Bachelorarbeit, 2021
76 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
1.1 Hinführung zum Thema
1.2 Ziel und Aufbau der Arbeit
2. Vom BGM zum Arbeitsfähigkeitsmanagement
2.1 Gesundheitsförderung und Prävention
2.2 Definition Arbeitsfähigkeit
2.3 Das Haus der Arbeitsfähigkeit – Eine Führung durch das Haus
2.3.1 Das Fundament: Betriebliches Gesundheitsmanagement
2.3.2 Die vier Stockwerke und Faktoren außerhalb des Hauses
2.4 Notwendigkeit und Ziele des BGM in Unternehmen
2.5 Ökonomischer Nutzen des Arbeitsfähigkeitsmanagements
3. Mitarbeiterbefragung zur Ermittlung des Work Ability Indexes
3.1 Methodik
3.2 Aufbau und Inhalt des Fragebogens
3.3 Erhebung der Daten
4. Ergebnisse der Befragung
4.1. Auswertung der Ergebnisse
4.2. Darstellung der Ergebnisse
4.2.1 WAI Gesamtergebnisse
4.2.2 Weitere Ergebnisse
4.3. Interpretation der Ergebnisse
5. Maßnahmenplanung
5.1 Maßnahmenplanung anhand des Hauses der Arbeitsfähigkeit
5.1.1 Erstes Stockwerk: Ressourcen fördern und Belastungen verringern
5.1.2 Zweites Stockwerk: Kompetenzmanagement
5.1.3 Drittes Stockwerk: Werte, Einstellungen und Motivation
5.1.4 Viertes Stockwerk: Arbeitsbedingungen und Führungskultur
5.1.5 Soziales und gesellschaftliches Umfeld
5.2 Sicherung der Nachhaltigkeit
5.2.1 Finanzierungsmöglichkeiten
5.2.1 Verankerung des Arbeitsfähigkeitsmanagements in der Organisation
5.2.2 Einbindung der Mitarbeiter
5.2.3 Erneute Durchführung einer WAI-Erhebung
6. Fazit und Ausblick
Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, den aktuellen Status der Arbeitsfähigkeit der Beschäftigten in einem BRK-Seniorenhaus zu ermitteln, um auf Basis der Ergebnisse ein gezieltes Maßnahmenkonzept zur Erhaltung und Förderung der Arbeitsfähigkeit zu entwickeln.
1.1 Hinführung zum Thema
Unsere Arbeitswelt ist geprägt von immer neuen Herausforderungen – Digitalisierung, demografischer Wandel, Globalisierung, Fachkräftemangel und die Veränderung hin zu einer Wissensgesellschaft sind nur einige genannte Aspekte. Diese Herausforderungen werden unter dem Stichwort Arbeit 4.0 diskutiert und betreffen Unternehmen und Beschäftigte gleichermaßen. Um weiterhin wettbewerbsfähig zu bleiben, ist es unabdingbar, diese Herausforderungen anzunehmen und den Wandel aktiv mitzugestalten.
Derzeit ist das Erwerbspersonenpotenzial durch die starken Altersjahrgänge zwischen 45 und 65 Jahren geprägt. Diese Altersgruppe wird jedoch in den kommenden zwei Jahrzehnten weitgehend aus dem Erwerbsleben ausscheiden. Danach folgen die 1970er und 1980er Jahrgänge, welche schwächer besetzt sind. Daraus lässt sich schließen: Egal wann und wie viele Personaleinstellungen im Betrieb erfolgen, ein großer Anteil an Beschäftigten befindet sich im letzten Drittel ihres Arbeitslebens. (Giesert et al., 2017b, S. 16) „Die Zeit des sogenannten Jugendwahns, in denen ältere Erwerbstätige als wenig innovativer und kostspieliger Teil der Belegschaft angesehen werden und ihnen mit Frühverrentung sowie betriebseigenen Formen der Altersteilzeit die vorzeitige Entlassung erleichtert wurde, wird ein baldiges Ende prognostiziert.“ (Schönwald et al., 2014, S. 1) Um ihre Zukunftsfähigkeit zu wahren, müssen Unternehmen Maßnahmen ergreifen, welche die Arbeitsfähigkeit (AF) älterer Arbeitnehmer erhalten, denn „das wichtigste Vermögen im Erwerbsleben von Beschäftigten ist ihre Arbeitsfähigkeit.“ (Ilmarinen, 2011, S. 20) Die aktuelle Forschung zeigt auf, dass ältere Beschäftigte in vielen Berufen berichten, dass es ihnen mit steigendem Alter schwerer fällt, die an sie gestellten Anforderungen im Beruf zu erfüllen (Müller, 2019, S. 337). Schaffen die Arbeitnehmer es nicht, die an sie gestellten Anforderungen zu erfüllen, droht ein vorzeitiger Ausstieg aus dem Erwerbsleben. Durch präventive Maßnahmen können – und müssen – Voraussetzungen für ein längeres Verbleiben von Erwerbstätigen geschaffen werden. (BAuA, 2011, S. 5f)
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problemstellung des demografischen Wandels ein und definiert das Ziel sowie den Aufbau der Forschungsarbeit.
