Bachelorarbeit, 2016
25 Seiten, Note: 1
1 Einleitung
1.1 Einführung in die Thematik
1.2 Hinführung zur Fragestellung
1.3 Präsentation der zentralen Fragestellung
1.4 Hinweis auf eine zentrale Forschungslücke
1.5 Bearbeitung der zentralen Fragestellung
1.6 Bildungswissenschaftliche Relevanz
1.7 Zu erwartende Ergebnisse/Ausblick
1.8 Aufbau der Arbeit
2 Begriffsbestimmung
2.1 Emotionen und Erleben
2.2 Der Übergang von familiärer zu außerfamiliärer Betreuung
2.3 Trennungsangst
3 Darstellung der Zugänge zum emotionalen Erleben des Kleinkindes unter besonderer Berücksichtigung der Trennungsangst
3.1 Darstellung bindungstheoretischer Zugänge in Bezug auf den Übergang von familiärer zu außerfamiliärer Betreuung für das emotionale Erleben des Kleinkindes
3.1.1 Bindungsverhalten nach Bowlby
3.1.2 Bindungstypen nach Ainsworth und Bowlby
3.1.3 Bindungstypen im Übergang von familiärer zu außerfamiliärer Betreuung
3.1.4 Der Übergang von familiärer zu außerfamiliärer Betreuung am Beispiel des unsicher gebundenen Jan
3.2 Darstellung entwicklungspsychologischer Zugänge in Bezug auf den Übergang von familiärer zu außerfamiliärer Betreuung für das Erleben des Kleinkindes
3.3 Darstellung psychoanalytischer Zugänge in Bezug auf den Übergang von familiärer zu außerfamiliärer Betreuung für das emotionale Erleben des Kleinkindes
3.3.1 Psychoanalytischer Ursprung von Trennungsangst
3.3.2 Die Entwicklung der Objektkonstanz nach Mahler
3.3.3 Wiederannäherungskrise nach Mahler am Beispiel von Valentin
3.3.4 Der Übergang von familiärer zu außerfamiliärer Betreuung unter Berücksichtigung fehlender Objektkonstanz
4 Ergebnisse
5 Fazit / Ausblick
Die Arbeit untersucht die Bedeutung des Übergangs von familiärer zu außerfamiliärer Betreuung für das emotionale Erleben von Kleinkindern unter drei Jahren, wobei ein besonderer Fokus auf der Bewältigung der Trennungsangst liegt.
3.1.3 Bindungstypen im Übergang von familiärer zu außerfamiliärer Betreuung
Bezugnehmend auf die Bindungstypen ist mit Grossmann, Grossmann (1998, 75-78) in Bezug auf die Eingewöhnungsphase zu beachten, dass diese sehr unterschiedlich verlaufen kann. Die sicher gebundenen Kinder zeigen ihre Gefühle der Verzweiflung oder Wut offen und werden dadurch von der/die ErzieherIn getröstet. Die/der tröstende ErzieherIn kann als Sicherheitsbasis angenommen werden. Die unsicher vermeidenden Kinder leiden still und können sich anfangs leicht trennen und selbstständig spielen. Erst einige Zeit später zeigen sich die unterdrückte Angst und Traurigkeit in wiederkehrenden grippalen Infekten, plötzlicher Unlust am Spiel oder der nun offen gezeigten Angst vor der Trennung. Bei desorientiert gebundenen Kindern kann es zum untröstlichen Weinen kommen, da das Kind von seiner Mutter gewöhnt ist, nicht zu wissen, welche Reaktion von ihr folgt. Es kann sich auf einen sicheren Trost nicht verlassen. Ein Kind, das offen seine Gefühle zeigt, wird leichter von der Erzieherin verstanden als eines das zurückgezogen und scheinbar zufrieden ist. Letzteres wird eher vernachlässigt, weil es den Anschein hat als ob es keine Zuwendung bräuchte. Für diese Kinder ist es von Bedeutung, dass die Eingewöhnungsphase länger dauert, denn das stille Leiden ist kein Zeichen für eine konfliktfreie Eingewöhnung. Zusätzlich ist die emotionale Offenheit der ErzieherInnen entscheidend, denn Kleinkinder unter drei Jahren kommunizieren auf der emotionalen und nonverbalen und weniger auf der sprachlichen Ebene.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema der Übergänge in der frühkindlichen Entwicklung ein und präsentiert die zentrale Fragestellung sowie die Relevanz der Arbeit im bildungswissenschaftlichen Kontext.
