Diplomarbeit, 2009
123 Seiten, Note: 1.0
TEIL I: Einleitung
TEIL II: Grundlagentheorien des Journalismus und der Public Relations
1. Themen und Grenzen des Journalismus
1.1. Definitionsskizze Journalismus
1.2. Journalistische Rahmenbedingungen
1.3. Journalismus als Beruf
1.3.1.Journalismusgenres
1.3.1.1. Investigationsjournalismus
1.3.1.2. Interpretationsjournalismus
1.3.1.3. Informationsjournalismus
1.3.1.4. Boulevardjournalismus
1.4. Aufgaben und Anforderungen
1.4.1.Journalistische Kompetenzen
1.4.1.1. Fachkompetenz
1.4.1.2. Sachkompetenz
1.4.1.3. Vermittlungskompetenz
1.4.1.4. Technikkompetenz
1.4.1.5. Organisationskompetenz
1.4.2.Journalistisches „Handwerk“
1.4.2.1. Informationsquellen
1.4.2.2. Die Recherche
1.4.2.2.1. Recherchegrundlagen
1.4.2.2.2. Methoden der intensiven Recherche
1.5. Journalistische Darstellungsweisen
1.5.1.Nachricht
1.5.2.Bericht
1.5.3.Reportage
1.5.4.Kommentar
1.6. Rechte und Pflichten des Journalismus
1.7. Fazit
2. Themen und Grenzen der PR
2.1. Definitionsskizze Public Relation
2.1.1.Begriffsabgrenzung
2.1.1.1. PR und Werbung
2.1.1.2. PR und Propaganda
2.1.1.3. PR und Marketing
2.1.1.4. Fazit
2.2. Public Relation als Beruf
2.2.1.Arbeitsweise der PR
2.2.1.1. PR-Prozess
2.2.1.2. PR-Instrumente
2.2.1.2.1. Pressearbeit
2.2.1.2.2. Die Pressemitteilung
2.2.1.2.3. Die Pressekonferenz
2.2.1.2.4. Das Pressegespräch
2.2.1.2.5. Kontakt mit Journalisten
2.2.1.3. Ausgesuchte PR-Instrumente
2.2.1.3.1. Produkt-PR
2.2.1.3.2. Sponsoring
2.2.1.3.3. Online-PR
2.2.2.Kompetenzanforderungen
2.3. Rechte und Pflichten der PR
2.4. Ethische Rahmenbedingungen: Journalismus und PR
2.4.1.Journalistische Ethik
2.4.2.Public Relation und Ethik
2.4.3.Fazit Ethik
2.5. Fazit und Exkurs: Unterschiede Journalismus und PR
TEIL III: Journalismus und Public Relations unter ökonomischen Aspekten
3. Medienökonomische Rahmenbedingungen
3.1. Was ist Medienökonomie?
3.2. Was ist ein Homo Oeconomicus?
3.3. Wertschöpfungsstruktur
3.4. Finanzierungsmodelle der Medienbranche
3.4.1.Rezipientenfinanzierung
3.4.2.Werbefinanzierng
3.4.3.Öffentlich-rechtliche Finanzierung
3.5. Ziele der verschiedenen Mediensysteme
3.5.1.Ökonomisches Prinzip
3.5.2.Produktivität
3.5.3.Wirtschaftlichkeit
3.5.4.Rentabilität und Gewinn
3.6. Der Markt
3.6.1.Marktformen
3.6.2.Marktzutritt und -barrieren
3.6.3.Marktanteil
3.7. Wettbewerb
3.7.1.Funktion und Ziel
3.7.2.Wettbewerbsformen
3.7.3.Konzentration und Verflechtungen
3.8. Absatz und Marketing
3.8.1.Absatzplanung
3.8.2.Absatzpolitische Instrumentarien
4. Auswirkung der Medienökonomie auf den Journalismus
4.1. Zunahme des Wettbewerbs
4.1.1.Allokative und produktive Effizienzzunahme der Medienproduktion
4.2. Technischer Fortschritt
4.3. Wandel der beruflichen Anforderungen des Journalismus
4.4. Fazit und Exkurs: Journalismus im Konflikt mit PR
Teil IV: Der Journalist als Homo Oeconomicus
5. Homo Oeconomicus vs. Homo Oeconomicus maturus
5.1. Anreize, knappe Ressourcen und eingeschränkte Rationalität
5.1.1.Anreize, Motive und Präferenzen
5.1.2.Knappe Ressourcen und eingeschränkte Rationalität
5.2. Verknüpfung von absatzpolitischen Interessen und redaktionellen Leistungen
TEIL V: Fazit
Die Arbeit analysiert den Einfluss absatzpolitischer Maßnahmen auf den Journalismus, insbesondere im Kontext von Öffentlichkeitsarbeit und medialer Ökonomisierung. Ziel ist es, die Forschungsfrage zu beantworten, inwieweit redaktionelle Leistungen mit Marktstrategien und PR-Interessen verknüpft sind, wobei das Modell des "Homo Oeconomicus" als theoretische Prämisse für das Handeln von Journalisten dient.
