Masterarbeit, 2023
165 Seiten, Note: 1,3
Jura - Zivilrecht / Handelsrecht, Gesellschaftsrecht, Kartellrecht, Wirtschaftsrecht
1 EINLEITUNG
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung
1.3 Aufbau der Arbeit
2 GRUNDLAGEN DES BÖRSENGANGS
2.1 Ziele des Börsengangs
2.2 Voraussetzungen des Börsengangs
2.2.1 Börsenreifekriterien
2.2.2 Börsenmärkte und Börsensegmente
2.2.2.1 Der Begriff der Börse
2.2.2.2 Börsenmärkte und -segmente in Deutschland
2.2.2.3 Börsenmärkte und -segmente in den USA
3 SPECIAL PURPOSE ACQUISITION COMPANIES
3.1 SPAC Life Cycle
3.1.1 Gründung der SPAC
3.1.2 SPAC IPO und Suche nach geeignetem Zielunternehmen
3.1.3 Durchführung oder Liquidation
3.1.4 De-SPAC
3.2 Vor- und Nachteile für verschiedene Stakeholder
3.2.1 Zielunternehmen
3.2.2 Initiatoren
3.2.3 Investoren
3.3 Bekannte Beispiele
4 VERGLEICH MIT WEITEREN KAPITALBESCHAFFUNGS-METHODEN
4.1 Initial Public Offering
4.2 Private Equity
5 RECHTLICHES KONSTRUKT IN EUROPA UND DEN USA
5.1 Ursprung der SPACs
5.2 Vergleich der Struktur in den USA und Europa
5.3 Regulatorische Problematik am Beispiel Deutschland
5.3.1 Gesellschaftsrechtliche Aspekte
5.3.1.1 Wahl der Rechtsform
5.3.1.2 Bindung des Gesellschaftsvermögens
5.3.1.3 Rückkauf eigener Aktien
5.3.2 Kapitalmarktrechtliche Aspekte
5.3.2.1 Börsensegmente für SPACs
5.3.2.2 Besonderheiten beim Wertpapierprospekt
5.3.2.3 Pflichtangebot nach dem WpÜG
5.4 Markttransparenz und Anlegerschutz
5.4.1 Interessenkonflikte
5.4.2 Börsenzulassungsprozess
5.4.3 Warnungen und Maßnahmen der Aufsichtsbehörden
5.5 Beurteilung der rechtlichen Hürden
6 AKTUELLER FORSCHUNGSSTAND
7 ZIELSETZUNG DER EMPIRISCHEN FORSCHUNG
8 METHODISCHES VORGEHEN
8.1 Forschungsmethode
8.2 Stichprobe
9 DURCHFÜHRUNG DER UNTERSUCHUNG
9.1 Erhebung und Aufbereitung der Daten
9.1.1 Datenerfassung und -management
9.1.2 Datenerhebung US-amerikanischer SPACs
9.1.3 Datenerfassung europäischer SPACs
9.1.4 Datenaufbereitung und -integration
9.1.4.1 Ergänzung der Datengrundlagen
9.1.4.2 Selektion und Bereinigung der Datengrundlagen
9.1.5 Erhebung und Darstellung der Aktienkurse
9.2 Statistische Analyse der Kurswerte
9.2.1 Vorbereitung der statistischen Analyse
9.2.2 Statistische Kennzahlen für US-amerikanische SPACs
9.2.3 Statistische Kennzahlen für europäische SPACs
9.2.4 Messung der Variabilität der Daten
9.2.5 Gruppierung von Aktienkursen
9.2.5.1 Auswirkung des Aktienkurses zur Ankündigung
9.2.5.2 Relevanz des Übernahmezeitpunkts
10 AUSWERTUNG UND INTERPRETATION DER DATEN
10.1 Prüfung der Hypothese H1
10.2 Prüfung der Hypothesen H2 und H3
10.3 Prüfung der Hypothesen H4 und H5
10.4 Prüfung der Hypothese H6
10.5 Beantwortung der Forschungsfrage
10.6 Einordnung in den Forschungskontext
11 DISKUSSION UND AUSBLICK
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die Wertentwicklung von US-amerikanischen und europäischen Special Purpose Acquisition Companies (SPACs) über den gesamten Lebenszyklus sowie nach dem Zusammenschluss (De-SPAC) empirisch zu untersuchen und zu vergleichen, um zu ergründen, ob diese als sinnvolle Anlagevehikel fungieren oder strukturelle Unterschiede in ihrer Popularität und Performance aufweisen.
