Masterarbeit, 2021
144 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Definitionen
2.1 Digitalisierung
2.2 Gender Mainstreaming und Diversity Management
2.3 Geschlechtergerechtigkeit
2.4 Digital Gender Gap
3. Digitalisierung der Arbeitswelt
3.1 Veränderungspotenziale
3.2 Negative Auswirkungen der Digitalisierung
3.3 Chancen der Digitalisierung
4. Frauen in der Arbeitswelt
4.1 Gender Mainstreaming
4.2 Diversity Management
4.3 Benachteiligung von Frauen am Arbeitsplatz
4.4 Unterschiede in Branchen/ Unterschiede bei Abschlüssen
4.5 Unterschiede bei den Homeoffice Möglichkeiten
5. Studienprojekt
5.1 Vorgehen beim Studienprojekt
5.2 Ergebnisse des Studienprojekts
6. Forschungsdesign
6.1 Die qualitative Untersuchung
6.2 Theoretical Sampling
6.3 Erhebungsinstrument: Leitfadeninterviews
6.4 Auswertungsmethode: strukturierende Inhaltsanalyse
7. Praktische Vorüberlegungen und Interviewdurchführung
7.1 Sampling
7.2 Zugang zum Feld
7.3 Instrumentkonstruktion
7.4 Datenaufbereitung
7.5 Bestimmung des Kategoriensystems und Kategorienbildung
8. Auswertung der Interviews
8.1 Ergebnispräsentation
8.2 Interpretation der Ergebnisse
9. Diskussion und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht, ob geschlechtsbezogene Ungleichheiten in der baden-württembergischen Arbeitswelt durch die fortschreitende Digitalisierung verschärft werden. Hierbei steht die Identifikation von Deutungsmustern im Vordergrund, um Herausforderungen und Chancen für Frauen unter den Bedingungen des digitalen Wandels zu beleuchten.
3.1 Veränderungspotenziale
Die Digitalisierung bringt viele Veränderungen mit sich, wie beispielsweise das, was Menschen am Arbeitsplatz tun, ihre Arbeitsweise und ihren Arbeitsort. Sie wirkt sich daher auf die Art der Fähigkeiten und die Zusammensetzung der Qualifikationen aus, die sie benötigen, um in ihrer Karriere erfolgreich zu sein (OECD, 2018). Die Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien bei der Arbeit hat bei Arbeitnehmern zugenommen, und selbst bei denjenigen, die keine digitalen Technologien nutzen müssen, kann sich die Art ihrer Arbeit ändern. Ursache davon ist die zunehmende Automation und, dass Arbeitnehmer dadurch einen relativ höheren Anteil an nicht routinemäßigen Aufgaben übernehmen müssen. Daten aus der OECD-Erhebung über die Kompetenzen Erwachsenen PIAAC zeigen, dass Mitarbeiter in den höher qualifizierten Berufen, wie z.B. Manager und Fachkräfte, eine intensivere Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien vornehmen und relativ häufiger nicht-routinemäßige Aufgaben ausführen als weniger qualifizierte Berufe. Nicht-routinemäßige Tätigkeiten sind solche, bei denen der Grad der Freiheit der Arbeitnehmer, um die Reihenfolge ihrer Aufgaben zu ändern oder die Möglichkeit, die Art und Weise zu wählen, wie sie arbeiten, und ihre Arbeit zu planen und zu organisieren, am höchsten ist.
Während sich bei der Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien für gering qualifizierte Berufsgruppen, wie z.B. einfache Berufe oder Handwerks- und Handelsberufe, kein Unterschied zwischen Männern und Frauen abzeichnet, führen Frauen in einigen dieser Berufsgruppen relativ mehr Routineaufgaben aus als Männer. Da die digitale Transformation weiter voranschreitet und alle Sektoren durchdringt, einschließlich derer, in denen der Einsatz digitaler Technologien derzeit nur marginal ist, könnten Frauen in gering qualifizierten Berufen daher größere Veränderungen in ihrer Arbeit erfahren als Männer. Dies kann auf die mögliche Substitution (von Teilen) ihrer Aufgaben durch Maschinen und die daraus resultierende Notwendigkeit, andere Aufgaben am Arbeitsplatz zu erledigen, zurückzuführen sein.
