Bachelorarbeit, 2021
28 Seiten, Note: 2,5
1. Problemstellung
2. Theoretische Grundlagen der wertorientierten Unternehmensführung
2.1. Shareholder Value Ansatz
2.2. Prinzipal-Agenten-Theorie
3. Aktienpläne als Instrument der wertorientierten Managementvergütung
3.1. Vergütungssysteme
3.1.1. Fixe Vergütung
3.1.2. Variable Vergütung
3.2. Aktienpläne als Vergütungskomponente
4. Anforderung an die wertorientierten Managementvergütung
4.1. Anforderung der Anreizkompatibilität
4.2. Anforderung der Transparenz
4.3. Anforderung der Entscheidungsverbundenheit
4.4. Anforderung der Wirtschaftlichkeit
5. Kritische Würdigung von Aktienplänen als Instrument zur wertorientierten Managementvergütung
5.1. Erfüllung der Anreizkompatibilität
5.2. Erfüllung der Transparenz
5.3. Erfüllung der Entscheidungsverbundenheit
5.4. Erfüllung der Wirtschaftlichkeit
5.5. Potenzielle Verbesserungsvorschläge für Aktienpläne als Instrument der wertorientierter Managementvergütung
6. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht, inwieweit Aktienpläne als Instrument der wertorientierten Managementvergütung geeignet sind, um die Interessen von Managern und Shareholdern im Einklang mit der Prinzipal-Agenten-Theorie zu harmonisieren. Dabei wird geprüft, welche Anforderungen an solche Anreizsysteme bestehen und wie effektiv Aktienpläne diese in der Praxis erfüllen.
3.2 Aktienpläne als Vergütungskomponente
Eine weitere Form der Vergütung sind Aktienpläne. Wie im vorherigen Abschnitt bereits erwähnt spielen sie eine Rolle bei langfristigen variablen Vergütungssystemen. Eine Aktie ist ein Anteil an einem Unternehmen beziehungsweise einer Aktiengesellschaft. Unternehmen geben im Austausch für Kapital Aktien aus. Die Personen, die eine Aktie halten, werden als Aktionäre bezeichnet und sind somit auch Anteilseigner des Unternehmens. Durch das Halten der Aktie erhalten Aktionäre Einkommen in Form von Dividenden. Der Wert der Aktie hängt unteranderem von dem Angebot und der Nachfrage ab und kann daher schwanken (Aktienkurs).47 Für die Aktienpläne als Vergütungskomponente werden dem Management eine bestimmte Anzahl von Aktien von dem eigenen Unternehmen angeboten, welche sie mit bestimmten Restriktionen halten können.48 Ein Unternehmen kann für die Bereitstellung von Aktien auf zwei Verfahren zurückgreifen. Zum einen können sie nach §71 Absatz 1 Satz 1 Nummer 2 Aktiengesetz Aktien zurückkaufen und sie dann den Managern mit einem Vorzugs-kurs verteilen oder sie führen eine bedingte Kapitalerhöhung gemäß §192 Absatz 1 Aktiengesetz durch.49 Durch das Halten der Aktie sind sie an der Wertentwicklung des Unternehmens beteiligt. So sollen Manager einen Anreiz bekommen an der Steigerung des Aktienkurses zu arbeiten, um so im Interesse der Anteilseigner zu handeln und opportunistisches Verhalten zu unterdrücken.50 Bei Aktienplänen kann man zwischen drei Modellarten unterscheiden. Dabei handelt es sich um Belegschaftsaktien, Restricted Stock-Pläne und Performance Share-Pläne. Diese unterscheiden sich dabei nach ihrer Ausrichtung und ihrer Verfügungsbeschränkung.51 Belegschaftsaktien sind Aktien, die ein Unternehmen seinen Mitarbeitern mit einem Nachlass übergibt. Die Belegschaft wird damit an die Chancen und Risiken des Unternehmens gebunden und können somit auch an dem Vermögenwachstum teilhaben. Gleichzeitig haben sie aber auch das Risiko von Kapitalverlust.52 Restricted Stock-Pläne werden größtenteils Führungskräfte angeboten und besitzen eine zeitliche Restriktion, um so die Manager langfristig an das Unternehmen zu binden. Das Management kann ihre Aktien erst nach einer bestimmten Zeit verwerten.53
1. Problemstellung: Dieses Kapitel motiviert die Untersuchung durch die Notwendigkeit, Managerinteressen an den Unternehmenszielen der langfristigen Wertsteigerung auszurichten.
