Bachelorarbeit, 2009
40 Seiten, Note: 1,8
1. Einleitung
2. Die Geschichte der Bilanzierung – Ein kurzer Abriss
2.1 HGB und IFRS - nationale und internationale Rechnungslegungsstandards
2.2 Bilanzierungsgrundlagen nach HGB
2.2.1 Handels- und Steuerbilanz – Begriffsabgrenzungen
2.2.2 Verpflichtung zur Aufstellung einer Handelsbilanz
2.2.3 Prinzip der Maßgeblichkeit
2.2.4 Prinzip der umgekehrten Maßgeblichkeit
2.2.5 Latente Steuern
2.2.6 Schwellenwerte
3. Das BilMoG – Modernisierung des Bilanzrechts
3.1 Ziele und Hintergrund
3.2 Befreiung von der Aufstellung einer Bilanz
3.3 Anpassung der Schwellenwerte
3.4 Wirtschaftliches Eigentum im Jahresabschluss
3.5 Ausnahmen vom Saldierungsverbot
3.6 Rückstellungen/ Aufwandsrückstellungen
3.7 Abschreibungen
3.8 Bewertungsregeln bei Herstellungskosten
3.9 Immaterielle Vermögensgegenstände
3.10 Geschäfts- und Firmenwert
3.11 Aufhebung der umgekehrten Maßgeblichkeit
3.12 Pensionsrückstellungen
3.13 Latente Steuern
3.14 Anhangangaben
4. Folgen für den Einzelabschluss und die Bilanzanalyse
5. Fazit und persönliche Einschätzung
Die vorliegende Arbeit analysiert die tiefgreifenden Änderungen, die das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) für die Einzelbilanzierung in Deutschland mit sich bringt, und untersucht insbesondere deren Auswirkungen auf mittelständische Unternehmen sowie die Kreditanalyse.
3.4 Wirtschaftliches Eigentum im Jahresabschluss
Neben dem Kriterium der rechtlichen Zugehörigkeit gewinnt das Element des „wirtschaftlichen Eigentums“ an Bedeutung für die Zuordnung von Vermögensgegenständen und Schulden in der Bilanz. Während das „wirtschaftliche Eigentum“ im HGB bislang nur umschrieben wurde gilt nun nach § 246 HGB-E:
„Vermögensgegenstände sind nur in die Bilanz aufzunehmen, wenn sie dem Eigentümer auch wirtschaftlich zuzurechnen sind.“
Eingefügt wurde weiterhin durch Satz 3:
„Schulden sind in der Bilanz des Schuldners aufzunehmen.“
Neben dem zivilrechtlichen Eigentum setzt das BilMoG nunmehr auch das wirtschaftliche Eigentum für eine Bilanzierung voraus. Die Begründung hierfür liegt in der Sicherstellung der Gläubigerschutzfunktion. Wie wirtschaftliches Eigentum jedoch definiert wird bleibt der Gesetzgeber bislang schuldig. Behelfsweise wird man sich wohl bis zu einer endgültigen Klärung an § 39 AO bedienen.
1. Einleitung: Darstellung der Intention des BilMoG, die deutschen Bilanzierungsregeln durch eine Modernisierung und Annäherung an IFRS wettbewerbsfähiger zu gestalten, ohne HGB-traditionelle Funktionen aufzugeben.
2. Die Geschichte der Bilanzierung – Ein kurzer Abriss: Historischer Rückblick auf die Entwicklung des HGB und die Bedeutung der Handelsbilanz als Grundlage für die Besteuerung und Transparenz.
3. Das BilMoG – Modernisierung des Bilanzrechts: Detaillierte Erläuterung der Gesetzesänderungen, insbesondere bei Schwellenwerten, Rückstellungen, Immateriellem und der Aufhebung der umgekehrten Maßgeblichkeit.
4. Folgen für den Einzelabschluss und die Bilanzanalyse: Untersuchung der Auswirkungen auf Bilanzkennzahlen, die Bonitätsbeurteilung und die neuen Anforderungen an Analysten durch die zunehmende Entkopplung von Handels- und Steuerbilanz.
5. Fazit und persönliche Einschätzung: Zusammenfassende Bewertung des Reformvorhabens im Spannungsfeld zwischen Modernisierung und praktischem Aufwand für die Unternehmen.
BilMoG, HGB, Jahresabschluss, Bilanzanalyse, Maßgeblichkeitsprinzip, Einzelabschluss, Rückstellungen, Latente Steuern, Finanzierungsleasing, Bonität, Handelsbilanz, Steuerbilanz, Eigenkapitalquote, Schwellenwerte, Rechnungslegung
Die Arbeit untersucht das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) und dessen massive Auswirkungen auf die deutsche Bilanzierungspraxis, insbesondere für kleine und mittelständische Unternehmen.
Im Fokus stehen die Änderungen bei Bewertungsvorschriften, die Entlastung durch angehobene Schwellenwerte und die veränderte Behandlung von Leasingverhältnissen sowie latenten Steuern.
Es wird der Frage nachgegangen, ob die Reform für den Mittelstand vorteilhaft ist oder aufgrund der erhöhten Komplexität durch die Abkehr von der Einheitsbilanz eher zu Nachteilen führt.
Die Arbeit basiert auf einer Literatur- und Gesetzesanalyse, die das bisherige HGB dem Entwurf des BilMoG gegenüberstellt, um die materiellen Änderungen und deren Folgen zu deduzieren.
Der Hauptteil analysiert detailliert spezifische Bilanzpositionen wie Rückstellungen, den "Goodwill", immaterielle Vermögenswerte und die Anpassung von Schwellenwerten.
Neben "BilMoG" und "HGB" sind "Einzelabschluss", "Bilanzanalyse" und "Maßgeblichkeitsprinzip" zentrale Begriffe.
Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass Finanzierungsleasing durch die Aktivierungspflicht faktisch zu einer normalen Anschaffungsfinanzierung wird, was die Eigenkapitalquote belastet und Ratings verschlechtern kann.
Sie führt dazu, dass Unternehmen künftig häufiger separate Steuerbilanzen erstellen müssen, was den administrativen Aufwand erhöht und die Vergleichbarkeit von Abschlüssen erschwert.
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