3.1.1 Gründung der SPAC
Um einen Einblick geben zu können, wie sich das Konstrukt der SPAC am Kapitalmarkt verhält, soll nun zunächst einmal ihr allgemeiner Zweck und Aufbau beleuchtet werden.
Die SEC ordnet SPACs als Form der Blank Check Company ein und somit als „development stage company that has no specific business plan or purpose or has indicated that its business plan is to engage in a merger or acquisition with an unidentified company or companies, or other entity or person”. Unter einer SPAC versteht sich somit ein Unternehmen, das keine vorzeigbaren Ergebnisse aus operativer Geschäftstätigkeit hat und nur gegründet wird, um durch einen Börsengang Kapital zu sammeln und mit diesem ein anderes Unternehmen zu übernehmen oder mit ihm zu fusionieren.
Im Fokus der Gründung einer SPAC stehen die Initiatoren, auch Gründer oder Sponsoren genannt. Sie sind für die Gründung und den Aufbau der SPAC sowie die Durchführung des Börsengangs verantwortlich. Außerdem ist es ihre Aufgabe, potenzielle Anleger von der Investition in die SPAC zu überzeugen. Da SPACs über kein operatives Geschäft verfügen und somit keine vorzeigbaren Finanzen vorweisen können, sind die Initiatoren der einzige Richtwert, an dem Investoren die Attraktivität der Anlage beurteilen können. Aus diesem Grund ist es von entscheidender Bedeutung für den Erfolg der SPAC, dass die Initiatoren einen guten Ruf haben und in der Vergangenheit besondere Erfolge in ihrer Branche erzielen konnten. Dadurch können sie umfangreiches Fachwissen in ihrem Bereich anbieten und sind in der Lage, ein geeignetes Zielunternehmen zum Erwerb zu einem angemessenen Preis ausfindig zu machen, wodurch die Investoren wiederum eine höhere Rendite erzielen. Informationen über die Initiatoren werden im Wertpapierprospekt veröffentlicht. Unter anderem werden dort Angaben zu ihrer Ausbildung und Qualifikationen und weiteren relevanten Punkten aus deren Lebenslauf sowie über die frühere Zusammenarbeit mit Unternehmen, deren Branchenschwerpunkt mit der SPAC verbunden ist, gemacht.
1 EINLEITUNG: Definiert die Problemstellung des „SPAC-Booms“ und leitet die Forschungsfragen zur Wertentwicklung und regulatorischen Situation in den USA und Europa her.
2 GRUNDLAGEN DES BÖRSENGANGS: Erläutert die Beweggründe für Börsengänge sowie die formalen und wirtschaftlichen Anforderungen an Unternehmen, bevor die spezifischen Merkmale US-amerikanischer und europäischer Kapitalmärkte dargestellt werden.
3 SPECIAL PURPOSE ACQUISITION COMPANIES: Beschreibt detailliert den Lebenszyklus einer SPAC von der Gründung bis zum Zusammenschluss (De-SPAC) und analysiert die Interessenlagen der beteiligten Stakeholder.
4 VERGLEICH MIT WEITEREN KAPITALBESCHAFFUNGS-METHODEN: Grenzt SPACs von traditionellen IPOs und Private-Equity-Investitionen ab und beleuchtet regulatorische Unterschiede.
5 RECHTLICHES KONSTRUKT IN EUROPA UND DEN USA: Analysiert kritisch die regulatorischen Hürden, insbesondere am Beispiel Deutschlands, und den Ursprung der modernen SPAC-Strukturen.