1. Einleitung: Beschreibt die Ausgangslage der geschlechtsspezifischen Ungleichheit in Deutschland im 21. Jahrhundert und führt in die Relevanz der digitalen Transformation ein.
2. Definitionen: Erläutert zentrale Fachbegriffe wie Digitalisierung, Gender Mainstreaming, Diversitätsmanagement und das Phänomen des "Digital Gender Gap" als theoretische Grundlage.
3. Digitalisierung der Arbeitswelt: Analysiert das Potenzial, die negativen Auswirkungen und die Chancen, die der digitale Wandel für verschiedene Bevölkerungsgruppen am Arbeitsmarkt birgt.
4. Frauen in der Arbeitswelt: Beleuchtet historische sowie aktuelle Aspekte der Frauenerwerbstätigkeit, inklusive Lohnunterschieden und den spezifischen Herausforderungen durch Homeoffice.
5. Studienprojekt: Detailliert das Vorgehen und die methodische Herleitung der Vorstudie, die als Basis für die Forschungsarbeit dient.
6. Forschungsdesign: Definiert die qualitative Sozialforschung und das Vorgehen mittels Leitfadeninterviews und strukturierter Inhaltsanalyse.
7. Praktische Vorüberlegungen und Interviewdurchführung: Beschreibt das Sampling, den Feldzugang und die Konstruktion des Erhebungsinstruments für die Interviews.
8. Auswertung der Interviews: Präsentiert die Ergebnisse der Interviews basierend auf der kategorialen Auswertung der erhobenen Daten.
9. Diskussion und Ausblick: Reflektiert die gewonnenen Erkenntnisse im Kontext der Forschungsfrage und gibt Einblicke in zukünftige Entwicklungen.
Digitalisierung, Gender Gap, Geschlechtergerechtigkeit, Arbeitswelt, Homeoffice, Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Medienkompetenz, Qualifizierung, Chancengleichheit, Qualitative Inhaltsanalyse, Weiterbildung, Erwerbstätigkeit, Diversität, Arbeitsmarkt, digitale Transformation.
Die Arbeit untersucht, inwieweit die Digitalisierung geschlechtsbezogene Benachteiligungen auf dem Arbeitsmarkt in Baden-Württemberg verstärkt oder verringert.
Zentrale Themen sind die digitale Mediennutzung, Arbeitszeitgestaltung, der Zugang zu Weiterbildung sowie die Auswirkungen von Homeoffice auf die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben.
Ziel ist es, Deutungsmuster zu identifizieren, um zu verstehen, wie Frauen und Männer die Transformation der Arbeitswelt erleben und wo geschlechtsbezogene Unterschiede bestehen.
Die Autorin verwendet einen qualitativen Forschungsansatz mit leitfadenbasierten Interviews, die im Nachgang mittels strukturierender Inhaltsanalyse ausgewertet werden.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Gender und Digitalisierung sowie eine empirische Untersuchung, inklusive Forschungsdesign, Sampling und der detaillierten Auswertung der geführten Experten- und Leitfadeninterviews.
Es handelt sich um eine medien- und berufspädagogische Analyse, die soziologische Faktoren mit technologischen Entwicklungen verknüpft, um geschlechtergerechte Handlungsansätze abzuleiten.
Homeoffice wird ambivalenz besprochen: Einerseits bietet es Flexibilität bei der Sorgearbeit, andererseits führt es zur Entgrenzung von Arbeit und Privatleben, wobei Frauen hierdurch oft stärker belastet werden.
Er beschreibt die Diskrepanz zwischen den Geschlechtern hinsichtlich der digitalen Ausstattung, der IT-Kompetenzen und der Möglichkeiten, aktiv am digitalen Wandel teilzuhaben.
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