Diplomarbeit, 2011
111 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Nachhaltigkeit
2.1 Die Entwicklung des Begriffs der Nachhaltigkeit
2.2 Die Bedeutung von Nachhaltigkeit für Unternehmen
2.2.1 Unternehmerische Nachhaltigkeitskonzepte
2.2.1.1 Corporate Sustainability
2.2.1.2 Corporate Social Responsibility
2.2.1.3 Corporate Citizenship
2.2.1.4 Corporate Sustainability Management
2.2.2 Der Business Case für nachhaltiges Wirtschaften
2.2.2.1 Sicherung und Aufbau von Reputation und Markenwert
2.2.2.2 Förderung von nachhaltigkeitsorientierten Innovationen und Systemlösungen
2.2.2.3 Senkung operativer Kosten durch Effizienzsteigerung
3 Führungsaufgaben von Unternehmen unter besonderer Berücksichtigung des Controlling
3.1 Unternehmensführung
3.1.1 Planung (inkl. Zielbildung) und Entscheidung
3.1.2 Ausführung, Kontrolle und Informationsbereitstellung
3.1.3 Koordination als Aufgabe des Controlling
3.2 Kennzahlen und Kennzahlensysteme als übergreifende Controlling-Instrumente
3.2.1 Die Entwicklung des Kennzahlenbegriffs
3.2.2 Arten von Kennzahlen
3.2.3 Kennzahlensysteme
3.2.4 Beziehungen zwischen Kennzahlen
3.2.5 Funktionen von Kennzahlen und Kennzahlensystemen
3.2.5.1 Kennzahlen als Informationsinstrument
3.2.5.2 Kennzahlen als Steuerungsinstrument
3.3 Ausgewählte Kennzahlensysteme
3.3.1 DuPont-Kennzahlensystem
3.3.2 ZVEI-Kennzahlensystem
3.3.3 RL-Kennzahlensystem
3.3.4 Balanced Scorecard
3.4 Moderne Performancekennzahlen zur finanziellen Unternehmensführung
3.4.1 Der Performancebegriff im unternehmerischen Kontext
3.4.2 Moderne Performancekennzahlen in der Unternehmenspraxis
3.4.2.1 Economic Value Added
3.4.2.2 Return on Capital Employed
3.4.2.3 Cashflow Return on Investment
3.4.2.4 Cash Value Added
4 Nachhaltigkeitsperformancekennzahlen zur finanziellen Unternehmensführung
4.1 Anforderungen an Nachhaltigkeitsperformancekennzahlen
4.2 Die Bedeutung von Nachhaltigkeitsberichterstattung in Verbindung mit Nachhaltigkeitsperformancekennzahlen
4.3 Belastungsorientierte Ansätze zur Bewertung von unternehmerischer Nachhaltigkeitsperformance
4.3.1 Theoretische Grundlagen belastungsorientierter Ansätze
4.3.2 Belastungsorientierte Nachhaltigkeitsperformancekennzahlen
4.3.2.1 Net Value Added
4.3.2.2 Green Value Added
4.3.3 Kritische Würdigung belastungsorientierter Nachhaltigkeitsperformancekennzahlen
4.3.3.1 Theoretische Fundierung
4.3.3.2 Praktikabilität
4.3.3.3 Transparenz / Vergleichbarkeit
4.3.3.4 Vor- und Nachteile
4.4 Effizienzorientierte Ansätze zur Bewertung von unternehmerischer Nachhaltigkeitsperformance
4.4.1 Theoretische Grundlagen effizienzorientierter Ansätze
4.4.2 Effizienzorientierte Nachhaltigkeitsperformancekennzahlen
4.4.2.1 Environmental Value Added
4.4.2.2 Sustainable Value Added
4.4.3 Kritische Würdigung effizienzorientierter Nachhaltigkeitsperformancekennzahlen
4.4.3.1 Theoretische Fundierung
4.4.3.2 Praktikabilität
4.4.3.3 Transparenz / Vergleichbarkeit
4.4.3.4 Vor- und Nachteile
4.5 Modifikation des Sustainable Value Added-Ansatz
4.5.1 Erweiterung der Indikatorenbasis
4.5.2 Thematisierung mathematischer Beschränkungen effizienzorientierter Ansätze
5 Abschließende Zusammenfassung und Ausblick
Die Arbeit untersucht, wie ökologische und soziale Aspekte systematisch in die finanzielle Unternehmensführung integriert werden können, um eine ganzheitliche Nachhaltigkeitsperformance zu messen. Es wird die forschungsleitende Frage behandelt, welche Kennzahlen geeignet sind, um sowohl ökonomische Ziele als auch die Verantwortung gegenüber Umwelt und Gesellschaft abzubilden.
2.2.1.3 Corporate Citizenship
Es besteht zurzeit ebenso keine allgemeingültige Definition zu Corporate Citizenship (CC). Der Grundgedanke von CC besteht darin, dass Unternehmen als Teil der Gesellschaft die Rolle eines „guten Bürgers“ („good citizen“) ausfüllen sollen. Der Begriff CC wird im Deutschen vorwiegend mit „unternehmerisches Bürgerengagement” übersetzt und erklärt Unternehmen zu öffentlichen (nicht privaten) Institutionen. Als Teil der Gesellschaft wird deshalb von Unternehmen der gleiche Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung erwartet wie von einem „normalen“ Bürger. A. B. Carroll argumentiert, dass ein guter „corporate citizen“ vier wichtigen Prinzipien folgen sollte. Diese bezeichnet Carroll als die „four Faces of corporate citizenship”:
• Be profitable
Nur profitable Unternehmen können langfristig bestehen. Deshalb ist es eine Grundvoraussetzung des CC Gewinne zu erwirtschaften. Denn nur dann können Unternehmen Arbeitsplätze schaffen und aufrechterhalten, und das lokale Umfeld unterstützen.
