Masterarbeit, 2022
97 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Motivation
1.2 Marktvolumen
1.3 Aufbau
2 Mandatory Convertibles
2.1 Grundlagen
2.1.1 Convertibles
2.1.2 Ursprung und Definition von Mandatory Convertibles
2.1.3 Arten
2.2 Charakteristika von Mandatory Convertibles
2.2.1 Bewertung
2.2.2 Umwandlungsverhältnis
2.2.3 Eigenkapitalquote
2.3 Vor- und Nachteile
2.3.1 Aus Sicht der Emittenten
2.3.2 Aus Sicht der Anleger
2.4 Literaturüberblick
2.4.1 Asymmetrische Informationen
2.4.2 Financial Distress-Kosten
2.4.3 Werteffekte von Mandatory Convertibles
3 Untersuchungsmethodik der Ereignisstudie
3.1 Ursprung
3.2 Grundlagen
3.2.1 Kapitalmarkteffizienztheorie
3.2.2 Abnormale Renditen
3.3 Aufbau
3.4 Schätzmodelle zur Berechnung der abnormalen Renditen
3.4.1 Modell der mittelwertbereinigten Renditen
3.4.2 Modell der marktbereinigten Renditen
3.4.3 Marktmodell
3.4.4 Capital Asset Pricing Model
3.4.5 Multifaktorenmodelle
3.5 Wahl des Vergleichsindex
3.6 Aggregation abnormaler Renditen
3.7 Statistische Signifikanz
3.7.1 Cross-sectional t-Test
3.7.2 BMP-Test
3.7.3 Rangtest nach Corrado
3.7.4 Vorzeichenrangtest nach Wilcoxon
3.8 Multivariate Regressionsanalyse
3.8.1 Grundlagen
3.8.2 Modell
3.9 Problembereiche
3.9.1 Festlegung des Ereigniszeitpunktes
3.9.2 Überlappende Ereignisse
3.9.3 Illiquide Aktien
4 Datensatz
4.1 Datenerhebung
4.2 Datenbereinigung
4.3 Finaler Datensatz
5 Empirische Untersuchung der Werteffekte von Mandatory Convertibles
5.1 Ergebnisse der Ereignisstudie
5.2 Univariate Analyse
5.2.1 USA vs. Europa
5.2.2 Rating
5.2.3 Branche
5.2.4 Mandatory Convertibles mit endlicher Laufzeit
5.3 Ergebnisse der multivariaten Regressionsanalyse
6 Zusammenfassung und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die Kursreaktionen von Unternehmen bei der Ankündigung von Mandatory Convertibles im Zeitraum von 2010 bis 2021 unter Verwendung einer Ereignisstudienmethode, um signifikante Werteffekte und potenzielle Einflussfaktoren zu identifizieren.
1.1 Motivation
Das in der Kapitalmarktforschung wohl meistdiskutierte Thema ist die Suche nach der optimalen Kapitalstruktur für Unternehmen. Eine der bekanntesten Theorien, die sich mit der optimalen Kapitalstruktur von Unternehmen beschäftigt, ist die von Modigliani und Miller im Jahre 1958. Nach der Theorie von Modigliani und Miller (1958) hat die gewählte Kapitalstruktur des Unternehmens keinen Einfluss auf den Unternehmenswert. Dabei wird ein vollkommener Kapitalmarkt ohne Informations- oder Steuerkosten unterstellt. Demgemäß haben Eigenkapitalemissionen, Fremdkapitalemissionen oder die Emission von hybriden Instrumenten keinen Einfluss auf den Unternehmenswert. Doch gibt es viele empirische Studien und theoretische Ansätze in der Literatur, die die Marktunvollkommenheiten analysieren und zeigen, dass besagte Emissionstypen den Unternehmenswert beeinflussen können.
