Bachelorarbeit, 2022
54 Seiten, Note: 1,0
1. Die Macht, die Sucht und der*die Sozialarbeitende
2. Eingrenzung
2.1. Gesellschaft & Macht
2.1.1. Michel Foucault
2.1.2. Gouvernementalität
2.2. Macht & Soziale Arbeit
2.2.1. Empowerment
2.2.2. Staub-Bernasconi
3. Machtstrukturen des Arbeitsfeldes Suchthilfe aus der Perspektive von Klient*innen und Sozialarbeitenden
3.1. Klient*innen (der Suchthilfe) im Spannungsfeld ‚Macht‘
3.2. Das Arbeitsfeld Suchthilfe
3.2.1. Politische Rahmenbedingungen der Arbeit im Feld Suchthilfe
3.2.2. Trägerstrukturen und Gesellschaft
4. Machtsensibles Arbeiten in der Suchthilfe
4.1. Zugang für Klient*innen
4.2. Gesundheit von Sozialarbeitenden schützen
4.3. Gesellschaftliche Anforderungen
5. Die Zukunft von ‚Macht‘ im Kontext der Suchthilfe
Die Arbeit untersucht die machttheoretischen Grundlagen in der Sozialen Arbeit und überträgt diese auf das Arbeitsfeld der Suchthilfe, mit dem Ziel, machtsensible Handlungsansätze für das pädagogische Fachpersonal zu identifizieren.
1. Die Macht, die Sucht und der*die Sozialarbeitende
Diese Abschlussarbeit befasst sich mit dem Thema ‚Macht‘ in der Sozialen Arbeit im Kontext der Suchthilfe. Während des Studiums stellte sich ‚Macht‘ als zentrales Thema der professionellen Rolle, die wir im Studium erlernen sollten, heraus. So gibt es bereits verschiedenste Ansätze bei der Machtanalytik von Sozialarbeitenden. Ein spezieller Blick auf die machtstrukturellen Besonderheiten im Umgang mit Klient*innen der Suchthilfe fehlt allerdings. Mit dieser Arbeit möchte ich meinen Teil zur Öffnung dieses Themenfeldes beitragen und anwendbares Wissen vermitteln, dass sich am Wissensstand der Machtanalytik orientiert. Daraus lässt sich die Fragestellung „Wie beeinflussen Machtstrukturen die Zusammenarbeit von Sozialarbeitenden und Klient*innen der Drogenhilfe und wie kann Fachpersonal machtsensibel arbeiten“, ableiten.
Der Begriff ‚Macht‘ ist ein vielbehandelter Bestandteil unserer Sozialen Wirklichkeit und lässt sich auf sehr verschiedene Arten denken. Bedeutend ist er für die Soziale Arbeit besonders in Konzepten und Theorien. So soll beim ‚Empowerment‘ in der Sozialen Arbeit eine Ermächtigung von Klient*innen erreicht werden. Ein Thema der Arbeit werden außerdem gesellschaftliche Machttheorien sein, die Machtausübung auf die Individuen in einer Gesellschaft beschreiben. Konzepte wie die pastorale Macht machen deutlich, welchen Einfluss auch historische Machtstrukturen auf unser heutiges Leben haben.
1. Die Macht, die Sucht und der*die Sozialarbeitende: Einleitung in die Thematik der Machtreflexion innerhalb der Sozialen Arbeit mit Bezug auf die Suchthilfe und Formulierung der Forschungsfrage.
2. Eingrenzung: Darstellung der theoretischen Grundlagen durch Foucault (Pastoral- und Disziplinarmacht) sowie Ansätze von Rose (Gouvernementalität) und Staub-Bernasconi zur Machtanalyse.
3. Machtstrukturen des Arbeitsfeldes Suchthilfe aus der Perspektive von Klient*innen und Sozialarbeitenden: Analyse des Spannungsfeldes von Stigmatisierung und Marginalisierung sowie rechtlicher und ökonomischer Rahmenbedingungen des Suchthilfefeldes.
4. Machtsensibles Arbeiten in der Suchthilfe: Entwicklung praktischer Handlungsansätze zur Integration von Empowerment und zur Reflexion der eigenen berufsbiografischen und gesundheitlichen Situation im Arbeitsalltag.
5. Die Zukunft von ‚Macht‘ im Kontext der Suchthilfe: Synthese der Ergebnisse und Ausblick auf die Notwendigkeit einer kontinuierlichen machtsensiblen Reflexion für eine erfolgreiche Suchthilfepraxis.
Macht, Soziale Arbeit, Suchthilfe, Stigmatisierung, Empowerment, Gouvernementalität, Marginalisierung, Diskursanalyse, Dispositiv, Sozialgesetzbuch, Ökonomisierung, Machtanalytik, Soziale Ungleichheit, professionelle Rolle, Reflexion.
Die Arbeit untersucht Machtverhältnisse in der Suchthilfe und wie diese die Zusammenarbeit zwischen Sozialarbeitenden und Klient*innen beeinflussen.
Die zentralen Themen sind Machttheorien (Foucault/Rose), Stigmatisierung, Empowerment und die zunehmende Ökonomisierung der Sozialen Arbeit.
Das Ziel ist es, machtsensibles Handeln für Fachpersonal praktikabel zu machen und Reflexionsmethoden für den Suchthilfe-Alltag vorzustellen.
Die Arbeit basiert methodisch auf einem Desk-Review, d.h. einer systematischen Aufarbeitung und Analyse bereits vorhandener theoretischer Konzepte und Studien.
Der Hauptteil analysiert die historischen und gesellschaftlichen Machtmechanismen sowie deren konkrete Auswirkungen auf Klient*innen und das professionelle Handeln in sozialen Einrichtungen.
Wichtige Begriffe sind insbesondere Macht, Stigmatisierung, Empowerment, Suchthilfe, Marginalisierung und Gouvernementalität.
Sie führt dazu, dass Klient*innen oft in die Rolle von Unternehmertum ihrer selbst gedrängt werden und bei Nichterfüllung gesellschaftlicher Normen stigmatisiert oder marginalisiert werden.
Sie erzeugt ein Spannungsfeld zwischen fachlich-ethischen Ansprüchen, Einrichtungserhalt und der notwendigen Rechtfertigung gegenüber Kostenträgern.
Es beinhaltet die tiefgreifende Reflexion der eigenen Machtposition und der gesellschaftlich bedingten Stigmatisierungspraxen, um diese gemeinsam mit der Klientel abzumildern.
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