Masterarbeit, 2009
131 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Genossenschaften und genossenschaftliche Selbsthilfe
2.1 Begriffsbestimmungen von Genossenschaft und Sozialgenossenschaft
2.2 Genossenschaftsverständnis in Deutschland und Europa
2.3 Wesensmerkmale genossenschaftlichen Handelns
2.4 Sozialgenossenschaftliche Typologie
2.4.1 Sozialgenossenschaftliche Organisationstypen
2.4.2 Sozialgenossenschaftliche Teilgruppen
2.4.3 Multi-Stakeholder-Genossenschaften
2.5 Politische und gesetzliche Rahmenbedingungen für Genossenschaften
2.5.1 Empfehlungen und Rahmensetzung der Europäischen Union
2.5.2 Möglichkeiten und Hemmnisse für Sozialgenossenschaften nach der Novellierung des deutschen Genossenschaftsgesetzes
2.5.3 Rechtsformenvergleich e.V. – eG – GmbH
2.6 Herausforderungen an das Genossenschaftswesen in Deutschland
3 Transformation des Sozialstaates
3.1. Paradigma des „aktivierenden Staates“
3.2 Auswirkungen auf den Dritten Sektor
3.3 Modernisierungsprozesse in der Freien Wohlfahrtspflege
3.3.1 Neue Steuerung
3.3.2 Entkoppelungs- und Vermarktlichungsprozesse
4 Sozialgenossenschaften als Organisationsformen sozialer Dienste
4.1 Sozialgenossenschaften und Neue Steuerung
4.2 Sozialgenossenschaften – eine Antwort auf die Modernisierungserfordernisse der Freien Wohlfahrtspflege
4.3 Sozialgenossenschaften als Formen freiwilligen Engagements
4.3.1 Bürgerschaftliches Engagement
4.3.2 Selbsthilfe
4.3.3 Motive zum Beitritt und zur Mitarbeit in Sozialgenossenschaften
4.4 Anreize der Sozialgenossenschaft für Mitglieder
4.5 Sozialgenossenschaften als lokale Lösungsansätze
5 Zukunftsmodell Sozialgenossenschaft?
5.1 Mögliche Wirkungsbereiche und Zielgruppen
5.1.1 Ausbildung und Beschäftigung
5.1.2 Benachteiligte Stadtgebiete
5.1.3 Selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen
5.1.4 Selbstbestimmtes Leben im Alter
5.1.5 Familien mit Kinderbetreuungsbedarf
5.1.6 Integration und Bildung benachteiligter Jugendlicher
5.1.7 Existenzgründungen in sozialen Berufen
5.2 Rahmenbedingungen und Maßnahmen zur Etablierung von Sozialgenossenschaften im Dritten Sektor
6 Diskussion
Die Arbeit untersucht, inwiefern die Sozialgenossenschaft angesichts der Transformationsprozesse des Sozialstaates eine geeignete Organisationsform für die Gestaltung sozialer Dienste im Dritten Sektor sein kann und welche Rahmenbedingungen für deren Etablierung notwendig sind.
Sozialgenossenschaften als Organisationsformen sozialer Dienste
Sozialgenossenschaften verbinden – wie bereits dargestellt – wirtschaftliche und solidarische Leitbilder. Als wirtschaftlich tätige Organisationen werden sie an ihrer Fähigkeit zu effektivem und effizientem Haushalten gemessen. Über ihre genossenschaftlichen Wesensmerkmale stellen sie eine Form solidarischen Helfens dar und damit einen Kontrast zur Ökonomisierung sozialer Dienste.
Ausgehend von den dargestellten Transformationsprozessen, denen der Dritte Sektor unterworfen ist und den Befunden zu sozialgenossenschaftlichen Modellen, werden im Folgenden die Implikationen der Erkenntnisse für die Ausgestaltung sozialer Dienste durch Sozialgenossenschaften dargestellt. Dabei werden Möglichkeiten und Grenzen sozialgenossenschaftlichen Wirtschaftens im Kontext der Neuen Steuerung, der Transformationsprozesse der Wohlfahrtsverbände und eigenständiger zivilgesellschaftlicher Angebotsformen im Rahmen des freiwilligen Engagements in Beziehung gesetzt.
1 Einleitung: Einführung in die Thematik der Sozialgenossenschaft als neues Zukunftsmodell im Kontext der Transformation des deutschen Sozialstaates.
2 Genossenschaften und genossenschaftliche Selbsthilfe: Theoretische Grundlegung und Einordnung der Sozialgenossenschaft in den deutschen Kontext unter Berücksichtigung rechtlicher Rahmenbedingungen.
3 Transformation des Sozialstaates: Analyse der Veränderungen im Sozialstaat und deren Auswirkungen auf Organisationen des Dritten Sektors sowie die Modernisierungsprozesse der Freien Wohlfahrtspflege.
4 Sozialgenossenschaften als Organisationsformen sozialer Dienste: Diskussion der Eignung von Sozialgenossenschaften als innovative Organisationsformen zur Bewältigung der aktuellen Modernisierungsanforderungen.
5 Zukunftsmodell Sozialgenossenschaft?: Vorstellung konkreter Wirkungsbereiche und Zielgruppen für Sozialgenossenschaften sowie Erörterung notwendiger Rahmenbedingungen für deren Etablierung.
6 Diskussion: Synthese der Ergebnisse und Schlussfolgerungen für die Praxis und Forschung im Bereich des genossenschaftlichen Wirtschaftens.
Sozialgenossenschaft, Genossenschaftsgesetz, Dritter Sektor, Selbsthilfe, Transformation, Sozialmanagement, Bürgergesellschaft, Neue Steuerung, Wohlfahrtspflege, Gemeinwesenökonomie, Sozialpolitik, Solidarität, Demokratieprinzip, Förderprinzip, Identitätsprinzip.
Die Arbeit untersucht die Eignung und Tragfähigkeit der Sozialgenossenschaft als zukunftsorientierte Rechts- und Organisationsform für soziale Dienste im Dritten Sektor.
Die Schwerpunkte liegen auf den Prinzipien des Genossenschaftswesens, den Auswirkungen der Transformation des Sozialstaates (aktivierender Staat) und der Modernisierung der Freien Wohlfahrtspflege.
Das Ziel ist zu überprüfen, ob Sozialgenossenschaften angesichts des aktuellen Wandels im Sozialstaat ein tragfähiges Modell zur Gestaltung professioneller sozialer Dienste darstellen können.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Aufarbeitung und Analyse sozialwirtschaftlicher Wissensbestände sowie sozialwissenschaftlicher Theoriebefunde zu genossenschaftlichem Wirtschaften.
Der Hauptteil analysiert die Typologie von Sozialgenossenschaften, deren Anreizstrukturen für Mitglieder sowie deren Rolle als lokale Lösungsansätze im Spannungsfeld zwischen ökonomischem Druck und sozialen Ansprüchen.
Wichtige Begriffe sind Sozialgenossenschaft, Genossenschaftliche Selbsthilfe, Dritter Sektor, Aktivierender Staat und Neue Steuerung.
Während Verbände häufig korporatistisch strukturiert sind, zeichnet sich die Sozialgenossenschaft durch partizipative Demokratieprinzipien und eine stärkere Identitätsbindung zwischen Mitgliedern, Nutzern und Trägern aus.
Die Novellierung von 2006 ist zentral, da sie den Förderzweck der Genossenschaft auf soziale und kulturelle Belange ausweitete und somit die formale Grundlage für die breitere Anwendung im sozialen Bereich schuf.
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