Diplomarbeit, 2009
173 Seiten, Note: 1,0
Einleitung
1 Demographischer Wandel
1.1 Disziplinäre und terminologische Zuordnungen
1.2 Bevölkerungstheoretische Grundlagen
1.3 Demographische Alterung – eine Bestandsaufnahme
1.3.1 Indikatoren
1.3.2 Ursachen
2 Alter und Altern
2.1 Alter und Altern – terminologische Einordnung
2.2 Alter(n) als Gegenstand der Gerontologie
2.3 Vergesellschaftung der Lebensphase Alter
2.4 Alter(n) im Strukturwandel der Moderne
2.4.1 Altersstrukturwandel
2.4.2 Biografisierung des Alters
2.5 Konzept der Lebenslage
2.5.1 Konzeptionelle Entwicklungslinien
2.5.2 Dialektik zwischen ‚Verhalten‘ und ‚Verhältnissen‘
2.5.3 Alter und Lebenslage
3 Wohnen im Alter
3.1 Wohnen – Grundlagen
3.2 Wohnen als kulturelles Phänomen
3.3 Bedeutung des Wohnens im Alter
3.4 Wohnbedürfnisse im Alter
3.4.1 Wohnen unter der Prämisse des ‚gelingenden Alltags‘
3.4.2 Umweltrelevante Bedürfnisse
4 Unternehmen der Wohnungswirtschaft in Suhl
4.1 Demographische Sondersituation
4.2 Unternehmen der Wohnungswirtschaft
4.3 Das Unternehmen AWG Wohnungsbaugenossenschaft „Rennsteig“ eG
4.4 Exkurs: Selbstverständnis der Wohnungsgenossenschaften
5 Empirische Untersuchung
5.1 Ziel der Untersuchung
5.2 Planung und Durchführung
5.2.1 Auswahl des Untersuchungsbeispiels
5.2.2 Auswahl der Methode
5.2.3 Auswahl der zu befragenden Person
5.2.4 Durchführung
5.3 Auswertung
5.3.1 Auswertungsmethode
5.3.2 Bestimmung der Fragestellung und Analyseebenen
5.3.3 Zusammenfassung der Ergebnisse
5.3.3.1 Unternehmensstrategie
5.3.3.2 Umsetzungspraxis
5.3.3.3 Konfliktlinien
6 Potenziale der Wohnungsgenossenschaften
Schluss
Die Arbeit untersucht, wie Wohnungsgenossenschaften angesichts des demographischen Wandels und der damit verbundenen Alterungsprozesse ihre Bestände und Dienstleistungsangebote anpassen können, um die Lebensqualität älterer Bewohner zu sichern und gleichzeitig ihre eigene wirtschaftliche Zukunftsfähigkeit zu wahren.
3.4 Wohnbedürfnisse im Alter
Die alltägliche Lebensführung des Alters ist ganz wesentlich vom Wohnen bestimmt. Die Wohnung und das nähere Wohnumfeld bestimmen den Alltag alter Menschen. Entsprechend ist die Lebensqualität entscheidend durch die Qualität der konkreten Wohnverhältnisse beeinflusst. Dazu zählen neben den physisch-materiellen Verhältnissen auch das Wohnen betreffende soziale und infrastrukturelle Faktoren bis hin zum gesellschaftspolitischen und rechtlichen Kontext. Damit ist die Seite der Umwelt bzw. aus der Sicht der Lebenslage der Handlungsspielraum abgesteckt.
