Diplomarbeit, 2009
82 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Begriffliche Abgrenzungen
1.2.1 Definition des Strategieverständnisses
1.2.2 Arten von Strategien
1.2.3 Definition Geschäftsmodell
1.2.4 Der Unterschied von Strategie und Geschäftsmodell
2 Banken im Wandel
2.1 Bankensysteme im Wandel
2.2 Strategiewahlmöglichkeiten deutscher Banken
2.2.1 Arten von Spezialbanken
2.2.2 Near- und Non-Banks
2.2.3 Universalbanken
2.2.3.1 Kreditbanken
2.2.3.2 Sparkassen und Girozentralen
2.2.3.3 Genossenschaftsbanken und genossenschaftliche Zentralbanken
2.3 Abgrenzung des Finanzdienstleistungsmarktes
2.4 Unternehmensumweltanalyse deutscher Universalbanken
2.4.1 Die makroökonomischen Einflussfaktoren
2.4.2 Technologische Umwelt
2.4.3 Politisch-rechtliche Umwelt
2.4.4 Sozio-kuturelle Umwelt
2.5 Wettbewerbsumfeld der deutschen Universalbanken
2.5.1 Die potenziellen Neuanbieter
2.5.2 Verhandlungsmacht der Abnehmer
2.5.3 Substitutive Leistungen
2.5.4 Verhandlungsstärke der Lieferanten
2.5.5 Grad der Rivalität unter den bestehenden Banken
3 Strategische Ausrichtung am Privatkundengeschäft
3.1 Strategische Geschäftsfelder von Universalbanken
3.2 Die generisch-funktionale Wertkette von Universalbanken
3.3 Die Bedeutung des Privatkundengeschäfts
3.4 Die Geschäftsfelder des Privatkundengeschäfts
3.5 Risiken im Privatkundengeschäft
3.6 Ansatzpunkte zur Gewinnoptimierung
3.6.1 Kostenführerschaft
3.6.2 Differenzierung
3.7 Identifikation erfolgsversprechender Geschäftsmodelle
3.7.1 Definition von Erfolg
3.7.2 Erfolgreiche Steuerung von Universalbanken mittels RORAC
3.7.3 Indikatoren zur Identifikation erfolgreicher Universalbanken
3.7.4 Erfolgsversprechende Geschäftsmodelle für Universalbanken
3.7.4.1 Das Geschäftsmodell des Local Player
3.7.4.2 Das Geschäftsmodell des Global Player
4 Die Banco Santander
4.1 Der konzeptionelle Aufbau der Banco Santander
4.2 Die strategische Ausrichtung der Banco Santander
4.3 Die Effizenzvorteile der Banco Santander
4.3.1 Effizienz durch das Management-Workflow-System
4.3.2 Effizienz durch die Konzernstruktur
4.3.3 Effizienz durch Erfahrungswerte
4.3.4 Vermeidung größenbedingter Nachteile
4.4 Die Erfolgskennzahlen der Banco Santander
4.4.1 Erfolg im Sinne des Shareholder-Value
4.4.2 Erfolg im Sinne der Bankenaufsicht
4.5 Schaffung von Kundennutzen
5 Fazit
Ziel dieser Arbeit ist es, die entscheidende Bedeutung des Privatkundengeschäfts für den Gesamterfolg von Universalbanken aufzuzeigen und erfolgsversprechende Strategien sowie Geschäftsmodelle zu identifizieren, die eine optimale Nutzung der Ertragspotenziale gewährleisten.
3.6.1 Kostenführerschaft
Die Kostenführerschaft ergibt sich, indem eine Universalbank bei der Durchführung ihrer Wertaktivitäten niedrigere Gesamtkosten hat als ihre Konkurrenz. Die Voraussetzung für die Kostenführerschaft ist die Existenz signifikanter Kostensenkungspotenziale. Größendegressionseffekte haben Kostensenkungspotenzial. Es gibt statische (Economies of Scale und Kapazitätsauslastung) und dynamische Größendegressionseffekte (Economies of Learning). Die Abb. 5 veranschaulicht die Wirkung der Economies of Scale und des Learning als Komponenten der Erfahrungskurve.