6 AKTUELLER FORSCHUNGSSTAND: Gibt einen Überblick über bestehende empirische Untersuchungen und leitet die Notwendigkeit für die eigene quantitative Analyse ab.
7 ZIELSETZUNG DER EMPIRISCHEN FORSCHUNG: Führt die Hypothesen für die empirische Untersuchung ein, die das Wertschöpfungspotenzial von SPAC-Aktien in verschiedenen Phasen beleuchten.
8 METHODISCHES VORGEHEN: Rechtfertig die quantitative Vorgehensweise und legt die Kriterien für die Stichprobenauswahl sowie die Gütekriterien der Untersuchung fest.
9 DURCHFÜHRUNG DER UNTERSUCHUNG: Beschreibt den Prozess der Datenerhebung über Bloomberg sowie die statistische Aufarbeitung und Bereinigung des Datensatzes.
10 AUSWERTUNG UND INTERPRETATION DER DATEN: Prüft die aufgestellten Hypothesen statistisch, interpretiert die Ergebnisse im Forschungskontext und beantwortet die Forschungsfragen.
11 DISKUSSION UND AUSBLICK: Fasst die Erkenntnisse zusammen, bewertet die Eignung als Anlageinstrument und diskutiert zukünftige regulatorische Entwicklungen.
SPAC, Special Purpose Acquisition Company, Börsengang, IPO, Kapitalmarkt, Wertentwicklung, De-SPAC, Anlegerschutz, regulatorische Rahmenbedingungen, Blank Check Company, Investmentfonds, Corporate Finance, Performance, Aktienkurse, Regulierungsunterschiede
Die Arbeit untersucht das Finanzinstrument der Special Purpose Acquisition Company (SPAC), vergleicht deren rechtliche und strukturelle Ausgestaltung in den USA und Europa und analysiert anhand einer quantitativen Studie die Wertentwicklung solcher Vehikel für Investoren.
Das Dokument deckt die Grundlagen des Börsengangs, die Funktionsweise von SPACs und ihren Lebenszyklus, vergleichende Rechtsanalysen zwischen transatlantischen Märkten sowie eine empirische Performance-Analyse ab.
Das Hauptziel ist es, zu klären, warum sich SPACs in den USA rapider etabliert haben als in Europa, und ob sie auch für Investoren ein sinnvolles Anlageinstrument darstellen, wobei ein besonderer Fokus auf der langfristigen Kursentwicklung liegt.
Die Arbeit verwendet eine quantitative Vorgehensweise. Dabei werden historische Aktienkursdaten über das Bloomberg-Terminal erhoben, statistisch (u.a. Mittelwert, Median und IQR) aufbereitet und zur Prüfung von sechs aufgestellten Hypothesen genutzt.
Im Hauptteil werden Kurswerte zu verschiedenen Zeitpunkten (vor Ankündigung, nach Ankündigung, Abschluss, 6 Monate, 12 Monate) erhoben und verglichen, um Trends in der Wertentwicklung und deren Abhängigkeit von Zeitfaktoren oder Ankündigungen zu identifizieren.
Neben dem zentralen Begriff SPAC stehen Begriffe wie Kapitalmarkt, Anlegerschutz und die rechtliche Einordnung, insbesondere im Kontext von Börsenzulassungsverordnungen und regulatorischen Unterschieden (z.B. Safe-Harbor-Regelung), im Vordergrund.
Die Forschungsarbeit thematisiert die „SPAC Mafia“ als eine spezielle Investorengruppe, die durch geschicktes Ausnutzen von Optionsrechten bei gleichzeitiger Rücknahme ihrer Anteile (Redemption) eine Arbitrage-Strategie verfolgt, was die Verwässerung für langfristige Anleger verschärft.
Obwohl die Wertentwicklung bei beiden Gruppen typischerweise negativ verläuft, zeigen europäische SPACs teils geringere Volatilitäten oder abweichende Ausprägungen, was jedoch zu einem großen Teil auf die deutlich kleinere Stichprobengröße europäischer SPACs im Vergleich zum US-Markt zurückzuführen ist.
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