Bachelorarbeit, 2021
44 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Veränderung Altersstruktur
2.1. Geburtenrate
2.2. Lebenserwartung
2.3. Demographischen Wandel
3. Familienformen im Wandel
3.1. Historischer Hintergrund
3.2. Pluralisierung der Lebensformen
3.3. Destabilisierung und Deinstitutionalisierung der bürgerlichen Kleinfamilie
3.4. Stellenwert der Familie heutzutage
3.4.1.Gemischtgeschlechtliche Paare
3.4.2.Gleichgeschlechtliche Paare
3.4.3.Alleinerziehende
3.4.4.Alleinstehende
3.4.5.Alleinlebende
4. Eheschließungen
4.1. Rechtliche Definition
4.1.1.Gleichgeschlechtliche Ehe und eingetragene Lebenspartnerschaft
4.2. Verlauf Eheschließungen in Deutschland
5. Scheidung
5.1. Rechtliche Definition
5.2. Scheidung als Prozess
5.3. Verlauf Scheidungsniveau in Deutschland
6. Gründe und Risiken für Scheidungen in Deutschland
6.1. Eigendynamik der Scheidungsentwicklung
6.2. Sozio-demographische Analysen des Scheidungsrisikos
6.3. Soziologische Theorien
6.3.1.Theorie der Individualisierung
6.3.2.Theorie der sozialen Differenzierung
6.3.3.Theorie der Rationalisierung
6.3.4.Erklärungsansätze für den Wandel der Familie anhand der Individualisierungstheorie
6.3.5.Erklärungsansätze für den Wandel der Familie anhand der sozialen Differenzierungstheorie
6.3.6.Erklärungsansätze für den Wandel der Familie anhand der Rational-Choice-Theorie
7. Bewältigung von Trennungen und Ehescheidungen
8. Exkurs: Scheidung als Entwicklungsrisiko für das Kind
8.1. Mögliche Folgen für das Kind
9. Folge-Ehe und nacheheliche Partnerschaften
9.1. Begründungen für eine Wiederheirat und nacheheliche Partnerschaft
9.2. Scheidungsrisiko bei Folge-Ehen
10. Fazit
Die Bachelor-Thesis untersucht den Wandel der Familienformen in Deutschland, analysiert die Ursachen für die steigende Scheidungsquote und beleuchtet die damit verbundenen Risiken sowie Bewältigungsstrategien im Kontext moderner soziologischer Theorien.
1. Einleitung
Der Wandel der Familie wird bereits seit Jahrhunderten von Menschen analysiert, beobachtet und bewertet. Familie begleitet uns alle – auf die ein oder andere Weise – ein Leben lang und erscheint uns somit allgegenwärtig. Dementsprechend ordnen unterschiedliche Autor:innen und Wissenschaftler:innen den familialen Wandel differenziert ein. Peuckert zeigt auf, dass wir uns laut zahlreicher Aussagen einerseits in einem Zeitalter der Krise der Familie befinden, wenn wir nicht sogar schon beim „Tod der Familie“ (Peuckert 2019: 1) angekommen sind, während andere Sichtweisen die „Kontinuität und Stabilität der Familie“ (ebd.) betonen.
Die Funktionen und Formen der Familie haben sich im Laufe der Zeit gewandelt. Auch wenn es bereits vor der Industrialisierung eine Vielfalt an Lebensformen gab, galt immer ein Familienmodell als Norm, was sich hin zu einer Pluralisierung der Lebensformen verändert hat. Dementsprechend meint Familie heute nicht mehr nur das klassische Modell einer Ehe zwischen Mann und Frau mit leiblichen Kindern, sondern ist deutlich offener geworden. Trennungen und Scheidungen, sowie das Zusammenleben in nichteheliche Partnerschaften gehören zur Normalität. Manche empfinden die Scheidungen sogar als so präsent, dass sie sie als Massenphänomen bezeichnen. Doch was bedeutet das für die Ehe, die Zweisamkeit und die Liebe? Lange waren diese Begriffe fest miteinander verknüpft – kann also eine nichteheliche Beziehung von selber Bedeutung sein?
