Bachelorarbeit, 2019
41 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Subjektivierung von Arbeit
2.1 Ursachen und Hinweise
2.2 Mögliche Chancen und Gefahren
3. Anerkennungsordnung der Erwerbsarbeit
3.1 Ebenen und Institutionen der Anerkennung
3.2 Vergleich Fordismus und Postfordismus
3.3 Leistungsgesellschaft
4. Anerkennungsordnung und Subjektivierung von Arbeit
5. Qualifizierung und Anerkennungsbeziehungen
6. Identität, Qualifizierung und Anerkennungsbeziehungen
7. Empirische Befunde
8. Ergebnisse
9. Fazit
10. Literaturverzeichnis
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht die Auswirkungen der "Subjektivierung von Arbeit" auf die Anerkennungsordnung der modernen Arbeitswelt sowie die Konsequenzen für die Identität und Selbstverwirklichung der Beschäftigten, wobei insbesondere Unterschiede nach Qualifikationsniveaus analysiert werden.
1. Einleitung
In soziologischen sowie öffentlichen Diskursen ist die Bezeichnung „Subjektivierung von Arbeit“ in den letzten Jahren immer wieder zu hören und lesen. Darunter wird die Zunahme der Bedeutung der „individuellen Handlungen und Deutungen der Subjekte im Arbeitsproze[ss]“ verstanden (Kleemann, Matuschek und Voß, 1999, S. 5). Nach dem traditionellen tayloristischen Modell ist dies jedoch nicht denkbar. Subjektive Beiträge der Arbeitnehmer sind hier nicht erwünscht. Zudem gibt es nach diesem Arbeitssystem eine strikte Trennung zwischen der Erwerbsarbeit und dem Privatleben, sowie strenge Kontrollen der Arbeitsvorgänge (Syska, A., 2006, S. 150). Durch externe Einflüsse wie der Globalisierung, den gestiegenen Anforderungen an Flexibilität sowie den Wettkampfstrukturen auf dem Markt, die sich geändert haben, haben sich auch die Strukturen der Erwerbsarbeit verändert (Lohr, 2005, S. 7). Dazu gehört auch, dass eine Verschiebung von einer Prozess- zu Ergebnisorientierung stattgefunden hat (Holtgrewe & Voswinkel, 2002, S. 6).
In dieser Bachelorarbeit soll die Frage nach den Auswirkungen der Subjektivierung, vor allem bezogen auf die Anerkennungsordnung, Selbstverwirklichung und die Identität diskutiert werden. Die Auswirkungen der Subjektivierung von Arbeit fallen jedoch nicht für alle Gruppen gleich aus. Aus diesem Grund werden die Anerkennungsbeziehungen noch zusätzlich nach dem Qualifikationsniveau unterschieden.
1. Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema der Subjektivierung von Arbeit ein und definiert die zentralen Fragestellungen sowie das theoretische Vorgehen der Arbeit.
2. Subjektivierung von Arbeit: Dieses Kapitel erläutert den Begriff der Subjektivierung, dessen Ursachen und die ambivalenten Folgen für Individuen und Unternehmen.
3. Anerkennungsordnung der Erwerbsarbeit: Hier wird die Bedeutung von Anerkennung in der Arbeitswelt theoretisch hergeleitet, Ebenen der Anerkennung differenziert und der Wandel vom Fordismus zum Postfordismus analysiert.
4. Anerkennungsordnung und Subjektivierung von Arbeit: Analyse der Verbindung zwischen dem Konzept der Subjektivierung und der etablierten Anerkennungspraxis.
5. Qualifizierung und Anerkennungsbeziehungen: Untersuchung wie der Qualifizierungsgrad der Beschäftigten die Anerkennungsmöglichkeiten beeinflusst.
6. Identität, Qualifizierung und Anerkennungsbeziehungen: Theoretische Vertiefung der Identitätsbildung im Zusammenhang mit unterschiedlichen Anerkennungsformen bei verschiedenen Kompetenzniveaus.
7. Empirische Befunde: Darstellung aktueller Studien, wie z.B. des Reports der Europäischen Kommission (SIREN), zur Veränderung der Arbeitswelt.
8. Ergebnisse: Überprüfung der aufgestellten Hypothesen anhand der theoretischen Argumentationsstruktur und der vorangestellten empirischen Befunde.
9. Fazit: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfrage und Reflexion über die ungleiche Betroffenheit verschiedener Qualifikationsgruppen.
10. Literaturverzeichnis: Verzeichnis der herangezogenen Quellen.
Subjektivierung von Arbeit, Anerkennungsordnung, Identitätsbildung, Erwerbsarbeit, Selbstverwirklichung, Qualifikationsniveau, Fordismus, Postfordismus, Leistungsgesellschaft, Anerkennungsbeziehungen, Arbeitsbedingungen, Subjektivität, Segmentierung, Arbeitswelt, Selbstregulation.
Die Arbeit befasst sich mit dem soziologischen Phänomen der Subjektivierung von Arbeit und dessen Einfluss auf die Anerkennungsbeziehungen in der heutigen Erwerbswelt.
Zentrale Themen sind der Wandel von starren Arbeitsstrukturen hin zu mehr Eigenverantwortung, die Bedeutung von Anerkennung für die Identität und Unterschiede zwischen verschieden qualifizierten Beschäftigtengruppen.
Die zentrale Frage lautet: "Hat die Subjektivierung von Arbeit die Anerkennungsordnung der Arbeitswelt verändert und welche Auswirkungen ergeben sich daraus?"
Es handelt sich um eine theoretisch orientierte soziologische Arbeit, die durch eine Auswertung empirischer Studien und wissenschaftlicher Fachliteratur gestützt wird.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen (Subjektivierung, Anerkennung, Wandel der Arbeitswelt) und eine empirische Analyse, die mit Hypothesen verknüpft wird.
Die wichtigsten Begriffe sind Subjektivierung, Anerkennungsordnung, Identität, Selbstverwirklichung und Qualifizierung.
Die Arbeit zeigt auf, dass hochqualifizierte Beschäftigte eher Chancen in der Subjektivierung finden, während geringer Qualifizierte oft unter Druck geraten und Anerkennung verlieren.
Der Übergang beschreibt den historischen Wandel hin zu flexibleren Arbeitsmodellen, in denen Individuen ihr Wissen und ihre Persönlichkeit stärker in den Produktionsprozess einbringen müssen, was neue Anerkennungsfragen aufwirft.
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