Diplomarbeit, 2013
100 Seiten, Note: 1,7
0. Einleitung
Teil I: Theoretische Grundlagen
1.Rechtssprache
1.1 Fachsprache
1.1.1 Definition
1.1.2 Gliederungsebenen von Fachsprachen
1.1.2.1 Die horizontale Ebene
1.1.2.2 Die vertikale Gliederung
1.1.3 Eigenschaften von Fachsprachen
1.1.3.1 Semantische Eigenschaften
1.1.3.2 Lexikalische Eigenschaften von Fachsprachen
1.1.3.3 Syntaktische und morphologische Eigenschaften
1.1.3.3.1 Selektion und Funktionswandel
1.1.3.3.2 Eigenschaften von Sätzen
1.1.3.4 Graphemische und phonologische Eigenschaften von Fachsprachen
1.1.3.4.1 Graphemische Eigenschaften
1.1.3.4.2 Phonologische Eigenschaften
1.1.4 Funktionen von Fachsprachen
1.2 Recht und Sprache
1.3 Rechtsterminologie
1.3.1 Die Eigenschaft der Rechtsbegriffe
1.3.1.1 Bestimmte und unbestimmte Rechtsbegriffe
1.3.1.2 Definierte Rechtsbegriffe
1.3.2 Definition
1.4 Charakteristika der Rechtssprache
1.4.1 Der Bezug zur Gemeinsprache
1.4.2 Polysemie
1.4.3 Intertextualität
1.4.4. Standardisierte Formeln
1.4.5 Besonderheiten der Gesetzessprache
1.5 Rechtssprachliche Phraseologie
2. Rechtstexte
2.1 Struktur und Funktion
2.2 Juristische Textsorten
2.2.1 Rechtsliteratur
2.2.2. Gesetze
2.2.3 Rechtsprechung
2.2.4 Verträge
3. Rechtsübersetzung
3.1 Arten der Rechtsübersetzung
3.1.1 Interlinguale Rechtsübersetzung
3.1.2 Intralinguale Rechtsübersetzung
3.2 Übersetzungstheorien
3.2.1 Allgemeine Übersetzungstheorien
3.2.1.1 Relevanz-Theorie nach GUTT
3.2.1.2 Hermeneutik nach STOLZE
3.2.1.3 Prototyp-Theorie nach SNELL-HORNBY
3.2.1.4 Texttypologie nach REISS
3.2.1.5 Skopostheorie nach REISS / VERMEER
3.2.2 Eigene Theorie für die Übersetzung von Recht
3.3. Methoden und Verfahren der Rechtsübersetzung
3.3.1 Übersetzungsmethoden
3.3.2 Übersetzungsverfahren
3.4 Hilfsmittel zur Übersetzung rechtlicher Texte
3.4.1 Definition
3.4.2 Das Wissen des Rechtsübersetzers
3.4.2.1 Übersetzerische Kompetenz
3.4.2.2 Juristische Kompetenz
3.4.2.3 Rechtssprachliche Kompetenz
3.4.3 Lexikographische Nachschlagewerke
3.4.3.1 Fachliche Sprachwörterbücher, Sachwörterbücher und Allbücher
3.4.3.2 Wissen – Informationen – Lexikographische Daten
3.4.3.3 Sprachliche vs. nicht-sprachliche, semantisch- (fach)enzyklopädische vs. (fach)enzyklopädische Daten
3.4.4 Parallel- und Hintergrundtexte
3.4.4.1 Paralleltexte
3.4.4.2 Hintergrundtexte
3.4.5 Elektronische Hilfsmittel
3.4.5.1 Die Datenbank
3.4.5.1.1 Wissensvoraussetzungen des Hilfsmittelbenutzers
3.4.5.1.2 Hilfsmittelbenutzung
3.4.5.1.3 Hilfsmittelfunktionen
3.4.5.1.4 Das prototypische Datenbankprogramm JUSLEX
3.4.5.2 IATE
3.4.5.3 Elektronische Korpora
4. Rechtsvergleichung beim Übersetzen rechtlicher Texte
4.1 Formen der Rechtsvergleichung
4.1.1 Makro- und Mikrovergleichung
4.1.1.1 Makrovergleichung
4.1.1.2 Mikrovergleichung
4.1.2 Angewandte und dogmatische Rechtsvergleichung
4.1.2.1 Angewandte Rechtsvergleichung
4.1.2.2 Dogmatische Rechstvergleichung
4.2. Vergleichung
4.2.1 Vergleichbarkeit
4.2.1.1 Vergleich nach institutioneller Typologie
4.2.1.2 Vergleich nach systematischen Kategorien
4.2.2 Rechtsqualität