Die subjektive Bedeutung der Wohnumwelt erschließt sich demgegenüber aus der Perspektive der Person. Mit der Bedeutung sind verschiedene Wohnbedürfnisse verknüpft, welche hinsichtlich der vorhandenen Wohnsituation Zufriedenheit oder Unzufriedenheit hervorrufen. Wohnbedürfnisse beruhen auf biografischen Erfahrungen und prägen in Verbindung mit umweltrelevanten Fähigkeiten die spezifischen Ansprüche der Person an ihre Wohnumwelt. Alte Menschen werden aufgrund altersrelevanter Veränderungen der Fähigkeiten gegenüber Umweltanforderungen sensibler. Verluste im Bereich des Sehens, des Hörens, der Bewegungsfähigkeit oder der geistigen Leistungsfähigkeit bedürfen Kompensationen im Alltag, sowohl auf der Seite der Person als auch auf der Seite der Wohnumwelt.
1 Demographischer Wandel: Das Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen und Trends des demographischen Wandels sowie deren Auswirkungen auf die Bevölkerungsstruktur in Deutschland.
2 Alter und Altern: Hier wird das Altern als vielschichtiger Prozess und das Alter als Lebensphase soziologisch sowie gerontologisch definiert und in den Kontext des gesellschaftlichen Strukturwandels gesetzt.
3 Wohnen im Alter: Dieses Kapitel analysiert die Bedeutung des Wohnens für ältere Menschen und leitet daraus spezifische Wohnbedürfnisse ab, die sowohl objektive als auch subjektive Faktoren berücksichtigen.
4 Unternehmen der Wohnungswirtschaft in Suhl: Die spezifische Situation der Stadt Suhl und die Rolle der dortigen Wohnungsunternehmen werden als Fallbeispiel für die Herausforderungen durch Schrumpfung und Alterung beschrieben.
5 Empirische Untersuchung: Das Kapitel stellt die Methodik und Ergebnisse der Untersuchung bei der AWG „Rennsteig“ eG dar, wobei Unternehmensstrategie, Umsetzungspraxis und Konfliktlinien fokussiert werden.
6 Potenziale der Wohnungsgenossenschaften: Abschließend werden die Möglichkeiten von Genossenschaften bewertet, als Unterstützungsstruktur für ältere Menschen zu wirken und sozialpolitische Potenziale zu nutzen.
Wohnen im Alter, demographischer Wandel, Wohnungsgenossenschaft, AWG Rennsteig, Lebenslage, Gerontologie, Wohnbedürfnisse, Sozialintegration, Altersarmut, Wohnumfeld, Alltagsgestaltung, Selbsthilfe, Wohnungsmarkt, Suhl, Lebensqualität.
Die Arbeit beschäftigt sich mit den Herausforderungen und Potenzialen von Wohnungsgenossenschaften, Wohnraum für eine alternde Bewohnerstruktur bedarfsgerecht zu gestalten.
Zentrale Themen sind der demographische Wandel, das Konzept des Wohnens im Alter, die Rolle genossenschaftlicher Wohnformen und die praktische Umsetzung altersgerechter Strategien.
Das Ziel ist die Analyse, welchen Beitrag die untersuchte Wohnungsgenossenschaft „Rennsteig“ eG zur Verbesserung der Lebenslage „Wohnen im Alter“ leisten kann.
Die Arbeit nutzt eine qualitative Inhaltsanalyse nach Gläser und Laudel, basierend auf Experteninterviews mit der Unternehmensführung der Wohnungsgenossenschaft.
Im Hauptteil werden neben den theoretischen Grundlagen (Demografie, Altern, Wohnen) die konkrete Situation in Suhl und die Strategien der Wohnungsgenossenschaft analysiert.
Schlüsselbegriffe sind Wohnen im Alter, demographischer Wandel, Wohnungsgenossenschaft, Lebenslage, soziale Integration und Altersarmut.
Die genossenschaftliche Rechtsform bietet durch das Prinzip der Mitgliederförderung und das Mitbestimmungsrecht einen Rahmen für langfristige Bindung und soziale Sicherheit, erfordert aber auch wirtschaftliche Rentabilität.
Das Unternehmen nutzt Kommunikation, Intervention durch Sozialarbeiter und das gezielte Ausbalancieren von Interessen bei der Gestaltung des Wohnumfeldes, um soziale Spannungen abzufedern.
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