2 Begriffsbestimmung: Hier werden zentrale Fachbegriffe wie Emotionen, das Erleben von Übergängen und die Trennungsangst definiert, um eine theoretische Basis für die Untersuchung zu schaffen.
3 Darstellung der Zugänge zum emotionalen Erleben des Kleinkindes unter besonderer Berücksichtigung der Trennungsangst: Dieses Kapitel erläutert detailliert die bindungstheoretischen, entwicklungspsychologischen und psychoanalytischen Theorien, die den Übergang und die Trennungsangst bei Kleinkindern erklären.
4 Ergebnisse: Die Ergebnisse führen die unterschiedlichen theoretischen Stränge zusammen und diskutieren ihre Bedeutung für die praktische Begleitung von Eingewöhnungsprozessen sowie das Verständnis kindlicher Emotionen.
5 Fazit / Ausblick: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen, betont die notwendige Vernetzung der theoretischen Ansätze in der pädagogischen Praxis und gibt einen Ausblick auf künftige Forschungsnotwendigkeiten.
Kleinkind, Übergang, familiäre Betreuung, außerfamiliäre Betreuung, Trennungsangst, Bindungstheorie, Entwicklungspsychologie, Psychoanalyse, Objektkonstanz, Eingewöhnung, emotionale Entwicklung, pädagogische Begleitung, Kindertagesstätte, Sicherheit, Trennungsschmerz
Die Arbeit befasst sich mit den emotionalen Belastungen von Kindern unter drei Jahren während des Übergangs von der familiären Betreuung in eine außerfamiliäre Einrichtung wie eine Kinderkrippe oder einen Kindergarten.
Die zentralen Felder sind die kindliche Trennungsangst, bindungstheoretische Konzepte, die psychische Entwicklung des Kleinkindes – insbesondere der Objektkonstanz – sowie die Rolle der pädagogischen Fachkräfte bei der Eingewöhnung.
Das primäre Ziel ist es, durch eine Diskursanalyse psychoanalytischer und entwicklungspsychologischer Fachliteratur aufzuzeigen, welche Bedeutung dem Übergang für das emotionale Erleben einhergehend mit der Trennungsangst zugemessen wird, um so die pädagogische Praxis zu unterstützen.
Die Autorin nutzt eine Diskursanalyse bestehender Fachliteratur, um verschiedene psychoanalytische und entwicklungspsychologische Ansätze zu vergleichen, in Beziehung zu setzen und für die Bildungswissenschaft nutzbar zu machen.
Im Hauptteil werden zunächst Begriffe definiert, gefolgt von einer detaillierten Darstellung bindungstheoretischer, entwicklungspsychologischer und psychoanalytischer Theorien. Hierbei werden besonders Fallbeispiele zur Veranschaulichung herangezogen.
Die Arbeit wird besonders durch Begriffe wie Trennungsangst, Objektkonstanz, Eingewöhnung, Bindungsqualität und pädagogische Begleitung charakterisiert.
In dem Fallbeispiel des unsicher gebundenen Jan wird deutlich, dass sein "still leidendes" Verhalten oft als pflegeleicht missinterpretiert wird, was zu einer Vernachlässigung seiner eigentlichen emotionalen Not in der Trennungssituation führen kann.
Ein optimaler Übergang erfordert von ErzieherInnen Wissen über die emotionalen Phasen und Bindungstypen, um individuell auf jedes Kind einzugehen, da eine pauschale Eingewöhnung der Komplexität der kindlichen Gefühlswelt nicht gerecht wird.
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