Bachelorarbeit, 2023
46 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Stand der Forschung
2.1 Forschungslage: Der Begriff Volkspartei
2.2 Rückblick: BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN – eine Volkspartei?
3 Theoretischer Zugang: Merkmale einer Volkspartei
3.1 Volksparteien: Neue Charakterisierungen
3.2 Zusammenfassung: Merkmale von Volksparteien heute
4 Methodischer Zugang: Qualitative Inhaltsanalyse
5 Analyse: BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Jahr 2022 – eine Volkspartei?
5.1/Kategorie 1: Historischer Ursprung/Organisationsstruktur
5.2/Kategorie 2: Pragmatik und Ideologie
5.3/Kategorie 3: Struktur
5.4/Kategorie 4: Wesentlicher Handlungsort
6 Fazit: BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Jahr 2022 – eine Volkspartei?
Die Arbeit untersucht den aktuellen Status der Partei BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Jahr 2022 vor dem Hintergrund der politikwissenschaftlichen Kriterien für eine Volkspartei. Ziel ist es, anhand einer qualitativen Inhaltsanalyse zu hinterfragen, ob die Partei die definitorischen Merkmale einer Volkspartei erfüllt.
Die Partei BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Jahr 2022 – eine Volkspartei?
Früheren Beobachter*innen der Partei BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN ist die lose Formierung der Partei in ihrer Gründungszeit noch präsent. Der erstmalige Einzug der Partei in den Bundestag 1983 gestaltete sich für die anderen Parteien eindrucksvoll und von einer Lockerheit geprägt, die ihresgleichen suchte. Die Mitglieder der anderen Parteien hatten nicht schlecht über die vielseitige Zusammensetzung der Parteigründungsmitglieder gestaunt. Es erscheint klar, dass das Bild, welches die Gründungsmitglieder 1978 abgaben, ein Querschnitt aus ökologisch orientierten, politisch linken Menschen, damals diffus wirkte. Im Hinblick auf den deutschen Bundestag war allerding früh klar: „Wollten [sic!] man tatsächlich ins Parlament, so mussten sich alle zusammenraufen.“ Mit dem Ergebnis 5,6 Prozent bei der Bundestagswahl 1983 war den Grünen schließlich knapp der Weg von der außerparlamentarischen in die parlamentarische Opposition gelungen.
Heute, im Jahr 2022, gilt die Partei BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN für viele als ökologische Klischee-Partei schlechthin. Dennoch versuchte man sich bereits in den 1990er Jahren von grünen stereotypen Bildern zu lösen. Heute zeigt sich die Partei vermehrt auch für eine neue Mitte anschlussfähig. Das Parteiverständnis von politischer und gesellschaftlicher Macht hat sich seit der Jahrtausendwende enorm verändert. Früher galt Macht parteiintern als Verrat an grünen Prinzipien, während sie heute eher als Möglichkeit zur gemeinschaftlichen Gestaltungsaufgabe und Verantwortungsübernahme wahrgenommen wird. Die Grünen selbst wollen sich im Jahr 2022 als Bündnispartei verstanden wissen. Die nachfolgende Analyse soll nun anhand der Frage: Inwiefern erfüllt die Partei BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Jahr 2022 die Merkmale einer Volkspartei? klären, wie die Partei insgesamt im Jahr 2022 im Hinblick auf die vier Merkmalskategorien aufgestellt ist.
1 Einleitung: Vorstellung des Forschungsgegenstandes, der Relevanz der Partei BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Jahr 2022 sowie der zentralen Forschungsfragen.
2 Stand der Forschung: Überblick über existierende wissenschaftliche Literatur zu Parteitypen und Forschungsbeiträge zum Wandel von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN.
3 Theoretischer Zugang: Merkmale einer Volkspartei: Herleitung einer Definition von Volksparteien in der Politikwissenschaft und Erarbeitung eines Merkmalskatalogs.
4 Methodischer Zugang: Qualitative Inhaltsanalyse: Erläuterung des qualitativen methodischen Ansatzes sowie Vorstellung der verwendeten Datengrundlage.
5 Analyse: BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Jahr 2022 – eine Volkspartei?: Anwendung des Merkmalskatalogs auf die Partei in den Kategorien Organisation, Pragmatik, Struktur und Handlungsort.
6 Fazit: BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Jahr 2022 – eine Volkspartei?: Zusammenführung der Ergebnisse und Beantwortung der Forschungsfragen mit einem Ausblick auf zukünftige Entwicklungen.
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Volkspartei, politische Parteien, Parteiforschung, qualitative Inhaltsanalyse, Regierungsverantwortung, Parteistruktur, Wählermilieus, Koalitionsfähigkeit, programmatische Öffnung, Politikwissenschaft, Parteigeschichte, Bündnispartei, Wahlergebnisse, Milieubindung
Die Arbeit analysiert den Status der Partei BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN nach ihrem Wiedereintritt in die Bundesregierung und bewertet, ob sie die Kriterien einer Volkspartei erfüllt.
Die Analyse fokussiert sich auf Führungsstrukturen, ideologische Anpassungen bei Kernthemen, die soziostrukturelle Zusammensetzung der Wählerschaft sowie die Koalitionsfähigkeit.
Ziel ist die Überprüfung der These des Volksparteien-Status der Grünen mittels eines aktualisierten Merkmalskatalogs.
Es wird ein qualitativer Ansatz in Form einer Inhaltsanalyse von Monographien, Fachaufsätzen und statistischen Daten angewendet.
Der Hauptteil gliedert sich in die vier Kategorien: Organisationsstruktur, pragmatische und ideologische Ausrichtung, strukturelle Wählerschaftsbeschaffenheit und die tagespolitische Praxis der Koalitionsbildung.
Volkspartei, Bündnispartei, parteipolitischer Wandel, Regierungsverantwortung und Merkmalskatalog.
Die Autorin stellt fest, dass die Partei selbst den Begriff "Bündnispartei" bevorzugt, da dieser im Gegensatz zu Volkspartei eher Einendes als Trennendes betont.
Die Arbeit identifiziert diese als das Kernthema, welches am stärksten zugunsten regierungspolitischer Notwendigkeiten zurückgestellt wurde.
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