Diplomarbeit, 2008
78 Seiten, Note: 2
1 Einleitung
1.1 Zielsetzung der Arbeit
1.2 Gliederung der Arbeit
2 Grundlagen
2.1 Struktur von Kohlenstoffnanoröhren
2.2 Mechanische Eigenschaften von Kohlenstoffnanoröhren
2.3 Elektrische Eigenschaften von Kohlenstoffnanoröhren
2.4 Optische Eigenschaften von Kohlenstoffnanoröhren
2.5 Mehrwandige Kohlenstoffnanoröhren
2.6 Herstellung von Kohlenstoffnanoröhren
2.6.1 Wachstum und Katalysator
2.6.2 Bogenentladung
2.6.3 Laserverdampfung
2.6.4 Thermische CVD - Chemical Vapor Deposition
2.6.5 PECVD - Plasma Enhanced CVD
2.7 Untersuchungsverfahren von Kohlenstoffnanoröhren
2.7.1 REM - Rasterelektronenmikroskop
2.7.2 AFM - Rasterkraftmikroskop
2.7.3 TEM - Transmissions-Elektronenmikroskopie
2.7.4 Ramanspektroskopie
2.8 Defekte der Kohlenstoffnanoröhren
3 Theorie: Simulation und Polarisation im Feld
3.1 Theorie der Polarisation
3.2 Simulation
4 Entwurf, Aufbau und Prozess-Schritte
4.1 Proben - Layout
4.2 Optische Lithographie
4.3 Herstellung der Elektroden
4.4 Aufdampf- und Sputteranlage
4.5 PECVD Anlage und Prozessaufbau
4.6 SMU - Source Measurement Unit
4.7 Wachstum von Kohlenstoffnanoröhren
4.8 Potentialkontrast
5 Auswertung
5.1 Wahl der Parameter
5.1.1 Substrat- und Oxidwahl
5.1.2 Elektrodenmaterial
5.1.3 Katalysatorwahl
5.1.4 Prozessgase
5.1.5 Temperatur und Wachstumszeit
5.1.6 Feldstärke
5.1.7 Potential
5.1.8 Zusammenfassung - optimale Parameter
5.2 AFM- und Ramanuntersuchungen
5.3 Kontaktierung
5.4 Transport-Messung
6 Zusammenfassung
A Anhang
A.1 Rezepte fur optische Lithographie
A.1.1 Lack: ma-P1215
A.1.2 Lack: MAP1205
A.2 Black Magic Programme
A.2.1 CNT Wachstum
A.2.2 Leerlauf
Die Arbeit untersucht die kontrollierte Ausrichtung und das Wachstum von Kohlenstoffnanoröhren (CNTs) in elektrischen Feldern, um die Grundlage für die Herstellung von auf CNTs basierenden Transistoren (CNTFETs) zu schaffen.
2.1 Struktur von Kohlenstoffnanoröhren
Auf der Erde kommt Kohlenstoff u.a. in Form von Graphit und Diamant vor. Die Kristallstruktur des Diamanten besteht aus zwei ineinanderliegenden kubisch flächenzentrierten Gittern. Der Grund hierfür ist der tetraedisch ausgerichtete Kohlenstoff in sp3 Konfiguration. Die bindenden Orbitale sind besetzt, die antibindenden aber nicht. Dadurch wird der Diamant zum Isolator.
Im Graphit ist der Kohlenstoff in sp2 Konfiguration kovalent gebunden, hier tragen drei Elektronen zur Bindung bei. Das Gitter ist flach und die Atome ordnen sich bienenwabenförmig an. Die zwei dimensionale Gitterebene des Graphits nennt man Graphen. Die ungebundenen Elektronen im Graphen sind delokalisiert und stehen zum elektrischen Transport zur Verfügung. Wenn man die einzelnen Graphenschichten übereinanderschichtet so entsteht Graphit, deswegen ist Graphit sehr anisotrop, was die elektrischen, mechanischen und die thermischen Eigenschaften angeht.
Die Fullerene wurden 1970 von Eiji Oosawa vorhergesagt [12]. Fullerene sind kugelförmige Gebilde, die aus einer Kombination von Pentagon- und Hexagonringen bestehen. In diesem C60 Molekül sind ebenso wie beim Diamant alle Elektronen gebunden, und es ist deswegen ebenfalls ein Isolator.
Wenn man die Struktur der Kohlenstoff Nanoröhre idealisiert, so besteht diese aus einer aufgerollten Graphenschicht, und an den Enden befindet sich jeweils eine Fullerenhälfte, siehe Abbildung 2.2.
1 Einleitung: Beschreibt die Entdeckung und das Potenzial von Kohlenstoffnanoröhren sowie das Ziel der Arbeit, deren Wachstum gezielt im elektrischen Feld zu steuern.
2 Grundlagen: Vermittelt physikalische Grundlagen zu Struktur, Eigenschaften, Herstellungsmethoden und Untersuchungsverfahren von Kohlenstoffnanoröhren.
3 Theorie: Simulation und Polarisation im Feld: Behandelt die theoretischen Hintergründe der Polarisation von CNTs und die Simulation elektrischer Feldverläufe zur Ausrichtung.
4 Entwurf, Aufbau und Prozess-Schritte: Erläutert die praktische Probenherstellung, einschließlich Lithographie, Aufdampfprozesse und den Aufbau des PECVD-Systems.
5 Auswertung: Analysiert den Einfluss verschiedener Wachstumsparameter, präsentiert Ergebnisse der Charakterisierung und zeigt Transportmessungen an den Proben.
6 Zusammenfassung: Fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und bewertet den Erfolg der Optimierung hinsichtlich der gerichteten CNT-Herstellung.
Kohlenstoffnanoröhren, CNT, CVD, PECVD, elektrische Felder, Feldemission, Nanotechnologie, Rasterelektronenmikroskop, Ramanspektroskopie, Lithographie, Wachstumskontrolle, Halbleiter, Transistoren, Molybdän, Potentialkontrast.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der gezielten Herstellung und Ausrichtung von Kohlenstoffnanoröhren (CNTs) unter Einfluss elektrischer Felder für zukünftige Anwendungen in der Nanotechnologie.
Die zentralen Themen umfassen die physikalischen Grundlagen der CNTs, die Simulation von elektrischen Feldern sowie die technologische Prozessführung bei der Abscheidung mittels CVD und PECVD.
Das primäre Ziel ist die Optimierung von Wachstumsparametern, um einzelne, lange und ausgerichtete Kohlenstoffnanoröhren herzustellen, die für Transistoren (CNTFETs) kontaktiert werden können.
Es wird eine Kombination aus theoretischer Simulation (COMSOL Multiphysics) und experimenteller Halbleiterfertigung (optische Lithographie, CVD-Wachstum) sowie analytischen Methoden (REM, AFM, Raman) angewandt.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Betrachtungen zur Polarisation, die technische Umsetzung des Probendesigns, den eigentlichen Herstellungsprozess und die anschließende Auswertung der Wachstumsergebnisse.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Kohlenstoffnanoröhren, CVD-Wachstum, Feldorientierung, Elektrodengeometrie und elektronische Charakterisierung definieren.
Nach verschiedenen Versuchsreihen erwies sich Molybdän aufgrund seiner thermischen Stabilität und der guten Wuchsergebnisse als das am besten geeignete Elektrodenmaterial.
Der Potentialkontrast im Rasterelektronenmikroskop (REM) wird genutzt, um die ansonsten schwer sichtbaren, einzelnen Kohlenstoffnanoröhren zwischen den Elektroden sichtbar zu machen und ihre Kontaktierung zu überprüfen.
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