2. Vom BGM zum Arbeitsfähigkeitsmanagement: Das Kapitel erläutert theoretische Begrifflichkeiten und stellt das Konzept des Hauses der Arbeitsfähigkeit als Handlungshilfe vor.
3. Mitarbeiterbefragung zur Ermittlung des Work Ability Indexes: Hier werden die methodische Vorgehensweise der Datenerhebung sowie der Aufbau und Inhalt des eingesetzten WAI-Fragebogens beschrieben.
4. Ergebnisse der Befragung: Dieses Kapitel präsentiert die Auswertung der erhobenen Daten, ihre aggregierte Darstellung sowie eine Interpretation der Ergebnisse.
5. Maßnahmenplanung: Basierend auf den ermittelten Ergebnissen wird eine konkrete Maßnahmenplanung entlang der Ebenen des Hauses der Arbeitsfähigkeit erarbeitet.
6. Fazit und Ausblick: Das letzte Kapitel fasst die Ergebnisse kritisch zusammen und bietet eine Einschätzung der zukünftigen Entwicklungen.
Arbeitsfähigkeit, Work Ability Index (WAI), Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM), Altenpflege, Prävention, Gesundheitsförderung, Demografischer Wandel, Fachkräftemangel, Maßnahmenplanung, Haus der Arbeitsfähigkeit, Mitarbeiterbefragung, psychische Belastung, Muskel-Skelett-Erkrankungen, Arbeitsgestaltung, betriebliche Sozialberatung
Die Arbeit befasst sich mit der Erhaltung und Förderung der Arbeitsfähigkeit von Mitarbeitern in einem Seniorenhaus des Bayerischen Roten Kreuzes im Rahmen des Betrieblichen Gesundheitsmanagements.
Die zentralen Themen sind der demografische Wandel in der Pflege, das Konzept des Hauses der Arbeitsfähigkeit, die Ermittlung des Work Ability Index (WAI) sowie die Planung nachhaltiger betrieblicher Gesundheitsmaßnahmen.
Das Ziel ist die Erhebung des Status quo der Arbeitsfähigkeit der Belegschaft und die Ableitung einer gezielten Maßnahmenplanung, um Beschäftigte langfristig gesund und leistungsfähig zu erhalten.
Die Arbeit nutzt quantitative Forschung in Form einer standardisierten, schriftlichen Befragung der Mitarbeiter unter Verwendung des WAI-Instrumentariums.
Der Hauptteil umfasst theoretische Grundlagen, die methodische Durchführung der Erhebung, die detaillierte Präsentation und Interpretation der Ergebnisse sowie die Ableitung von konkreten Interventionsmaßnahmen.
Wichtige Begriffe sind Arbeitsfähigkeit, WAI, Betriebliches Gesundheitsmanagement, demografischer Wandel, Altenpflege, Arbeitsgestaltung und nachhaltige Gesundheitsförderung.
Das Konzept dient als strukturierte Handlungshilfe, um einerseits die komplexen Einflussfaktoren auf die Arbeitsfähigkeit systemisch zu erfassen und andererseits konkrete, ganzheitliche Maßnahmenpläne abzuleiten.
Die Studie zeigt, dass ein signifikanter Teil der Befragten unter psychischen Beeinträchtigungen leidet, wobei diese bei höherer Wochenarbeitszeit und bei Pflegekräften besonders ausgeprägt sind.
Es zeigt sich, dass mit steigendem Alter sowie höherer Arbeitsbelastung die Zuversicht abnimmt, die Tätigkeit in den kommenden Jahren weiter ausüben zu können, was einen deutlichen Handlungsbedarf seitens der Unternehmensführung aufzeigt.
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