Masterarbeit, 2021
90 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung: Online Social Networks – eine Ressource für die Gesellschaft?
1.1 Problemstellung: Eine Pandemie und die damit verbundenen Probleme eines sozialen Miteinanders
1.2 Ziel und Fragestellung
1.3 Methode
1.4 Aufbau der Arbeit
2. Theoretische Grundlagen
2.1 Soziale Netzwerke und ihre Bedeutung für den Menschen
2.2.1 Formen sozialer Beziehungen
2.2 Bedeutung des Sozialkapitals
2.3 Definition von Online Social Networks
2.3.1 Die Funktion von Online Social Networks
2.3.2 Studienergebnisse zu Online Social Networks
2.3.3 Auswirkungen der virtuellen Realität auf die realen Netzwerke
3. Die Untersuchung
3.1 Ziel und Fragestellung
3.2 Forschungsdesign
3.3 Die Methode: Leitfadeninterviews
3.4 Das Forschungsobjekt nebenan.de
3.4.1 Die Idee
3.4.2 Daten und Fakten zu nebenan.de
3.5 Stichprobe
3.6 Durchführung
3.7 Auswertungsmethoden
4. Soziales Miteinander im OSN nebenan.de
4.1 Kurzcharakterisierung der Befragten
4.2 Motivationsgründe für die Nutzung der Online Social Networks
4.2.1 Motive der OSNs-Nutzung
4.2.2 Motive der nebenan.de-Nutzung
4.3 nebenan.de im Alltag
4.3.1 Beziehungsformen im OSN nebenan.de
4.3.2 Eigen-und Fremdwahrnehmung bei nebenan.de
4.3.3 Normen und Verhaltenserwartungen bei nebenan.de
4.3.4 Konflikte, strukturelle Probleme und Lösungsstrategien bei nebenan.de
4.4 Nachbarschaftshilfe über nebenan.de
4.4.1 Leistungsarten auf nebenan.de
4.4.2 Veränderungen des Leistungsspektrums während der Coronapandemie
4.4.3 Reziprozität der Leistungen auf nebenan.de
4.5 Sozialkapital bei nebenan.de
5. Diskussion
6. Fazit
Die Arbeit untersucht, ob Online Social Networks (OSNs) das soziale Miteinander fördern und Sozialkapital aufbauen können, wobei der Fokus exemplarisch auf dem nachbarschaftsspezifischen Netzwerk „nebenan.de“ im Kontext der Coronapandemie liegt.
Die Funktion von Online Social Networks
OSNs haben Grundfunktionen, um den Bedürfnissen der Nutzenden gerecht zu werden. Zu diesen Grundfunktionen gehören laut Koch et al. (2007):
- Das Identitätsmanagement – Die Nutzenden können sich ein Profil aufbauen und sich selbstdarstellen.
- Beziehungsaufbau – Die Nutzenden bekommen die Möglichkeit, ihre Kontakte zu pflegen.
- Visualisierung – Profile von Nutzenden werden in OSNs für andere Mitglieder sichtbar gemacht.
- Expertensuche – Nutzende können Fachwissen in Netzwerken erwerben und werden bei Fragen an weitere Experten weitervermittelt.
- Gemeinsamer Austausch –Nutzende können sich zu gemeinsamen Kontexten untereinander austauschen (mittels Privatnachrichten, in Foren, via Emails).
- Aufbau von Netzwerken – durch Kommunikation und gemeinsamen Ressourcen entstehen neue Netzwerke.
- Sogenannte Netzwerkawareness – Nutzende werden über Aktivitäten und Veränderungen in ihrem Netzwerk informiert. (vgl. Koch et al., 2007, S. 450)
Es geht um die qualitative Untersuchung, ob digitale soziale Netzwerke wie „nebenan.de“ als Plattform dienen können, um nachbarschaftliche Beziehungen zu stärken, Hilfsbereitschaft zu fördern und somit Sozialkapital aufzubauen.
Kernpunkte sind die Motivation der Nutzenden, die Formen der sozialen Interaktion, der Einfluss der physischen Pandemie-Situation auf digitales Verhalten und die Bedeutung von Vertrauen und Normen in digitalen Räumen.
Das Ziel ist es, Erkenntnisse darüber zu gewinnen, ob und wie OSNs ein Beziehungsgeflecht ermöglichen, das über den rein digitalen Austausch hinausgeht und die reale Nachbarschaft unterstützt.
Die Autorin nutzt eine qualitative Studie mit leitfadengestützten Interviews, die nach der Methodologie der Grounded Theory interpretiert und mit der Software MAXQDA analysiert wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu sozialen Netzwerken und Sozialkapital, sowie eine umfangreiche empirische Untersuchung von „nebenan.de“, inkl. Nutzercharakterisierung, Motiven, Konflikten und Hilfsarten.
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Obwohl das Netzwerk oft für den Informationsaustausch oder kurzfristige Hilfesuche genutzt wird, zeigen besonders aktive Mitglieder, dass durch persönliches Engagement und wiederholte Aktionen ein dauerhafterer Zusammenhalt und Vertrauen in der Nachbarschaft entstehen können.
Die Pandemie erschwerte zwar physische Kontakte und Gruppentreffen, führte aber dazu, dass das Netzwerk verstärkt für Hilfsangebote und soziale Unterstützung wahrgenommen wurde, was die Relevanz des digitalen Angebots in Krisenzeiten unterstreicht.
1. Einleitung: Online Social Networks – eine Ressource für die Gesellschaft?: Einführung in das Thema, Problemstellung im Kontext der Pandemie und Erläuterung der Forschungsziele und Methodik.
2. Theoretische Grundlagen: Erläutert soziologische Konzepte zu sozialen Netzwerken, Formen von Beziehungen, Sozialkapital, sowie Definitionen und Funktionen von Online Social Networks.
3. Die Untersuchung: Beschreibt das explorative Forschungsdesign, die Auswahl von „nebenan.de“ als Forschungsobjekt und die methodische Vorgehensweise bei den Interviews.
4. Soziales Miteinander im OSN nebenan.de: Präsentiert die empirischen Befunde zu Nutzerprofilen, Motiven, Verhaltensweisen und der Qualität der Hilfeleistungen im Nachbarschaftskontext.
5. Diskussion: Setzt die Ergebnisse in Bezug zur Theorie, diskutiert die Bedeutung von „significant ties“ und bewertet, inwiefern das Netzwerk zur Produktion von Sozialkapital beiträgt.
6. Fazit: Fasst das Ergebnis zusammen, dass OSNs das Potenzial zur Förderung des gesellschaftlichen Zusammenhalts haben, betont jedoch die notwendige Eigeninitiative der Akteure.
Online Social Networks, Nachbarschaftshilfe, Sozialkapital, nebenan.de, Coronapandemie, digitale Vernetzung, Qualitative Sozialforschung, Beziehungsgeflecht, Soziales Miteinander, Grounded Theory, Nutzerverhalten, Gemeinschaftsbildung, significant ties, Vertrauen, Nachbarschaft.
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