Nach der Pecking-Order-Theorie von Myers und Majluf (1983) sind die verschiedenen Emissionstypen mit unterschiedlichen Signalwirkungen verbunden, die den Aktienkurs des Unternehmens beeinflussen. Bei der Pecking-Order-Theorie wird eine Rangordnung bezüglich der Kapitalaufnahme angenommen, bei der Unternehmen für Projekte zuerst auf eine Innenfinanzierung zurückgreifen, wenn das die Erträge ermöglichen. Als zweites Mittel wird auf Fremdkapitalemissionen und als letztes Mittel auf Eigenkapitalemissionen zurückgegriffen. Nach dieser Rangordnung stellen Eigenkapitalemissionen ein risikoreiches Mittel zur Kapitalaufnahme dar und senden demnach ein negatives Signal an Aktionäre. Eckbo (1986) und Shyam-Sunder (1991) stellten bspw. fest, dass Aktienemissionen mit negativeren Werteffekten verbunden sind als Fremdkapitalemissionen. Zudem weisen hybride Finanzierungsinstrumente, ihrem Charakter entsprechend, Werteffekte zwischen diesen beiden Emissionstypen auf.
1 Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die Motivation der Untersuchung von Mandatory Convertibles, stellt deren Marktvolumen dar und gibt einen Überblick über den Aufbau der Arbeit.
2 Mandatory Convertibles: Hier werden die Grundlagen, Charakteristika, Vor- und Nachteile sowie ein Literaturüberblick zu Mandatory Convertibles präsentiert, um das Finanzierungsinstrument theoretisch einzuordnen.
3 Untersuchungsmethodik der Ereignisstudie: In diesem Teil werden der theoretische Hintergrund und der methodische Ansatz der Ereignisstudie, inklusive Schätzmodelle und Signifikanztests, detailliert beschrieben.
4 Datensatz: Dieses Kapitel beschreibt den Prozess der Datenerhebung aus der Thomson Reuters Datenbank, die durchgeführte Datenbereinigung und präsentiert den finalen Datensatz.
5 Empirische Untersuchung der Werteffekte von Mandatory Convertibles: Hier werden die Ergebnisse der Ereignisstudie sowie die univariaten Analysen und multivariaten Regressionsergebnisse vorgestellt und hinsichtlich der Forschungsfragen interpretiert.
6 Zusammenfassung und Ausblick: Das Fazit fasst die wesentlichen Ergebnisse der Arbeit zusammen und gibt einen Ausblick auf zukünftige Forschungsmöglichkeiten im Bereich der Mandatory Convertibles.
Mandatory Convertibles, Ereignisstudie, Kapitalstruktur, Aktienkursreaktionen, Werteffekte, Agency-Kosten, Financial Distress, Pecking-Order-Theorie, multivariate Regressionsanalyse, Marktvolumen, Signalwirkung, Finanzierungsinstrumente, abnormaler Renditen, Kapitalmarkteffizienz, Unternehmenswert.
Die Arbeit untersucht die Auswirkungen auf den Aktienkurs von Unternehmen, die die Emission von Mandatory Convertibles ankündigen.
Themen sind die optimale Kapitalstruktur, asymmetrische Informationen, die Auswirkungen verschiedener Finanzierungsinstrumente und die empirische Bewertung von Kursreaktionen nahe des Ankündigungstermins.
Ziel ist es, Mandatory Convertibles im Detail zu beschreiben, ihre Emissionsgründe zu analysieren und zu untersuchen, welche Werteffekte durch deren Emission entstehen und welche Faktoren diese beeinflussen.
Die Arbeit nutzt die Methodik der Ereignisstudie, ergänzt durch univariate Analysen von Untergruppen und eine multivariate Regressionsanalyse zur Identifizierung von Einflussfaktoren.
Im Hauptteil werden nach einer theoretischen Fundierung die Untersuchungsmethodik, die Datenerhebung der 218 untersuchten Mandatory Convertibles sowie die empirischen Ergebnisse der Ereignisstudien und Regressionen detailliert dargelegt.
Wichtige Schlagworte sind Mandatory Convertibles, Ereignisstudie, Kursreaktionen, Financial Distress, Agency-Kosten und Kapitalstrukturoptimierung.
Die Analyse zeigt, dass in den USA begebene Mandatory Convertibles tendenziell negativere Aktienkursreaktionen hervorrufen als in Europa begebene Instrumente.
Unternehmen mit einem High Yield-Rating erfahren bei der Ankündigung einer Mandatory Convertible Emission signifikant negativere Werteffekte als Unternehmen mit einem Investment Grade-Rating.
Der Autor stellt fest, dass Perpetual-CoCos die ansonsten negativen Werteffekte bei der Ankündigung von Mandatory Convertibles dämpfen und im Durchschnitt sogar leicht positive Reaktionen zeigen können.
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