• Obey the law
Eine Gesellschaft ist nur funktions- und leistungsfähig, wenn sich alle Individuen an die Gesetze halten. Analog wird deshalb von Unternehmen erwartet, dass diese ebenfalls im Sinne eines „guten“ Bürgers alle Gesetze einhalten.
• Engage in ethical behaviour
Gute corporate citizens zeichnen sich darüber hinaus dadurch aus, dass sie in einen bewussten Austausch mit der Unternehmensumwelt treten und sich ethisch verhalten. Dies kann bedeuten, dass das Unternehmensverhalten gesetzliche Mindestauflagen übersteigt.
• Giving back: Philanthrophy
Unternehmen können und sollten als verantwortungsvolles Mitglied der Gesellschaft freiwillige Maßnahmen ergreifen.
Caroll betont bei diesen vier Eckpfeilern, dass erst ein Zusammenspiel aller Komponenten ausschlaggebend für ein gutes Corporate Citizenship ist.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Wandel vom reinen Shareholder-Value-Denken hin zur ganzheitlichen Nachhaltigkeitsausrichtung und definiert das Ziel der Arbeit, geeignete Performancekennzahlen zu identifizieren.
2 Nachhaltigkeit: Dieses Kapitel erläutert die historische Entwicklung des Nachhaltigkeitsbegriffs, das Drei-Säulen-Modell sowie die zentrale Rolle von Unternehmen und verschiedenen Managementansätzen für eine nachhaltige Entwicklung.
3 Führungsaufgaben von Unternehmen unter besonderer Berücksichtigung des Controlling: Hier werden allgemeine Führungsaufgaben sowie die Koordinationsfunktion des Controllings beleuchtet, wobei Kennzahlen und Kennzahlensysteme als zentrale Instrumente der finanziellen Unternehmensführung detailliert dargestellt werden.
4 Nachhaltigkeitsperformancekennzahlen zur finanziellen Unternehmensführung: Dieses Kernkapitel analysiert belastungs- und effizienzorientierte Methoden zur Bewertung der Nachhaltigkeitsleistung und modifiziert bestehende Ansätze durch eine Integration von Global-Reporting-Initiative-Indikatoren.
5 Abschließende Zusammenfassung und Ausblick: Der abschließende Teil fasst die theoretischen Ergebnisse zusammen und skizziert die Vision eines Paradigmenwechsels in der Messung unternehmerischer Performance durch stärker standardisierte Nachhaltigkeitskennzahlen.
Nachhaltigkeit, Unternehmensführung, Controlling, Kennzahlen, Nachhaltigkeitsperformance, Corporate Sustainability, Value Added, Ressourceneffizienz, Global Reporting Initiative, Sustainable Value Added, Stakeholder Ansatz, Shareholder Ansatz, Externe Effekte, Performance Measurement, Umweltmanagement.
Der Schwerpunkt liegt auf der Integration ökologischer und sozialer Faktoren in die finanzielle Unternehmensführung mittels geeigneter Kennzahlen.
Die Arbeit verknüpft Nachhaltigkeitsmanagement mit klassischem Controlling, wertorientierten Steuerungskennzahlen und Ansätzen zur Bewertung externer Effekte.
Das Ziel ist die Erläuterung, kritische Würdigung und Modifikation bestehender Nachhaltigkeitsperformancekennzahlen, um sie für die Praxis der finanziellen Unternehmensführung nutzbar zu machen.
Es werden Literaturanalysen, die Auswertung von Fallstudien (u.a. BMW, Bayer) sowie mathematische Herleitungen und Modifikationen (wie der SVA-Ansatz) verwendet.
Der Hauptteil analysiert bestehende Kennzahlensysteme, führt den "Business Case für Nachhaltigkeit" ein und bewertet sowohl belastungsorientierte Ansätze (BSO/Origin) als auch effizienzorientierte Ansätze (Sustainable Value Added) kritisch.
Nachhaltigkeitsperformance, Kennzahlensysteme, Controlling, Externalitäten, Sustainable Value Added, GRI-Framework.
Im Gegensatz zu traditionellen, rein ökonomischen Kennzahlen integriert der SVA ökologische und soziale Ressourcenverbräuche und bewertet diese im Verhältnis zu einer Vergleichsgruppe (Benchmark).
Das Framework dient als Datenbasis für die Erweiterung des SVA-Ansatzes zum sogenannten SVA^GRI, um Vergleichbarkeit und Transparenz der Kennzahlen zu erhöhen.
Die Grenzwertbetrachtung dient dazu, mathematische Probleme zu lösen, die bei der Berechnung der Ressourceneffizienz auftreten, wenn ein Unternehmen eine bestimmte Ressource nicht verbraucht.
Der Value Lost bezeichnet bei belastungsorientierten Ansätzen die monetär bewerteten externen Kosten, die ein Unternehmen durch seine Tätigkeit verursacht, abzüglich etwaiger Ausgaben zur Schadensreduktion.
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