Bachelorarbeit, 2022
75 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Theoretischer Hintergrund
2.1 Rettungsdienst in Deutschland
2.1.1 Belastung im Rettungsdienst
2.2 Posttraumatische Belastungsstörung
2.2.1 Definition Trauma
2.2.2 Diagnostische Einordnung der PTBS
2.2.3 Modelle zur Ätiologie einer PTBS
2.2.4 Psychische Widerstandsfähigkeit
2.3 Arbeitszufriedenheit
2.3.1 Definition Arbeitszufriedenheit
2.3.2 Modelle der Arbeitszufriedenheit
2.3.3 Arbeitsbedingungen und psychische Gesundheit
2.4 Aktueller Forschungsstand
2.5 Hypothesenableitung
3 Methodik
3.1 Forschungsmethode
3.2 Rekrutierung der Stichprobe
3.3 Operationalisierung der Variablen
3.3.1 Soziodemographische Daten
3.3.2 Arbeitszufriedenheit
3.3.3 PSU-Team
3.3.4 Ausmaß der Symptome einer PTBS
3.4 Datenauswertung
4 Ergebnisse
4.1 Deskriptive Statistik
4.1.1 Stichprobe
4.1.2 Arbeitszufriedenheit
4.1.3 PTBS
4.2 Skalenbeschaffenheit & Reliabilitätsanalyse
4.3 Hypothesentests
5 Diskussion
5.1 Deskriptive Statistik
5.2 Hypothesen
5.3 Limitationen
5.4 Implikationen für Maßnahmen & Folgestudien
6 Fazit
Diese Arbeit untersucht mittels einer empirischen Querschnittsstudie den Zusammenhang zwischen der Arbeitszufriedenheit von Rettungskräften und dem Auftreten von Symptomen einer posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) unter Berücksichtigung soziodemografischer Einflüsse.
2.2.3.1 Multifaktorielles Rahmenmodell der Ätiologie von Traumafolgen
Die Besonderheit des Multifaktoriellen Rahmenmodells liegt in seiner umfassenden Betrachtung an Einflussfaktoren, im Gegensatz zur monokausalen Sichtweise vieler anderer Modelle. Das Modell bezieht sich auf die Frage, wieso nach einem traumatischen Ereignis nur ein Teil der Betroffenen Traumafolgestörungen entwickeln und andere nicht. Daher schließt es nicht nur Ereignis-, Aufrechterhaltungsfaktoren und posttraumatische Prozesse und Resultate mit ein, sondern auch Risiko- bzw. Schutzfaktoren sowie gesundheitsfördernde Faktoren. Dabei wird auch die soziale Umwelt als Faktor einer PTBS-Genese berücksichtigt (Seidler et al., 2019) (vgl. Abbildung 1).
Das Modell beginnt mit den Risikofaktoren, welche hier gleichermaßen als Schutzfaktoren zu betrachten sind. Einige von ihnen können nach einem Trauma sowohl einen negativen als auch günstigen Effekt auf das Ausbilden einer Folgestörung haben. Die Risiko- bzw. Schutzfaktoren bestehen prätraumatisch und werden mit in das traumatisierende Ereignis genommen (Brauchle, 2011).
Es folgen im Modell die peritraumatischen Faktoren. Diese Ereignisfaktoren sind unterteilt in „Traumaschwere“ und „Initiale Reaktion“, welche von der Traumaschwere abhängt. Empirische Untersuchungen lassen keinen Zweifel, dass die Traumaschwere im direkten Zusammenhang mit dem Ausmaß der Folgen steht. Allerdings sind die Korrelationen nicht sehr hoch. Dies deutet wiederum auf psychologische Faktoren in der Ergebnisbewertung hin. Die initiale Reaktion ist ein wichtiger Prädiktor für das Entstehen einer PTBS. Damit ist die Einschätzung über die bestehende Autonomie in der Situation gemeint, die Entscheidung, sich in der Situation nicht selbst aufzugeben. Diese Interpretation der eigenen Lage während des Traumas hat einen Einfluss auf die Wirkung späterer gesundheitsfördernder Faktoren. Auch die psychische Dissoziation – die Abspaltung von Anteilen des eigenen Bewusstseins – ist ein Prädiktor für das Ausmaß der späteren PTBS (Maercker, 2019).
1 Einleitung: Beleuchtung der hohen Belastung von Rettungskräften und Einführung in die Fragestellung des Zusammenhangs zwischen Arbeitszufriedenheit und PTBS-Symptomatik.
2 Theoretischer Hintergrund: Vermittlung des notwendigen Wissens über den deutschen Rettungsdienst, die Pathologie der PTBS, theoretische Modelle der Arbeitszufriedenheit und relevante Forschungsergebnisse.
3 Methodik: Detailbeschreibung der Forschungsstudie, inklusive Online-Umfrage, Instrumenten zur Erhebung von Arbeitszufriedenheit und PTBS sowie des Vorgehens bei der statistischen Auswertung.
4 Ergebnisse: Ausführliche Darstellung der deskriptiven Statistiken, Reliabilitätsanalysen der Fragebögen sowie der Ergebnisse der Hypothesentests.
5 Diskussion: Interpretation der Studienergebnisse im Kontext des Forschungsstandes, kritische Reflexion der Limitationen und Ableitung von Empfehlungen für Politik und Praxis.
6 Fazit: Zusammenfassende Beantwortung der zentralen Forschungsfrage und Bestätigung der wissenschaftlichen Relevanz der untersuchten Zusammenhänge.
Rettungsdienst, Arbeitszufriedenheit, PTBS, psychische Belastung, Retter, posttraumatische Belastungsstörung, Gesundheit am Arbeitsplatz, PSU-Team, Stressbewältigung, Prävention, Arbeitsbedingungen, Rettungssanitäter, Notfallsanitäter, Empirische Studie, Arbeitspsychologie.
Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der Arbeitszufriedenheit von Rettungskräften und der Ausprägung von Symptomen einer posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) im Rettungsdienst.
Zentral sind die theoretischen Grundlagen des deutschen Rettungsdienstes, die Ätiologie der PTBS, verschiedene Modelle zur Arbeitszufriedenheit sowie der Einfluss von psychosozialen Schutzfaktoren.
Die Kernfrage lautet, ob die Arbeitszufriedenheit von Rettungskräften einen messbaren Einfluss auf das Auftreten von PTBS-Symptomen hat, wenn dabei soziodemografische Daten berücksichtigt werden.
Es handelt sich um eine quantitative Querschnittsstudie, bei der eine Online-Umfrage unter 440 Rettungskräften durchgeführt und mittels statistischer Software (IBM SPSS) analysiert wurde.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung der Variablen, die methodische Operationalisierung der Online-Befragung sowie die detaillierte Ergebnisdarstellung und Diskussion der zehn aufgestellten Hypothesen.
Wichtige Begriffe sind Arbeitszufriedenheit, PTBS (Posttraumatische Belastungsstörung), psychosoziale Unterstützung (PSU), Rettungskräfte, Arbeitsbedingungen und Burnout-Prävention.
Die Studie belegt, dass eine im Rahmen der Ausbildung erfolgte Psychoedukation zum Thema „mentale Belastung & Psychohygiene“ als präventiver Schutzfaktor wirkt.
Die Arbeit bilanziert, dass PSU-Teams einen wichtigen protektiven Faktor darstellen, jedoch ihre Verfügbarkeit oder die Aufklärung darüber im Rettungsdienst lückenhaft zu sein scheint, was die PTBS-Symptomatik bei Betroffenen beeinflussen kann.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