4.2.3 Funktionalitätsprinzip
4.3 Phasen der methodologischen Prozess der Rechtsvergleichung nach CONSTANTINESCO
4.3.1 Erste Phase: Feststellen
4.3.2 Zweite Phase: Verstehen
4.3.3 Dritte Phase: Vergleichen
4.4 Das Verhältnis von Rechtsübersetzung und Rechtsvergleichung
4.4.1 Übersetzen als Hilfsmittel der Rechtsvergleichung
4.4.2 Rechtsvergleichung als Hilfsmittel der Rechtsübersetzung
4.4.3 Rechtsübersetzung und Rechtsvergleichung als gleichberechtigte Disziplinen
Teil II: Der empirische Teil
5. Übersetzungen aus der arabischen Sprache in die deutsche Sprache mit Beobachtung
5.1 Einführung
5.2 Deutsche Übersetzungsvorschläge aus dem Arabischen
5.2.1 Die marokkanische Heiratsurkunde
5.2.2 Der ägyptische Ehevertrag
5.2.3 Die libanesische Heiratsurkunde
5.3 Beobachtungen zur Übersetzung
6. Schlusswort
7. Glossar
8. Literaturverzeichnis
Die vorliegende Diplomarbeit bietet einen umfassenden Überblick über die Rechtsübersetzung und die damit verbundenen Hilfsmittel. Im Zentrum steht die Untersuchung, wie qualitativ hochwertige juristische Übersetzungen als Brücke zwischen verschiedenen Rechtskulturen fungieren, wobei Theorie und empirische Anwendung (Übersetzung arabischer Dokumente) miteinander verknüpft werden.
1.1.2 Gliederungsebenen von Fachsprachen
Die Abgrenzung der Fachsprachen gegeneinander erfolgt durch eine horizontale Gliederung, die von den Kommunikationsbereichen bzw. Fachgebieten bestimmt wird, zum Beispiel Technik, Wirtschaft, Recht, Medizin, Naturwissenschaften usw. (Hoffmann 1998:191). Diese Bereiche lassen sich ihrerseits in mehrere hierarchische Ebenen unterteilen; so folgt zum Beispiel die Gliederung folgendermaßen: Technik, Elektrotechnik, Elektronik, Analogietechnik … usw. (Arntz 2001:56). Allerdings kann man nicht eine begrenzbare Zahl der Fachsprachen feststellen; die Zahl der Fachsprachen entspricht der vorhandenen Fachgebiete, die sich dank der wissenschaftlich-technischen Entwicklung immer wieder vermehren (Hoffmann 1998:191).
Neben der horizontalen Gliederung, die die Fachsprachen – nach Fachbereichen – voneinander unterscheidet, variiert jede einzelne Fachsprache auf der vertikalen Gliederung.
Die vertikale Gliederung stellt die innere Schichtung der einzelnen Fachsprachen dar; so wirkt sie sich auf den Abstraktionsgrad und damit auf den Fachwortschatz bzw. auf den sprachlichen Stil aus. Mitte der 1960er Jahre unterscheidet Ischreyt zwischen drei Schichten des Fachsprachengebrauchs und teilt die technischen Fachsprachen im Rahmen einer Dreiergliederung in Wissenschafts-, Verkäufer- bzw. fachliche Umgangs- und Werkstattsprache (zit. nach Niederhaus 2011:43).
0. Einleitung: Die Einleitung steckt den Rahmen ab, skizziert die methodische Herausforderung der Rechtsübersetzung und gibt einen Überblick über den zweigeteilten Aufbau der Arbeit in einen theoretischen und einen empirischen Teil.
1. Rechtssprache: Dieses Kapitel definiert Fach- und Rechtssprache, beleuchtet deren Eigenschaften, Funktionen und die spezifischen Herausforderungen im Umgang mit Rechtsterminologie und der Mehrdeutigkeit von Begriffen.