2. Theoretische Grundlagen der wertorientierten Unternehmensführung: Hier werden der Shareholder-Value-Ansatz und die Prinzipal-Agenten-Theorie als theoretisches Fundament der Arbeit eingeführt.
3. Aktienpläne als Instrument der wertorientierten Managementvergütung: Es werden verschiedene Vergütungssysteme differenziert und die spezifische Ausgestaltung und Funktionsweise von Aktienplänen erläutert.
4. Anforderung an die wertorientierten Managementvergütung: Dieses Kapitel leitet die zentralen Beurteilungskriterien wie Anreizkompatibilität, Transparenz, Entscheidungsverbundenheit und Wirtschaftlichkeit für die spätere Analyse her.
5. Kritische Würdigung von Aktienplänen als Instrument zur wertorientierten Managementvergütung: Das Kernkapitel prüft Aktienpläne systematisch gegen die zuvor aufgestellten Anforderungen und diskutiert Verbesserungsvorschläge.
6. Fazit: Die Arbeit fasst zusammen, dass Aktienpläne nur bedingt die Anforderungen erfüllen und weist auf die Notwendigkeit einer systemischen Weiterentwicklung hin.
Wertorientierte Unternehmensführung, Shareholder Value, Managementvergütung, Aktienpläne, Prinzipal-Agenten-Theorie, Anreizkompatibilität, Transparenz, Entscheidungsverbundenheit, Wirtschaftlichkeit, Aktienkurs, Long-Term-Incentives, Variable Vergütung, Unternehmenswertsteigerung, Informationsasymmetrien, Corporate Governance
Die Bachelorarbeit untersucht die Eignung von Aktienplänen als Instrument zur Vergütung von Managementpositionen in Unternehmen, die sich einer wertorientierten Führung verschrieben haben.
Zentrale Themen sind die theoretische Herleitung der wertorientierten Unternehmensführung, die Prinzipal-Agenten-Theorie zur Erklärung von Interessenkonflikten und die praktische Eignung von Aktienplänen als Lösungsansatz zur Verhaltenssteuerung.
Das primäre Ziel ist es, inwieweit Aktienpläne die theoretischen Anforderungen an ein effektives, wertorientiertes Vergütungssystem erfüllen können, um so opportunistisches Verhalten des Managements zu unterdrücken.
Die Arbeit basiert auf einer deduktiven Analyse, bei der theoretische Kriterien (Anforderungen) definiert und anschließend kritisch auf das Instrument der Aktienpläne angewendet werden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, die Definition von Anforderungskriterien sowie die kritische Würdigung der Aktienpläne anhand dieser Kriterien und die Diskussion möglicher Verbesserungsansätze.
Wesentliche Begriffe sind Wertorientierte Unternehmensführung, Anreizkompatibilität, Aktienpläne, Shareholder Value und Prinzipal-Agent-Theorie.
Die Problematik besteht darin, dass der Aktienkurs maßgeblich von externen Markteinflüssen beeinflusst wird, die außerhalb des direkten kontrollierbaren Einflussbereichs eines einzelnen Managers liegen.
Sperrfristen dienen dazu, Manager langfristig an das Unternehmen zu binden und Anreize für eine nachhaltige Unternehmensentwicklung statt kurzfristiger Kursmanipulationen zu schaffen.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