Diese Arbeit beschäftigt sich mit eben dieser Fragestellung, wozu der Wandel der Familienformen dargestellt und sich darauf konzentriert wird, welche Gründe und Risiken in Deutschland für eine Scheidung oder Trennung sprechen bzw. bestehen.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik des familialen Wandels ein und umreißt die Fragestellung bezüglich der Gründe und Risiken von Scheidungen in Deutschland im Kontext soziologischer Modernisierungstheorien.
2. Veränderung Altersstruktur: Dieses Kapitel erläutert den demographischen Wandel durch eine Analyse der Geburtenraten und der steigenden Lebenserwartung in Deutschland.
3. Familienformen im Wandel: Es wird der historische Übergang von der traditionellen Kleinfamilie hin zu einer pluralisierten Gesellschaft mit verschiedensten Lebensmodellen dargestellt.
4. Eheschließungen: Dieses Kapitel definiert die Ehe rechtlich und analysiert den statistischen Rückgang der Eheschließungen in Deutschland über die letzten Jahrzehnte.
5. Scheidung: Hier werden die rechtliche Definition der Scheidung sowie die verschiedenen emotionalen und ökonomischen Stationen des Scheidungsprozesses erläutert.
6. Gründe und Risiken für Scheidungen in Deutschland: Es werden soziologische Theorien und demographische Faktoren vorgestellt, die erklären, warum Scheidungen zunehmen und welche Mechanismen Paare destabilisieren können.
7. Bewältigung von Trennungen und Ehescheidungen: Das Kapitel behandelt die ökonomischen sowie psychischen Belastungen von Trennungsprozessen und deren unterschiedliche Verarbeitung durch die Geschlechter.
8. Exkurs: Scheidung als Entwicklungsrisiko für das Kind: Hier werden die altersspezifischen Reaktionen und langfristigen Folgen für Kinder aus Scheidungsfamilien erörtert.
9. Folge-Ehe und nacheheliche Partnerschaften: Es wird untersucht, unter welchen Voraussetzungen Geschiedene neue Partnerschaften eingehen und welche Faktoren hierbei das erneute Scheidungsrisiko beeinflussen.
10. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass die Ehe zwar nicht als Modell verschwunden, aber ihre Notwendigkeit für ein glückliches Leben durch alternative Lebensformen stark relativiert wurde.
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Der Fokus liegt auf dem Wandel der Familien- und Ehemodelle in Deutschland und der damit verbundenen Entwicklung der Scheidungszahlen.
Zentral sind der demographische Wandel, die Pluralisierung von Lebensstilen, die soziologische Einordnung des Ehemodells sowie die Folgen und Risikofaktoren von Scheidungen.
Ziel ist es, die Gründe für den Rückgang klassischer Ehen und den Anstieg von Trennungen auf Basis soziologischer und sozio-demographischer Erklärungsmodelle zu verstehen.
Die Arbeit nutzt eine literaturbasierte Analyse soziologischer Theorien der Modernisierung (Individualisierung, Differenzierung, Rationalisierung) sowie statistische Daten des Mikrozensus.
Der Hauptteil analysiert die Eigendynamik der Scheidungsentwicklung, sozio-demographische Risikofaktoren und theoretische Ansätze zur Erklärung des Wandels.
Die Arbeit lässt sich primär mit Begriffen wie "Familienwandel", "Individualisierung" und "Scheidungssoziologie" umschreiben.
Sie dient als essentielles Erklärungsmodell für den Zuwachs an Wahlmöglichkeiten und die damit einhergehende Instabilität moderner Partnerschaften.
Sie deutet darauf hin, dass Individuen heute bewusster heiraten und die Erwartungen an Partnerschaften durch die bereits gesammelten Erfahrungen aus Vorbeziehungen realistischer geworden sind.
Die wachsende ökonomische Unabhängigkeit und der Wunsch nach Selbstverwirklichung der Frau führen dazu, dass unglückliche Ehen seltener aufrechterhalten werden.
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