Bachelorarbeit, 2023
39 Seiten, Note: 2,0
Geschichte Deutschlands - Nationalsozialismus, Zweiter Weltkrieg
1. EINLEITUNG
2. DIE SCHULEN IM NATIONALSOZIALISMUS
3. DER IDEALE DEUTSCHE
4. IDEOLOGISCHE ERZIEHUNG
4.1 VOLKSGEMEINSCHAFT
4.2 DER FÜHRER-MYTHOS
4.3 SOLDATENVEREHRUNG/VERMITTLUNG VON VORBILDERN
4.4 SCHAFFEN VON FEINDBILDERN
5. SOLDATISCHE ERZIEHUNG
5.1 TAPFERKEIT
5.2 KAMERADSCHAFTLICHKEIT
5.3 ÜBERLEGENHEIT
6. FAZIT
Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss der nationalsozialistischen Ideologie auf das Schulwesen und die Erziehung von Kindern zwischen 1933 und 1945. Dabei wird analysiert, inwiefern Lehrmittel, insbesondere der Ergänzungsbogen „Die Fahne Hoch“, darauf ausgerichtet waren, Kinder im Sinne des Regimes zum „idealen Deutschen“ zu erziehen.
4.1 Volksgemeinschaft
Die sogenannte Volksgemeinschaft ist ein Propagandabegriff aus dem Sprachgebrauch der Nationalsozialisten, der die Abkehr von einer Klassengesellschaft mit unterschiedlichen Ständen meint, mit dem Ziel, eine nationale Einheit des Volkes zu schaffen. Das Ziel war der Aufstieg Deutschlands in das propagierte Dritte Reich, also dem Nachfolger des Heiligen Römischen Reichs und des Wilhelminischen Kaiserreichs.
Der Begriff der Volksgemeinschaft muss im Verständnis der Nationalsozialisten auf verschiedene Komponenten zurückgeführt werden, die nur in der Gesamtbetrachtung den Komplex treffend erfassen können. Zum einen bedeutet die Volksgemeinschaft grundlegend eine Abgrenzung des deutschen Volkes von anderen, fremden Rassen und Kulturen. Nur wer den rassistischen Merkmalen und Anforderungen entsprach, konnte Teil der Volksgemeinschaft sein. So wird auch im Parteiprogramm der NSDAP davon gesprochen, dass nur derjenige Staatsbürger sei, welcher Volksgenosse sei. Volksgenosse könne nur sein, wer deutschen Blutes ist. Kein Jude könne daher Volksgenosse sein. Somit kann die Volksgemeinschaft in diesem Sinne als eine Blutsgemeinschaft gesehen werden. Die Zugehörigkeit zu dieser Blutsgemeinschaft ist in dieser Logik die Grundlage, jedoch nicht die alleinige Voraussetzung für die Volksgemeinschaft.
Zweitens bildet die Arbeit einen weiteren wesentlichen Faktor im Verständnis der Volksgemeinschaft. Dabei war weniger von Bedeutung, welcher Arbeit der Einzelne nachkommt, lediglich dabei der Fleiß im Fokus stehen. Wichtig war demnach, wie eine Einzelperson die Volksgemeinschaft und das Deutsche Reich voranbringen konnte. Damit war gleichzeitig auch der Respekt und die Anerkennung der Öffentlichkeit verbunden. Diese symbolische Anerkennung wurde allen zuteil, die einen Teil zum Gemeinwohl beitrugen, also auch Hausfrauen und Müttern.
1. EINLEITUNG: Die Einleitung stellt das Erkenntnisinteresse an der Erziehungspolitik des NS-Regimes vor und definiert den Ergänzungsbogen „Die Fahne Hoch“ als zentralen Untersuchungsgegenstand.
2. DIE SCHULEN IM NATIONALSOZIALISMUS: Dieses Kapitel erläutert den totalitären Anspruch des NS-Staates auf die Erziehung und die schrittweise Gleichschaltung der Schulen sowie die Vereinnahmung der Lehrerschaft.
3. DER IDEALE DEUTSCHE: Hier werden mittels einer Analyse von Hitlers „Mein Kampf“ die angestrebten Charaktereigenschaften und Erziehungspunkte für die deutsche Jugend herausgearbeitet.
4. IDEOLOGISCHE ERZIEHUNG: Das Kapitel befasst sich mit den Methoden der Indoktrination, insbesondere durch die Konzepte der Volksgemeinschaft, den Führer-Mythos, die Heldenverehrung und das Schaffen von Feindbildern.
5. SOLDATISCHE ERZIEHUNG: Hier steht die gezielte Vermittlung soldatischer Tugenden wie Tapferkeit, Kameradschaft und Überlegenheitsgefühl im Fokus, um die Jugend auf den Krieg vorzubereiten.
6. FAZIT: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt, dass die untersuchten Lehrmittel wesentliche Instrumente zur Umsetzung der NS-Ideologie und zur Erziehung zum „idealen Deutschen“ waren.
Nationalsozialismus, Erziehung, Indoktrination, Volksgemeinschaft, Führer-Mythos, Soldatische Erziehung, Lehrmittel, Die Fahne Hoch, NS-Ideologie, Propaganda, rassistische Ideale, Schulpolitik, Heldenverehrung, Feindbilder, Totalitarismus.
Die Arbeit untersucht die Erziehungspolitik und Indoktrination von Kindern in der Zeit des Nationalsozialismus anhand von Lehrmitteln, insbesondere dem Ergänzungsbogen „Die Fahne Hoch“.
Die Arbeit fokussiert sich auf die ideologische Erziehung, soldatische Wertevorstellungen, die Konstruktion von Identität über die Volksgemeinschaft und die Instrumentalisierung von Lehrbüchern.
Ziel ist es zu beantworten, ob die Erziehung im Nationalsozialismus gezielt darauf ausgerichtet war, Kinder zu „idealen Deutschen“ im Sinne des NS-Weltbildes zu formen.
Die Autorin wendet eine bildungssoziologische Analyse auf die ausgewählte Quelle an und interpretiert diese im Kontext der zeitgenössischen NS-Schulpolitik.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der ideologischen und soldatischen Erziehung, wobei Konzepte wie der Führer-Mythos, Kameradschaft und Feindbildkonstruktionen kritisch beleuchtet werden.
Wichtige Begriffe sind Nationalsozialismus, Indoktrination, „Die Fahne Hoch“, Volksgemeinschaft, Soldatentugenden und ideologische Erziehung.
Er fungiert als fundamentales Element der NS-Propaganda, um Kinder emotional an die Person Adolf Hitlers zu binden und ihn als unfehlbaren Heilsbringer zu stilisieren.
Sie dienen nicht der bloßen Unterhaltung, sondern als pädagogisches Instrument, um rassistische Ideologie, blinden Gehorsam und soldatische Werte in kindgerechter Form zu vermitteln.
Ja, durch die Abgrenzung zur „Volksgemeinschaft“ wurden systematisch Feindbilder aufgebaut, um ein „Wir-Gefühl“ gegen angebliche rassische oder politische Gegner zu stärken.
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