Bachelorarbeit, 2023
170 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
1.1. Problemstellung
1.2. Forschungsfrage und Zielsetzung
1.3. Abgrenzung
1.4. Aufbau der Arbeit
2. Theoretische Grundlagen
2.1. Schadsoftware
2.1.1. Taxonomie und Aufbau von Schadsoftware
2.1.2. Erkennung von Schadsoftware
2.1.3. Verschleierung von Schadsoftware
2.2. Maschinelles Lernen im Kontext der Schadsoftware-Erkennung
2.2.1. Überblick
2.2.2. Umgehung von ML-basierten Erkennungssystemen
2.3. Generative Adversariale Netzwerke
2.3.1. Künstliche Neuronale Netze
2.3.2. Grundlagen und Funktionsweise von GAN’s
3. Methodisches Vorgehen
3.1. Qualitative Forschung
3.2. Erarbeitung des Forschungsstandes mittels Literaturrecherche
3.3. Datenerhebung mittels Expertenbefragungen
3.3.1. Entwicklung des Befragungsleitfadens
3.3.2. Auswahl der zu befragenden Experten
3.3.3. Aufbereitung der erhobenen Daten
4. Literaturrecherche zum aktuellen Forschungsstand
4.1. Offensive Verwendung von GAN’s
4.2. Defensive Verwendung von GAN’s
4.3. Hypothesenaufstellung
5. Evaluation der Untersuchungsergebnisse
5.1. Überprüfung der Hypothesen
5.2. Beantwortung der Forschungsfrage
5.2.1. Nutzungsapotenziale durch den Einsatz von GANs
5.2.2. Herausforderungen beim Einsatz von GANs
5.2.3. Einfluss von GANs auf Entwicklungen und Strategien bei der Schadsoftware-Erkennung
6. Diskussion und Limitationen der Untersuchungsergebnisse
7. Fazit und Ausblick
A. Anhang
A.1. Signaturbasierte Erkennungssysteme
A.2. Verhaltensbasierte Erkennungssysteme
A.3. Hybride Erkennungssysteme
A.4. Leitfaden zur Expertenbefragung
A.5. Transkripte der Befragungen
A.6. Hierarchie des Kategoriesystems
A.7. Kategorisierung der relevanten Textsegmente
A.8. Kausalbeziehungen der Textsegmente
Diese Bachelorarbeit untersucht den Einfluss generativer Modelle – speziell Generativer Adversarialer Netzwerke (GANs) – auf die Erkennung von Schadsoftware. Das primäre Ziel ist es, in einem noch jungen Forschungsfeld die Potenziale und Herausforderungen dieser Technologie für Sicherheitslösungen zu identifizieren und zu eruieren, wie sie sowohl offensiv zur Umgehung als auch defensiv zur Verbesserung von Schutzmechanismen eingesetzt werden kann.
2.2.2. Umgehung von ML-basierten Erkennungssystemen
Umgehungsangriffe sind Manipulationsversuche, die während der Testphase und ohne Veränderung eines ML-Klassifikators durchgeführt werden, bei denen ein Angreifer darauf abzielt, mit manipulierten Eingabedaten einen Klassifizierungsfehler zu erzeugen (vgl. Muñoz-González und Lupu 2019, S. 67). Diese manipulierten Eingabedaten werden auch als adversariale Beispiele bezeichnet (vgl. I. J. Goodfellow, Shlens und Szegedy 2014, S. 1). Dabei werden bestimmte Bereiche des Merkmalsraums eines ML-Modells ausgenutzt, um im Falle der Schadsoftware-Erkennung eine Fehlklassifizierung zu erzeugen, die Schadprogramme als gutartig einstuft (vgl. Anderson 2017, S. 1). Es wird zwischen zwei verschiedenen Szenarien unterschieden (vgl. Muñoz-González und Lupu 2019, S. 67):
Das Ausnutzen von Bereichen des Merkmalsraums, deren Punkte sich deutlich von denen unterscheiden, die während des Trainings des ML-Algorithmus verwendet wurden. Diese Angriffe können jedoch leicht durch eine Datenvorfilterung oder durch die Erkennung von Ausreißern abgewehrt werden.
