Bachelorarbeit, 2020
41 Seiten, Note: 1,3
Medien / Kommunikation - Multimedia, Internet, neue Technologien
1. Einleitung
2. Forschungsfrage und wissenschaftliche Vorgehensweise
3. Perspektiven auf den Begriff „Vorbild“
3.1 Unterscheidung der Konzepte „Star“ und „Idol“
3.2 Entwicklungswissenschaftliche Perspektive
3.3 Psychologische Perspektive
3.4 Soziologische Perspektive
4. Medialer und medienpädagogischer Kontext
5. Mediale Vorbilder
6. Perspektiven auf den gesellschaftlichen Stellenwert von Leistungssportler*innen
6.1 Leistungssportler*innen-Vorbilder und relevante Faktoren
6.2 Medienpädagogisch relevante Aspekte aus dem Themenbereich Leistungssport
6.2.1 Übertragung sportwissenschaftlicher Erkenntnisse in medienpädagogischen Kontext
6.2.2 Konstruktion medialer Sportvorbilder
7. Integration der Erkenntnisse
8. Ausblick
9. Fazit
Diese Arbeit untersucht die medienpädagogischen Implikationen der Vorbildfunktion von Leistungssportler*innen für Jugendliche im digitalen Zeitalter. Ziel ist es, das Spannungsfeld zwischen sportwissenschaftlichen Befunden zum Image von Athleten und der tatsächlichen Bedeutung dieser medial konstruierten Vorbilder für die Identitätsfindung von Heranwachsenden aufzuzeigen.
6.2.2 Konstruktion medialer Sportvorbilder
Ein naheliegender Ansatz bei der Verzahnung der medialen und sportlichen Thematik betrifft die Analyse der Konstruktionsmuster bei der medialen Gestaltung eines medialen Vorbildes. Klein (2012) theorisiert umfassend die medialen Merkmale der Vorbilder und es ist dementsprechend naheliegend, Typologien aufzugreifen. Klein (2012) fasst vier Arten medialer Vorbilder in ihrer Ausarbeitung zusammen. Diese sind wie folgt:
- Vorbilder, deren Botschaften nach ihrem Tod durch die Medien verbreitet wurde (e.g. religiöse Vorbilder)
- Vorbilder, die durch ihre eigene Ambition erfolgreich geworden sind und die mediale Aufmerksamkeit in der Konsequenz auf sich zogen. Dieser Kategorie können Leistungssportler*innen zugeordnet werden
- Vorbilder, die solche postmortem wurden. Sie wurden „ohne eigenes Zutun zum Vorbild“, d.h. ausschließlich medial konstruiert
- Vorbilder, die nach konkreten Mustern erzeugt wurden, e.g. Boy bands, hübsche Sängerinnen (ebd., S.25 ff.).
Obwohl der zweite, dritte und vierte Typ sich größtenteils mit dem Konzept von Idol überschneiden, argumentiert die Forscherin, dass ein mediales Vorbild zeitgleich als Idol fungieren kann. Diese Unterscheidung sei allerdings subjektiv und wird von der aktuellen Lebensphase und Ansicht des Nachahmenden.
1. Einleitung: Beschreibt den Relevanzkontext der Digitalisierung und Mediatisierung für Jugendliche sowie die steigende Bedeutung von Medien als Sozialisationsinstanz.
2. Forschungsfrage und wissenschaftliche Vorgehensweise: Definiert die untersuchten Forschungsfragen und erörtert den gewählten interdisziplinären Forschungsansatz.
3. Perspektiven auf den Begriff „Vorbild“: Beleuchtet den Vorbildbegriff aus entwicklungspsychologischer, psychologischer und soziologischer Sicht und grenzt diesen von „Star“ und „Idol“ ab.
4. Medialer und medienpädagogischer Kontext: Analysiert den direkten Einfluss medialer Kontexte auf Sozialisationsprozesse vor dem Hintergrund der Mediatisierung.
5. Mediale Vorbilder: Definiert den Begriff des medialen Vorbilds und stellt ein Phasenmodell der Vorbildkompetenz vor.
6. Perspektiven auf den gesellschaftlichen Stellenwert von Leistungssportler*innen: Dekonstruiert populäre Annahmen über Sportler als automatische Moralvermittler und untersucht Konstruktionsmuster in der Sportberichterstattung.
7. Integration der Erkenntnisse: Verknüpft die theoretischen Ansätze mit den empirischen Befunden zur Vorbildfunktion im Leistungssport.
8. Ausblick: Identifiziert offene Forschungsaspekte, wie etwa die parasoziale Interaktion oder die Sexualisierung im Sport.
9. Fazit: Führt die zentralen Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit medienpädagogischer Sensibilisierung im sportlichen Kontext.
Medienpädagogik, Sozialisation, Mediatisierung, Leistungssport, Vorbildfunktion, Jugendliche, Medienkompetenz, soziale Medien, Instagram, Identitätsbildung, parasoziale Interaktion, mediale Konstruktion, Sportberichterstattung, Entwicklungsaufgaben, Modelllernen.
Die Arbeit analysiert die medienpädagogischen Implikationen der Vorbildfunktion von Leistungssportler*innen im Kontext der digitalen Lebenswelten von Jugendlichen.
Im Zentrum stehen die Mediatisierung des Alltags, die Identitätsentwicklung im Jugendalter sowie die mediale Konstruktion von Sportvorbildern.
Ziel ist es zu klären, wie Jugendliche Leistungssportler als mediale Vorbilder verarbeiten und welche pädagogischen Ansätze für eine kritische Auseinandersetzung notwendig sind.
Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Integration und interdisziplinäre Aufarbeitung bestehender Forschungsergebnisse aus Pädagogik, Psychologie, Soziologie und Sportwissenschaft.
Der Hauptteil widmet sich der Begriffsklärung, dem Modelllernen, der Mediatisierung sowie der kritischen Dekonstruktion von Stereotypen in der Sportberichterstattung.
Sie zeichnet sich durch die Verbindung von klassischen Theorien zur Vorbildwahl mit der modernen digitalen Realität (Social Media, insbesondere Instagram) aus.
Die Arbeit zeigt, dass Sportler oft in narrativen Mustern wie der „Vom Tellerwäscher-zum-Millionär-Story“ für mediale Zwecke von Journalisten und Unterhaltungsmedien inszeniert werden.
Diese Differenzierung ist zentral für die Medienpädagogik: Während beim Star eine passive Distanz herrscht, ermöglicht ein Vorbild identifizierbare Handlungsweisen, die zur Selbstreflexion anregen können.
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