Bachelorarbeit, 2021
61 Seiten
1. Einleitung
1.1 Motivation und Problemstellung
1.2 Zielsetzung der Arbeit
1.3 Aufbau der Arbeit
2. Theoretische Grundlagen
2.1 Einordnung des Begriffs „Führung“
2.2 Frauen und Arbeit
2.3 Frauen und Führung
2.3.1 Vergangenheit
2.3.2 Gegenwart
3. Erklärungsmodell der Unterrepräsentanz von Frauen in Führungspositionen
3.1 Hindernisse auf individueller Ebene
3.2 Hindernisse auf betrieblicher Ebene
3.3 Hindernisse auf gesellschaftlicher Ebene
4. Analyse der Unterrepräsentanz von Frauen in Führungspositionen
4.1 Hindernisse auf individueller Ebene
4.2 Hindernisse auf betrieblicher Ebene
4.3 Hindernisse auf gesellschaftlicher Ebene
5. Handlungsmaßnahmen
6. Fazit und Ausblick
Die Arbeit analysiert die Unterrepräsentanz von Frauen in Führungspositionen deutscher Top-200- und DAX-30-Unternehmen. Ziel ist es, theoretische Erklärungsansätze zu systematisieren und die Ursachen auf individueller, betrieblicher sowie gesellschaftlicher Ebene zu identifizieren, um Handlungsempfehlungen für Politik und Wirtschaft abzuleiten.
Die Unterrepräsentanz von Frauen in Führungspositionen
Wenn es in diesem Tempo weitergeht, dauert es bis zur Geschlechterparität in Deutschlands Vorständen noch über 30 Jahre. Chancengleichheit und Gleichberechtigung sind tief in unseren Gesetzen und Werten verankert. Die Gleichstellung von Frauen und Männern ist ein Grundprinzip der Europäischen Union, wobei die Gleichstellung von Frauen und Männern in Führungspositionen eines der prioritären Ziele darstellt. Nach Grundgesetz sind die Geschlechter gleichberechtigt. Darüber hinaus fördert der Staat die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin. Dass diese Gleichberechtigung und Chancengleichheit auf dem Papier in der Realität noch lange nicht erreicht werden konnte und auch weiterhin nur kleine Fortschritte verzeichnet, ist allerdings nach wie vor eine Tatsache.
Das Thema Frauen und Führung ist eines der wichtigsten Gegenstände in der Gleichstellungspolitik, weswegen die geschlechtsspezifische Arbeitsmarktsegregation im Fokus der Ungleichheit im Geschlechterverhältnis steht. Das heißt, die Ungleichstellung von Frauen und Männern im Erwerbsleben sowie eine fehlende Repräsentanz von Frauen in Führungspositionen ist ein immer präsenter werdendes Anliegen für Wirtschaft und Politik. Nicht bloß aufgrund des offensichtlichen Motivs der Gerechtigkeit und Fairness, sondern insbesondere aus Gründen der Wirtschaftlichkeit und Wettbewerbsfähigkeit.
1. Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die Motivation sowie die Problemstellung der Arbeit und definiert die Forschungsfrage sowie den Aufbau.
2. Theoretische Grundlagen: Hier erfolgt die Begriffsdefinition von Führung sowie eine historische Einordnung der Entwicklung von Frauen in der Arbeitswelt.
3. Erklärungsmodell der Unterrepräsentanz von Frauen in Führungspositionen: In diesem Kapitel werden theoretische Hindernisse auf individueller, betrieblicher und gesellschaftlicher Ebene modellhaft skizziert.
4. Analyse der Unterrepräsentanz von Frauen in Führungspositionen: Das theoretische Modell aus Kapitel 3 wird hier angewendet, um die tatsächlichen Gründe der Unterrepräsentanz in Unternehmen zu untersuchen.
5. Handlungsmaßnahmen: Dieses Kapitel präsentiert Strategien und Empfehlungen für Wirtschaft und Politik, um der Unterrepräsentanz entgegenzuwirken.
6. Fazit und Ausblick: Die zentralen Erkenntnisse der Arbeit werden zusammengefasst und kritisch reflektiert.
Frauen in Führungspositionen, Gleichberechtigung, Unterrepräsentanz, Führungskräfte, Top-Management, DAX-30, Geschlechterparität, Gleichstellungspolitik, Erwerbsleben, Karrierehindernisse, Geschlechterstereotypen, Führungspositionsgesetz, Aufsichtsrat, Vorstand, Diversität.
Die Arbeit untersucht die Gründe für die geringe Anzahl von Frauen in Führungspositionen innerhalb großer deutscher Unternehmen.
Die Analyse erfolgt in drei Kategorien: auf individueller Ebene (Frauen selbst), betrieblicher Ebene (Unternehmen) und gesellschaftlicher Ebene.
Das Ziel ist es, vorhandene theoretische Erklärungsansätze für die Unterrepräsentanz zu systematisieren und die relevanten Ursachen in der Praxis zu identifizieren.
Es handelt sich um eine Literaturanalyse, die durch die Auswertung empirischer Daten zur Frauenquote in DAX- und Top-200-Unternehmen ergänzt wird.
Der Hauptteil befasst sich detailliert mit Hindernissen wie Stereotypen, Unternehmenskulturen ("Think-Manager-Think-Male") und der Vereinbarkeit von Familie und Beruf.
Die Arbeit vereint Begriffe der Gleichstellungspolitik mit betriebswirtschaftlichen Themen wie Personalmanagement und Karrierewegen.
Das Gesetz wird als politisches Instrument zur Steigerung des Frauenanteils kritisch bewertet – es zeigt positive Tendenzen, stößt jedoch an kulturelle und strukturelle Grenzen.
Dies beschreibt die Assoziation von Führungskompetenzen mit männlichen Attributen, wodurch Frauen oft als weniger passend für diese Rollen wahrgenommen werden.
Ja, laut der Analyse in Kapitel 4 erweisen sich DAX-Unternehmen teilweise als Vorreiter, wobei die Fortschritte jedoch sehr langsam verlaufen.
Mentoring wird als förderlich angesehen, darf aber nicht dazu führen, dass nur die Frauen "repariert" werden, statt die strukturellen Barrieren im System abzubauen.
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