Das Ausnutzen von Bereichen des Merkmalsraums, für die sich die erlernte Entscheidungsgrenze von der realen, jedoch unbekannten Entscheidungsgrenze unterscheidet, welche die Klassen optimal voneinander trennt. Diese Möglichkeit besteht, da die Anzahl der zum Trainieren des ML-Algorithmus verwendeten Merkmale endlich ist oder das jeweilige Klassifizierungsproblem zu komplex ist.
1. Einleitung: Definiert die Problemstellung durch zunehmende Schadsoftware-Varianten und führt die Forschungsfrage zu GANs als Werkzeug zur Erkennungsverbesserung oder -umgehung ein.
2. Theoretische Grundlagen: Vermittelt technisches Basiswissen zu Schadsoftware, klassischen Erkennungsverfahren, maschinellem Lernen und der Funktionsweise von GANs.
3. Methodisches Vorgehen: Beschreibt die Wahl der qualitativen Forschungsmethode, hier leitfadengestützte Expertenbefragungen, und die Verfahren zur Datenauswertung.
4. Literaturrecherche zum aktuellen Forschungsstand: Gibt einen fundierten Überblick über den Stand der Forschung zu offensiven und defensiven GAN-Anwendungen.
5. Evaluation der Untersuchungsergebnisse: Analysiert die Expertenmeinungen, überprüft die aufgestellten Hypothesen und beantwortet die Forschungsfrage systematisch.
6. Diskussion und Limitationen der Untersuchungsergebnisse: Kritische Reflexion der Ergebnisse vor dem Hintergrund realer Industriestandards und theoretischer Schwachstellen.
7. Fazit und Ausblick: Fasst die Kernerkenntnisse zusammen und bewertet die zukünftige Relevanz von GANs als Hilfsmittel in der IT-Sicherheit.
Schadsoftware, Malicious Software, GAN, Generative Adversarial Networks, Maschinelles Lernen, IT-Sicherheit, Schadsoftware-Erkennung, Umgehungsangriffe, Adversarial Training, Expertengespräche, Qualitative Studie, Modellverschleierung, Datensynthese, Bedrohungsmodell, Klassifizierungsgenauigkeit.
Die Arbeit analysiert, inwieweit Generative Adversariale Netzwerke (GANs) als technologische Neuerung das Feld der Erkennung von Schadsoftware beeinflussen können.
Die Schwerpunkte liegen auf den Potenzialen und Herausforderungen von GANs, sowohl aus einer offensiven Perspektive (Schadsoftware-Umgehung) als auch aus einer defensiven (Erkennungsoptimierung).
Die zentrale Forschungsfrage lautet: „Inwieweit hat der Einsatz von GANs Einfluss auf die Entwicklung von Systemen und Strategien, die zur Erkennung von Schadsoftware genutzt werden?“
Die Arbeit stützt sich auf eine qualitative Forschungsmethodik, bestehend aus einer Literaturrecherche und leitfadengestützten Experteninterviews.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, den aktuellen Forschungsstand, eine detaillierte Auswertung der Experteninterviews sowie eine kritische Diskussion der Ergebnisse.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Schadsoftware-Erkennung, GAN, Machine Learning, IT-Sicherheit, Adversarial Attacks und datenbasierte Sicherheitslösungen.
Nach Ansicht der befragten Experten ist dies aktuell eher schwer umzusetzen, da die Generierung voll funktionsfähiger Binärdateien mit GANs technisch äußerst komplex und ressourcenintensiv ist.
Nein. Die Experten stufen eine kriminelle Nutzung von GANs aktuell als wenig wirtschaftliche oder erfolgversprechende Methode ein, verglichen mit etablierten Angriffsmustern.
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