Konzernen der verladenden Wirtschaft vorbehalten. Gerade bei mittelständischen Unternehmen ist es besonders wichtig, dass sich die Geschäftsleitung auf die Kernkompetenzen konzentrieren und die durch die Fremdvergabe freien Kapazitäten zur Förderung und Entwicklung der primären Unternehmensbereiche nutzen kann. Durch die Vielzahl der Logistikanbieter am Markt haben auch die mittelständischen Unternehmen mittlerweile die Möglichkeit, passende Lösungen für ihre Probleme auf dem Markt einzukaufen. Die mittelständischen Speditionsunternehmen haben sich nicht nur auf die großen Konzerne der verladenden Wirtschaft eingestellt, da die Luft in diesen Bereichen sehr dünn ist und nicht viele Anbieter eine realistische Chance haben, durch die eigene Unternehmensgröße und die begrenzten Kapazitäten den Anforderungen der großen Konzerne gerecht zu werden. Basis- und Komplettlösungen für mittelständische Unternehmen bieten den mittelständischen Speditionsunternehmen Chancen, erfolgreich auf dem Logistikmarkt bestehen zu können.
1. Einleitung: Darstellung der wachsenden Bedeutung der Logistik durch Globalisierung und die Notwendigkeit, sich als mittelständisches Speditionsunternehmen den Chancen und Risiken des Outsourcings zu stellen.
2. Definitionen: Erläuterung grundlegender Fachbegriffe, der Rolle des Spediteurs, der Merkmale des Mittelstands sowie der Entwicklung des Outsourcing-Begriffs.
3. Chancen und Risiken des Outsourcings logistischer Dienstleistungen: Detaillierte Analyse der Kernkompetenzen, der Eigen- vs. Fremdfertigungsentscheidungen, Prozessoptimierungspotenziale sowie der Kooperationsformen auf nationaler und internationaler Ebene.
4. Handeln unter Unsicherheit – Der Logistik-Vertrag: Herleitung der Vertragsgestaltung durch die Prinzipal-Agent-Theorie und Untersuchung von Agenturverträgen sowie Innovationspartnerschaften.
5. Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Bewertung des Outsourcing-Themas als notwendiger Schritt zur Wettbewerbsfähigkeit und zur Teilhabe an globalen logistischen Netzwerken für den Mittelstand.
Logistik, Outsourcing, Speditionsunternehmen, Mittelstand, Kernkompetenz, Fremdvergabe, Globalisierung, Kontraktlogistik, Prozessoptimierung, Kooperation, Prinzipal-Agent-Theorie, Logistikvertrag, Wertschöpfungskette, Wirtschaftsabschwung, Wettbewerbsfähigkeit
Die Arbeit befasst sich mit der strategischen Relevanz des Outsourcings von Logistikdienstleistungen speziell für mittelständische Speditionsunternehmen im Kontext globaler Märkte.
Zentral sind die Konzentration auf Kernkompetenzen, die Gestaltung von Kooperationen, die Anwendung von Logistikkonzepten von 1PL bis 4PL sowie die rechtliche Absicherung durch Logistikverträge.
Das primäre Ziel ist es, die Chancen und Risiken des Outsourcings zu analysieren, um mittelständischen Speditionen Wege zur Stärkung ihrer Wettbewerbsfähigkeit aufzuzeigen.
Die Arbeit stützt sich auf eine tiefgehende Literaturanalyse, die Einbindung betriebswirtschaftlicher Theorien wie der Prinzipal-Agent-Theorie sowie den Transfer aktueller Branchenentwicklungen auf die Unternehmenspraxis.
Der Hauptteil analysiert die Beweggründe für Fremdvergaben durch die verladende Wirtschaft, die Notwendigkeit der Prozessoptimierung sowie die Bedeutung von vertraglichen Regelungen in unsicheren Marktlagen.
Wesentliche Begriffe sind Logistik, Outsourcing, Speditionsunternehmen, Kernkompetenz, Kooperation und Kontraktlogistik.
Sie dient dazu, die auftragsgebundene Beziehung zwischen Auftraggeber und Logistikdienstleister zu durchleuchten, insbesondere im Hinblick auf Informationsasymmetrien und das Risiko opportunistischen Verhaltens.
Kontraktlogistik ist die dauerhafte Komplettauslagerung von Logistikprozessen, bei der der Logistikanbieter individuell maßgeschneiderte Lösungen für den Kunden entwickelt, was eine tiefe vertragliche Bindung erfordert.
Sie ermöglicht es diesen Unternehmen, unabhängig von eigenen Fuhrparkkapazitäten immer den optimalen Verkehrsträger (LKW, Bahn, Schiff) für den Kunden auszuwählen, was die Beratungsqualität steigert.
Sie versuchen, Risiken durch vertragliche Absicherung, offene Feedback-Kultur (Open-Book-Policy) und durch die Streuung auf mehrere Kunden oder Partner abzufedern.
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