Examensarbeit, 2009
82 Seiten, Note: 1,0
Medien / Kommunikation - Medien und Politik, Pol. Kommunikation
1. Einleitung
2. Der Völkermord
3. Medien in Afrika
3.1 Die Printmedien
3.2 Der Rundfunk
3.3 Medien in Ruanda
4. Kangura
5. RTLM: Das Radio als tödliche Waffe?
5.1 Die Sendezeit
5.2 Die Hörer
5.3 Gesellschaftliche Strukturen
5.4 Rhetorik von Gewalt
5.5 Analyse der Sendungen
5.5.1 Das Format der Sendungen
5.5.2 Themen der Sendungen
5.6 Medientheorie: Die „überzeugende“ Kommunikation
5.7 Die These der minimalen Effektivität
6. Schluss
Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss der Medien – insbesondere des Radios – auf das Geschehen vor und während des Völkermordes in Ruanda im Jahr 1994, mit dem Ziel, die Rolle der Massenkommunikation bei der Mobilisierung der Bevölkerung zu Massenmorden zu analysieren.
5.1 Die Sendezeit
Die Sendungen von RTLM begannen morgens gegen 08:30 Uhr in Kinyarwanda. Während dieser Sendezeit wurden Mitarbeiter des Senders losgeschickt, um Ruander zu interviewen, andere um aktuelle Informationen zu Geschehnissen des Tages einzuholen. Mittags stoppte die Arbeit von RTLM dann und die Sendungen wurden beendet. Erst um 17:00 Uhr nahm der Sender wieder seine Arbeit auf und die Sendungen in Kinyarwanda wurden fortgesetzt. Von 20:00 Uhr bis 22:00 Uhr wurden die Sendungen dann in Französisch ausgestrahlt. Danach schloss RTLM seine Pforten und ein Sendetag war beendet.
1. Einleitung: Klärung des Völkermord-Begriffs und Hinführung zur Fragestellung der Rolle von Medien bei der Radikalisierung der ruandischen Bevölkerung.
2. Der Völkermord: Historischer Überblick über die Massenmorde von 1994 und die künstliche soziale Unterscheidung zwischen Hutu und Tutsi durch die Kolonialmacht.
3. Medien in Afrika: Analyse der Mediensituation auf dem afrikanischen Kontinent unter Berücksichtigung kolonialer Prägungen und der Sonderstellung des Rundfunks.
4. Kangura: Darstellung des Einflusses der Zeitung „Kangura“ und ihrer Funktion als Vorreiter für die spätere mediale Hetze.
5. RTLM: Das Radio als tödliche Waffe?: Zentrale Untersuchung von RTLM, dessen Rhetorik, Hörerbindung und Rolle bei der Koordinierung des Völkermordes.
6. Schluss: Zusammenfassung der Ergebnisse, die eine entscheidende Rolle der Medien bei der Vorbereitung und Durchführung des Völkermordes belegen.
Ruanda, Völkermord, RTLM, Kangura, Radio, Propaganda, Hutu, Tutsi, Massenkommunikation, Rhetorik, Hassmedien, Genozid, Medienwirkungsforschung, Kolonialismus, Interahamwe
Die Arbeit untersucht den Einfluss von Medien, primär des Radios, auf die Mobilisierung der Bevölkerung während des Genozids in Ruanda 1994.
Die Rolle der Zeitung „Kangura“, die Funktion des Radiosenders RTLM und die rhetorischen Strategien der Täter zur Entmenschlichung der Tutsi.
Das Ziel ist es zu ergründen, wie Medien dazu beitrugen, dass sich eine große Anzahl der Bevölkerung aktiv an Massenmorden beteiligte.
Es erfolgt eine deskriptive und analytische Aufarbeitung von Forschungsergebnissen sowie eine Untersuchung von Medientheorien in Bezug auf die ruandische Situation.
Der Fokus liegt auf der inhaltlichen und strukturellen Analyse des Senders RTLM und dessen rhetorischer Gewaltverherrlichung.
Ruanda, Völkermord, Radio, RTLM, Propaganda, Hutu, Tutsi, Genozid.
Sie dienten als zentrales ideologisches Manifest, das Hutu zur Feindseligkeit gegenüber Tutsi aufrief und eine hohe Autorität beanspruchte.
Der Autor lehnt die These von Scott Straus als zu stark vereinfachend ab, da sie die tiefgreifende Vorbereitung und Koordination durch das Radio ignoriert.
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