2. Rechtstexte: Hier werden die Struktur und Funktion von Rechtstexten analysiert sowie die Besonderheiten verschiedener juristischer Textsorten wie Gesetze, Literatur, Verträge und Rechtsprechung erörtert.
3. Rechtsübersetzung: Das Kapitel bietet einen tiefen Einblick in inter- und intralinguale Übersetzungsarten, verschiedene Übersetzungstheorien und die praktischen Hilfsmittel, von Lexika bis hin zu Datenbanken.
4. Rechtsvergleichung beim Übersetzen rechtlicher Texte: Die Rechtsvergleichung wird als maßggebliche methodische Basis für die Rechtsübersetzung eingeführt, wobei der Prozess in die drei Phasen Feststellen, Verstehen und Vergleichen strukturiert wird.
5. Übersetzungen aus der arabischen Sprache in die deutsche Sprache mit Beobachtung: Im empirischen Teil werden konkrete Übersetzungsvorschläge für marokkanische, ägyptische und libanesische Heiratsurkunden bzw. Eheverträge präsentiert und reflektiert.
Rechtsübersetzung, Rechtssprache, Rechtsvergleichung, Terminologie, Übersetzungstheorie, Fachsprache, Gesetzessprache, Rechtsordnung, Übersetzerische Kompetenz, Datenbank, Äquivalenz, Rechtskultur, Rechtstexte, interkulturelle Kommunikation, juristische Fachsprache.
Die Arbeit behandelt die komplexen Anforderungen an die Übersetzung juristischer Texte. Sie untersucht die theoretischen Grundlagen der Rechts- und Fachsprache sowie die notwendigen Kompetenzen und Hilfsmittel, die ein Übersetzer benötigt, um als Brücke zwischen verschiedenen Rechtskulturen zu fungieren.
Die zentralen Felder sind die Rechtssprache und ihre Charakteristika, die Analyse verschiedener Rechtstexte, die Einbettung von Übersetzungstheorien in den juristischen Kontext sowie die methodische Bedeutung der Rechtsvergleichung für eine kulturadäquate Translation.
Das Ziel ist es, einen Gesamtüberblick über das Feld der Rechtsübersetzung zu vermitteln. Dabei soll aufgezeigt werden, wie ein Übersetzer die notwendige Schnittstelle zwischen Rechtssprache, Rechtssystem und Zielkultur bewältigt.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten wissenschaftlichen Literaturanalyse (Theoretischer Teil) und einem empirischen Ansatz (Empirischer Teil), bei dem ausgewählte arabische Heiratsurkunden und Eheverträge übersetzt und in Bezug auf ihre terminologische und strukturelle Adaption kritisch observiert werden.
Der Hauptteil widmet sich der Definition der Rechtssprache, der Analyse der Rechtstexte hinsichtlich ihrer Funktionen, der Erörterung von Übersetzungstheorien (z. B. Skopostheorie, Relevanz-Theorie) und dem Einsatz technischer Hilfsmittel wie Datenbanken für die Arbeit des Rechtsübersetzers.
Rechtsübersetzung, Rechtsvergleichung, Rechtsterminologie, Äquivalenz, Rechtssystem und Fachsprache sind die zentralen Begriffe, die den Fokus der Untersuchung am präzisesten beschreiben.
Die Autorin weist darauf hin, dass der in marokkanischen Urkunden verwendete Begriff „Oudoul“ nicht direkt mit dem deutschen „Notar“ gleichzusetzen ist, da sich die Funktionen der Ämter aufgrund der unterschiedlichen Rechtstraditionen signifikant unterscheiden.
Eine zentrale Herausforderung ist die Übersetzung von schariarechtlichen Begriffen und Konzepten wie „Schmerzensgeld“ oder „Schari’a-Bedingungen“, da diese Begriffe in einer deutschen Rechtsumgebung oft eine völlig andere Konnotation haben oder rechtlich nicht deckungsgleich sind.
Da rechtliche Begriffe in verschiedenen Ländern jeweils in ein nationales Rechtsgefüge eingebettet sind, muss der Übersetzer durch eine Rechtsvergleichung sicherstellen, dass die übersetzten Begriffe in der Zielsprache die intendierte Rechtswirkung und Bedeutung korrekt vermitteln.
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