Diplomarbeit, 2009
165 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
1.1. Problemstellung
1.2. Aufbau der Arbeit
2. Grundlagen
2.1. Lebenszykluskonzepte
2.1.1. Der klassische Produktlebenszyklus
2.1.2. Kritische Analyse
2.1.3. Der integrierte Produktlebenszyklus
2.1.4. Kritische Analyse
2.2. Life Cycle Costing (LCC)
2.2.1. Begriff und Definition
2.2.2. Besondere Merkmale
2.2.2.1. Grundsätzliche Ausrichtung
2.2.2.2. Periodenübergreifende Betrachtungsweise
2.2.2.3. Unterschiedliche Betrachtungsperspektiven
2.2.2.4. Sachliche Spezifizierung des Bezugsobjekts
2.2.2.4.1. Grundsätzliches
2.2.2.4.2. Produktsystematiken
2.2.2.4.3. Voraussetzungen für die Generierung eines neuen Produktlebenszyklus
2.2.3. Ziele und Elemente einer Life Cycle Costing-Analyse
3. Kosten und Erlöse im Life Cycle Costing
3.1. Kosten- und zahlungsorientierter Ansatz
3.2. Neue Kostenkategorien
3.2.1. Vorlauf-, Markt- und Nachlaufkosten
3.2.1.1. Kosten und Erlöse in der Vorlaufphase
3.2.1.2. Kosten und Erlöse in der Marktphase
3.2.1.3. Kosten und Erlöse in der Nachlaufphase
3.2.2. Anfangs- und Folgekosten sowie einmalige und wiederkehrende Kosten
3.3. Methoden einer Life Cycle Costing-Analyse
3.3.1. Anforderungen an Methoden einer Life Cycle Costing-Analyse und Gründe für den Einsatz dynamischer Investitionsrechenverfahren
3.3.2. Überblick über Methoden einer Life Cycle Costing-Analyse
3.3.2.1. Kapitalwertmethode
3.3.2.2. Interne Zinsfußmethode
3.3.2.3. Sensitivitätsanalyse
3.3.3. Kritische Analyse
3.3.3.1. Kapitalwertmethode
3.3.3.2. Interne Zinsfußmethode
3.3.3.3. Sensitivitätsanalyse
3.3.4. Fallbeispiel
3.4. Beeinflussung der Lebenszykluskosten und -erlöse
4. Kritische Würdigung des Life Cycle Costing
4.1. Chancen
4.2. Problemfelder
5. Total Productive Maintenance als besondere Einflussgröße des Life Cycle Costing
5.1. Definition und Ziele von Total Productive Maintenance (TPM)
5.2. Besondere Merkmale von Total Productive Maintenance (TPM)
5.3. Überblick über verschiedene TPM-Modelle
5.3.1. Das JIPM-Modell nach Nakajima
5.3.2. Das Säulen-Modell nach Al-Radhi und Heuer
5.3.3. Das TPEM-Modell nach Hartmann
5.4. Vergleich der Modelle
5.4.1. Anforderungen an ein TPM-Modell
5.4.2. Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Modelle
5.5. Kritische Analyse
6. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht das Life Cycle Costing (LCC) als Instrument des strategischen Kostenmanagements, um Kosten und Erlöse eines Produkts über dessen gesamten Lebenszyklus ganzheitlich zu planen, zu steuern und zu optimieren. Dabei liegt der Fokus insbesondere auf der methodischen Analyse sowie der Integration von Einflussgrößen wie Total Productive Maintenance, um langfristige Wettbewerbsvorteile zu sichern.
2.1.1. Der klassische Produktlebenszyklus
Erste Ansätze dieses Modells datieren aus der Zeit um 1950, als Dean Preisstrategien für einzelne Marktdurchdringungsphasen, d. h. für die Pionier- und Reifephase(n), entwickelte. Ab Mitte der 1960er Jahre fand es v. a. in der Marketinglehre Anwendung. Der Verlauf des Umsatzes bzw. Absatzes einer Produktart während seiner Gegenwart auf dem Markt wird dabei als Zyklus bezeichnet. Das Modell beruht auf zeitbezogenen Marktreaktionen. Mit Hilfe dieses absatztheoretischen Konzepts wird eine Beziehung zwischen der jeweiligen unternehmerischen Erfolgsgröße und der Zeit hergestellt. „Auf diese Art wird der ‚Lebensweg’ einer Produktart zwischen ihrer Einführung und dem Ausscheiden aus dem Markt in Verbindung mit der daraus abgeleiteten Erfolgsgröße dargestellt“.
