Lizentiatsarbeit, 2005
204 Seiten, Note: 5,7 (insigni cum laude)
Medien / Kommunikation - Public Relations, Werbung, Marketing, Social Media
1. EINLEITUNG
1.1 Problemstellung und Ausgangslage
1.2 Zielsetzung der Arbeit
2. AIDS
2.1 Geschichte und Grundlage
2.2 Aids-Prävention
2.1.1 Gründe für einen Anstieg an Infektionen
2.2.1.1 Gründe bei der Zielgruppe MSM
2.2.2 Kommunikationsebenen
2.2.2.1 Zielgruppenspezifische Prävention
2.2.3 Herausforderungen für MSM
2.3 Umsetzung für MSM
2.3.1 Regionale Projekte
2.3.3 Nationale Projekte
2.4 Evaluation
2.4.1 Evaluation bei MSM
2.4.2 Soziodemografische Merkmale
2.4.3 Konfrontation mit HIV/Aids
2.4.4 Saunabesucher
2.4.5 Präventivverhalten
2.4.6 Informationsquellen
3. PLAKAT
3.1 Plakatwerbung
3.1.1 Werbeausgaben in der Schweiz
3.1.2 Vor- und Nachteile der Plakatwerbung
3.2 Plakatwirkung
3.2.1 Ziele der Werbewirkung
3.2.2 Abgrenzung nach Studientypen
3.2.2.1 Werbeträger
3.2.3 Ziele der Plakatwirkungsforschung
3.2.4 Neuere Ansätze zur Plakatwirkungsmessung
3.2.5 Wirkungsebenen
3.3 Werbewirkungsmodelle
3.3.1 Stufenmodelle der Werbewirkung
3.3.1.1 AIDA-Modell
3.3.1.2 Das 6-Stufenmodell von Lavidge und Steiner
3.3.1.3 Modell von McGuire
3.3.2 Hierarchie-von-Effekten Modell
3.3.3 Alternative-Wege-Modell von Batra und Ray
3.3.4 Das duale Vermittlungssystem
3.3.5 Hypothesenbildung
4. UMFRAGE
4.1 Untersuchungsplanung und Datenerhebung
4.1.1 Erhebungsdesign und -methode
4.1.2 Stichprobe
4.1.3 Datenauswertung
4.2 Ergebnisse
4.2.1 Auswertung der offenen Fragen
4.2.2 Auswertung der geschlossenen Fragen
4.2.3 Überprüfung der Hypothesen/Auswertung
4.3 Handlungsempfehlungen für eine nächste Kampagne
5. ABSCHLIESSENDE BEMERKUNGEN
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die Wirksamkeit zweier für MSM (Männer, die Sex mit Männern haben) konzipierter Plakatkampagnen durch eine rezipientenorientierte Evaluation in der Romandie und der Deutschschweiz zu untersuchen und zu vergleichen.
2.1.1 Gründe für einen Anstieg an Infektionen
Die steigenden Zahlen an positiven Testresultaten zeigen, dass das Schutzverhalten bei Sexualkontakten unter den Bedingungen der „Normalisierung“ von Aids nachgelassen hat. Bevor eine Präventionskampagne gestartet wird, sollte nach den Gründen für einen Anstieg gefragt werden. Warum hat das Schutzverhalten bei MSM nachgelassen? Warum gehen Menschen wieder mehr Risiken ein, wenn sie sich sexuell begegnen? Antworten darauf zu geben ist nicht einfach. Die Kluft zwischen Wissen und Verhalten können wir ebenfalls bei anderem gesundheitsrelevanten Verhalten wie Rauchen, körperlicher Bewegung, Ernährung etc. feststellen.
Bei Sexualkontakten kommt als weitere Komplikation hinzu, dass die Verwendung von Kondomen nicht von einer Person alleine abhängt. Sie ist das Resultat einer Interaktion zwischen zwei oder mehreren Personen. Thomas Bucher, wissenschaftlicher Mitarbeiter am psychologischen Institut an der Universität Zürich, meint dazu: „Auf der Suche nach Abenteuer, Liebe, Lust, Zuneigung, Bestätigung, Thrill, Entspannung oder was auch immer die Menschen mit Sexualität verbinden, bestimmen Situationen und Gelegenheiten das Geschehen oft mehr als Treueideale, die eigene Einstellung oder gute Vorsätze, welche alleine im stillen Kämmerlein gefasst wurden - fernab jeglicher Gefahr irgendeiner Versuchung.“
1. EINLEITUNG: Dieses Kapitel führt in die Problemstellung des Anstiegs von HIV-Fällen bei MSM ein und definiert die Zielsetzung sowie den Aufbau der Evaluation.
2. AIDS: Hier werden die Geschichte von Aids, Grundlagen der Prävention, spezifische Herausforderungen für die Zielgruppe MSM sowie bestehende Projekte und Evaluationsstudien thematisiert.
3. PLAKAT: Dieses Kapitel behandelt das Plakat als Werbemedium, untersucht verschiedene Werbewirkungsmodelle und bildet die theoretische Basis für die Hypothesen der Untersuchung.
4. UMFRAGE: Das Kapitel erläutert das methodische Vorgehen der Befragung in Schwulensaunas, präsentiert die Ergebnisse und diskutiert diese im Kontext der aufgestellten Hypothesen.
5. ABSCHLIESSENDE BEMERKUNGEN: Hier erfolgt eine Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse der Arbeit sowie eine kritische Reflektion der Untersuchung.
Aids-Prävention, HIV, MSM, Männer die Sex haben mit Männern, Plakatwerbung, Werbewirkung, Plakatwirkungsforschung, Evaluation, Safer Sex, Schwulensauna, Kampagne, Verhaltensänderung, Gesundheitskommunikation, Zielgruppenmarketing, Kondomnutzung.
Die Arbeit untersucht die Effektivität von spezifischen Aids-Präventionskampagnen, die mittels Plakaten gezielt die Gruppe der MSM (Männer, die Sex mit Männern haben) ansprechen sollen.
Die Themen umfassen die Epidemiologie von HIV/Aids in der Schweiz, die theoretischen Grundlagen der Werbewirkungsforschung, Methoden der Gesundheitsprävention für spezifische Zielgruppen sowie eine empirische Umfrage zur Wahrnehmung dieser Kampagnen.
Ziel ist es, herauszufinden, ob die Botschaften der Plakatkampagnen ihr Zielpublikum erreichen, wie sie beachtet und erinnert werden und welche Merkmale (wie Alter oder Bildung) die Plakatwahrnehmung beeinflussen.
Es handelt sich um eine rezipientenorientierte Evaluation mittels einer schriftlichen, standardisierten Umfrage unter Besuchern von Schwulensaunas in Bern, Lausanne und Zürich.
Im theoretischen Teil werden Präventionsansätze für MSM sowie Werbewirkungsmodelle beleuchtet. Der empirische Teil präsentiert die Auswertung der Umfragedaten und die Überprüfung von 13 aufgestellten Hypothesen.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Aids-Prävention, MSM, Werbewirkungsmodelle, Plakatkampagne, Schwulensauna und Gesundheitskommunikation charakterisieren.
Die Wahl fiel auf MSM, da in dieser Gruppe seit 2001 ein signifikanter Anstieg an HIV-Infektionen zu verzeichnen war, was den Präventionsbedarf erhöht und eine spezifische Ansprache notwendig machte.
„Menpower“ nutzt Fotografie und Text, während „Piktogramme“ rein bildbasiert arbeitet; die Untersuchung vergleicht ihre unterschiedliche Wirkung hinsichtlich Verständlichkeit und Akzeptanz.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