1.1. Definitionsskizze Journalismus
Wird vom „Journalismus“ gesprochen, bezeichnet dieser nicht die gesamte Wissenschaft an sich, sondern meist die ausführende Person, welche dem Journalismus angehört – den Journalisten. (vgl. Weischenberg, 2004, S. 40). Der Journalist ist eine Person, die all die Geschehnisse des Alltags objektiv filtert, für ein bestimmtes Medium entsprechend sachlich aufbereitet und darstellt. Der literarische Journalist Robert E. Prutz hat den Journalismus wie folgt definiert:
„Der Journalismus überhaupt, in seinen vielfachen Verzweigungen und der ergänzenden Mannigfaltigkeit seiner Organe, stellt sich als das Selbstgespräch dar, welches die Zeit über sich selber führt. Er ist die tägliche Selbstkritik, welcher die Zeit ihren eigenen Inhalt unterwirft; das Tagebuch gleichsam, in welches sie ihre laufende Geschichte in unmittelbaren, augenblicklichen Notizen einträgt.“ (Prutz, 1971, S. 7)
Prutz versteht den Journalismus als ein Zeitgespräch unserer Gesellschaft, als Sprachrohr für die Öffentlichkeit und dessen Kritik an sich selbst, welche in kleinen Fragmenten Tag für Tag zusammengetragen werden. Woher stammt das Wort „Journalismus“ und was bedeutet es?
1. Themen und Grenzen des Journalismus: Dieses Kapitel definiert Journalismus, beleuchtet journalistische Kompetenzen und Handwerk sowie die verschiedenen Genres wie Investigations- oder Boulevardjournalismus.
2. Themen und Grenzen der PR: Hier werden die Grundlagentheorien der Public Relations dargelegt, eine Abgrenzung zu Marketing und Werbung vorgenommen und die Instrumente der PR sowie ethische Rahmenbedingungen analysiert.
3. Medienökonomische Rahmenbedingungen: Dieses Kapitel behandelt die wirtschaftlichen Grundlagen von Medienunternehmen, einschließlich Finanzierungsmodellen, Märkten und Wettbewerb sowie das ökonomische Prinzip.
4. Auswirkung der Medienökonomie auf den Journalismus: Hier wird der Einfluss von Wettbewerbsdruck und technischem Fortschritt auf die journalistischen Anforderungen und die Arbeitsweise in Redaktionen untersucht.
5. Homo Oeconomicus vs. Homo Oeconomicus maturus: Dieses Kapitel analysiert das Verhalten von Journalisten anhand ökonomischer Theorien, erweitert um das Modell des Homo Oeconomicus maturus, um die Verknüpfung von ökonomischem Eigeninteresse und redaktioneller Tätigkeit zu beleuchten.
Journalismus, Public Relations, Medienökonomie, Homo Oeconomicus, Öffentlichkeitsarbeit, Pressearbeit, Medienwettbewerb, journalistische Ethik, Quotenjagd, ökonomisches Prinzip, Recherche, Medienkonvergenz, Informationsgesellschaft, Journalistische Kompetenz, Interessenverknüpfung
Die Diplomarbeit untersucht den Einfluss von Public Relations und ökonomischen Interessen auf die journalistische Berichterstattung.
Zentrale Themen sind die Abgrenzung von Journalismus und PR, die medienökonomischen Rahmenbedingungen sowie das Menschenbild des Journalisten als rationaler Akteur.
Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, inwieweit redaktionelle Inhalte durch absatzpolitische Interessen und Wettbewerbsstrategien beeinflusst werden.
Die Arbeit nutzt eine theoretische Fundierung durch Literaturanalyse und die Anwendung des Modells des "Homo Oeconomicus" auf die journalistische Berufsgruppe.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen des Journalismus, der Public Relations, medienökonomische Rahmenbedingungen sowie die kritische Analyse des Journalisten als Homo Oeconomicus.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Medienökonomie, journalistische Ethik, Öffentlichkeitsarbeit und die ökonomische Nutzung von Medienressourcen charakterisiert.
Der klassische Homo Oeconomicus strebt isoliert nach rein materiellem Nutzen, während der maturus-Ansatz den Menschen als soziales Wesen in einem komplexen Geflecht aus Werten und Umweltbeziehungen betrachtet.
Zeitdruck führt laut der Autorin dazu, dass Journalisten oft auf PR-Materialien angewiesen sind, was die Trennung zwischen objektivem Journalismus und PR zunehmend verwischt.
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