Der klassische Produktlebenszyklus beschreibt und erklärt also die Entwicklung des Absatzes, Umsatzes bzw. des mit einem Produkt erwirtschafteten Gewinns vom Markteintritt des Produkts bis zur Rücknahme des Produkts vom Markt, d. h. der klassische Produktlebenszyklus stellt ausschließlich die sog. Marktphase dar, die mit dem Verkauf der ersten Produkteinheit beginnt und mit dem Verkauf der letzten Produkteinheit endet, d. h. eine neue Marktphase beginnt dann, wenn eine neue Produktart auf den Markt kommt. Daher kann der klassische Produktlebenszyklus auch als Marktzyklus bezeichnet werden. Der im Modell dargestellte Kurvenlauf kann darüber hinaus auch als die abgebildete Nachfrage bzw. Verbreitung einer Innovation durch Einzelpersonen bzw. Organisationen im Zeitverlauf bezeichnet werden.
1. Einleitung: Die Einleitung verdeutlicht die Relevanz des Life Cycle Costing vor dem Hintergrund globaler Wettbewerbsbedingungen und steigender Kosten über den gesamten Produktlebenszyklus.
2. Grundlagen: Dieses Kapitel führt in Lebenszykluskonzepte ein und differenziert zwischen dem klassischen und dem integrierten Produktlebenszyklus als Basis für das LCC-Konzept.
3. Kosten und Erlöse im Life Cycle Costing: Hier werden verschiedene Kosten- und Erlöskategorien sowie Ansätze (kosten- vs. zahlungsorientiert) vorgestellt und Methoden zur Analyse der Lebenszykluskosten diskutiert.
4. Kritische Würdigung des Life Cycle Costing: Es erfolgt eine kritische Auseinandersetzung mit den Chancen und Problemfeldern des LCC, insbesondere hinsichtlich der Prognosegenauigkeit und Verrechnungsschwierigkeiten.
5. Total Productive Maintenance als besondere Einflussgröße des Life Cycle Costing: Dieses Kapitel behandelt TPM als strategisches Instrument zur Steigerung der Anlageneffektivität und beleuchtet verschiedene TPM-Modelle und deren Einfluss auf die Lebenszykluskosten.
6. Fazit: Das Fazit fasst die Notwendigkeit des LCC als stetigen, interdisziplinären Prozess zusammen und unterstreicht die Bedeutung der ganzheitlichen Betrachtung für den unternehmerischen Erfolg.
Life Cycle Costing, LCC, Produktlebenszyklus, Kostenmanagement, Gesamtkosten, Total Productive Maintenance, TPM, Investitionsrechnung, Kostenbeeinflussung, Lebenszykluskosten, Amortisation, Strategische Produktplanung, Rentabilität, Kostenrechnung, Prozesskosten.
Die Diplomarbeit befasst sich mit der Kostenmanagementmethode Life Cycle Costing (LCC) und analysiert deren Merkmale sowie Methoden zur Planung und Steuerung von Kosten und Erlösen über den gesamten Lebenszyklus eines Produkts.
Zu den zentralen Themen gehören die Analyse von Produktlebenszyklen, die unterschiedlichen methodischen Ansätze des LCC, die Kategorisierung von Kosten und Erlösen sowie die Bedeutung von Total Productive Maintenance für die Lebenszykluskosten.
Das Hauptziel ist die Optimierung von Kosten, Leistung und Zeit bei Produktprojekten durch eine ganzheitliche Betrachtung über den gesamten Lebenszyklus hinweg.
Die Arbeit nutzt Ansätze der Investitionsrechnung, wie die Kapitalwert- und Annuitätenmethode, sowie Methoden zur Sensitivitätsanalyse, um die Wirtschaftlichkeit von Projekten zu bewerten.
Im Hauptteil werden neben den theoretischen Grundlagen der Lebenszykluskonzepte die konkreten Kosten- und Erlösstrukturen, Analysemethoden und die kritische Würdigung des LCC sowie die Rolle von TPM detailliert vorgestellt.
Die wichtigsten Schlagworte sind Life Cycle Costing, Lebenszykluskosten, Total Productive Maintenance, Kostenbeeinflussung und Investitionsrechnung.
TPM zielt auf die Maximierung der Anlageneffektivität und die Beseitigung von Verlustquellen ab, was direkt zur Minimierung der Lebenszykluskosten von Produktionsanlagen beiträgt.
Der zahlungsorientierte Ansatz ist vorteilhaft, da er die Verwendung dynamischer Investitionsrechenverfahren ermöglicht, die den Zeitwert des Geldes über den gesamten Lebenszyklus korrekt berücksichtigen.
Herausforderungen sind vor allem die hohe Unsicherheit bei der Schätzung zukünftiger Kosten und Erlöse sowie die Schwierigkeit, Vorlauf- und Nachlaufkosten verursachungsgerecht auf einzelne Produkte zu verrechnen.
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