Economies of Scale treten auf, wenn mit steigender Betriebsgröße Stückkosten langsamer wachsen als das Output-Niveau. Sinkende Stückkosten haben hierbei zur Bedingung, dass bei voller Kapazitätsauslastung die ausgeführte Wertaktivität in einem großen Betrieb rationeller ist oder aus einem unterproportionalen Anstieg der Gemeinkosten bei einer im Umfang wachsenden Wertaktivität resultiert. Economies of Scale können sich daher durch eine fixkostenintensivere Leistungserstellung ergeben. Dies begründet den Unterschied zwischen Economies of Scale und der verbesserten Kapazitätsauslastung. Durch eine verbesserte Kapazitätsauslastung erhöht sich das Output-Niveau, wodurch die durchschnittlichen Fixkosten gesenkt werden (Fixkostendegression). Economies of Learning verbessern hingegen die Durchführung von Prozessen und können im (kumulierten) Zeitverlauf bei gleichem Output-Niveau zu einer Stückkostenreduktion führen. Zu unterscheiden ist hierbei branchenweites oder unternehmenseigenes Lernen. Nur unternehmenseigenes Lernen schafft Kostenvorteile gegenüber den Wettbewerbern. Während Economies of Scale zu einer Bewegung auf der Durchschnittskostenkurve führen, verschieben dynamische Größendegressionseffekte die Durchschnittskostenkurve zum Ursprung hin.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die aktuelle Umbruchsituation der Bankenlandschaft ein und definiert das Ziel der Arbeit, die Bedeutung des Privatkundengeschäfts für Universalbanken hervorzuheben.
2 Banken im Wandel: Hier werden die verschiedenen Bankensysteme, die strategischen Möglichkeiten deutscher Institute sowie das wettbewerbliche Umfeld im Finanzdienstleistungsmarkt analysiert.
3 Strategische Ausrichtung am Privatkundengeschäft: In diesem Kapitel werden Geschäftsfelder, Risiken, Möglichkeiten zur Gewinnoptimierung sowie erfolgsversprechende Geschäftsmodelle für Universalbanken theoretisch hergeleitet.
4 Die Banco Santander: Dieses Kapitel dient als praktische Fallstudie zur Veranschaulichung der theoretischen Erkenntnisse am Beispiel der strategischen Ausrichtung und Effizienzvorteile der Banco Santander.
5 Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Ergebnisse zusammen und bestätigt, dass ein konsequent umgesetztes Geschäftsmodell für den langfristigen Erfolg im Privatkundengeschäft unerlässlich ist.
Universalbanken, Privatkundengeschäft, Geschäftsmodell, Strategie, Kostenführerschaft, Differenzierung, Banco Santander, RORAC, Effizienz, Wettbewerbsvorteil, Risikomanagement, Shareholder Value, Bankenaufsicht, Global Player, Local Player
Die Arbeit untersucht die strategische Neuausrichtung von Universalbanken mit einem spezifischen Fokus auf das Privatkundengeschäft als zentralen Erfolgsfaktor.
Die zentralen Felder umfassen die theoretische Definition von Strategien und Geschäftsmodellen, die Analyse des Wettbewerbsumfelds, Methoden zur Gewinnoptimierung sowie die praktische Anwendung an der Banco Santander.
Ziel ist es zu verdeutlichen, dass der Gesamterfolg einer Universalbank eng mit dem Erfolg im Privatkundengeschäft verknüpft ist und erfolgsversprechende Modelle für diesen Bereich zu identifizieren.
Die Arbeit nutzt eine theoretisch-analytische Herangehensweise, die durch eine Fallstudienanalyse der Banco Santander ergänzt wird, um theoretische Konzepte in die Praxis zu transferieren.
Der Hauptteil befasst sich mit der theoretischen Fundierung von Geschäftsfeldstrategien, Risikomanagement in Banken sowie einer detaillierten Analyse der Banco Santander als globales Praxisbeispiel.
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Universalbanken, Privatkundengeschäft, Kostenführerschaft, Differenzierung und Shareholder Value.
Die Banco Santander wird als prominentes Beispiel für einen "Global Player" gewählt, der theoretische Erkenntnisse wie Trading-down und Effizienzsteigerung erfolgreich in die Praxis umsetzt.
Die IT wird als entscheidendes Instrument zur Prozessstandardisierung und Effizienzsteigerung im Rahmen von Management-Workflow-Systemen dargestellt, insbesondere bei global agierenden Banken.
Die Einteilung erfolgt basierend auf dem geografischen Fokus, der strategischen Ausrichtung und der Art, wie Wettbewerbsvorteile (Skaleneffekte vs. lokale Kundennähe) erzielt werden.
Basel II erhöht die Anforderungen an das Risikomanagement und führt dazu, dass Banken mit einem hohen Engagement im diversifizierten Privatkundengeschäft von regulatorischen Vorteilen profitieren können.
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