Masterarbeit, 2009
67 Seiten, Note: 1,3
Kapitel 1: Einführung in die behandelte Thematik
1.1 Betrachtungsgegenstand der Untersuchung
1.2 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit
Kapitel 2: Die relative Einzelkostenrechnung in der theoretischen Betrachtung
2.1 Einordnung der Kostenrechnung in das Rechnungswesen
2.2 Aufgaben der Kosten- und Leistungsrechnung
2.3 Beschreibung relevanter Kosten- und Leistungsbegriffe
2.4 Überblick über die wesentlichen Kostenrechnungssysteme
2.5 Beschreibung der relativen Einzelkostenrechnung
2.5.1 Einordnung des Ansatzes in die Systeme der Teilkostenrechnung
2.5.2 Charakteristika der relativen Einzelkostenrechnung
2.5.3 Kritik am Ansatz der relativen Einzelkostenrechnung
2.6 Zwischenfazit
Kapitel 3: Rahmenbedingungen für die Kostenrechnung in der Bundeswehr
3.1 Die Bundeswehr im Kontext betriebswirtschaftlicher Herausforderungen
3.2 Einflüsse des Rechnungswesens auf Bundesebene
3.3 Vorgaben für die Kostenrechnung in der Bundeswehr
3.3.1 Bisherige Kostenrechnungsansätze
3.3.2 Entscheidung zur Neuausrichtung der KLR
3.4 Zwischenfazit
Kapitel 4: Umsetzung der relativen Einzelkostenrechnung in der Bundeswehr
4.1 Vorbemerkungen zur Umsetzung
4.2 Wahl der Bezugsobjekte
4.2.1 Kostenarten
4.2.2 Kostenstellen
4.2.3 Kostenträger
4.3 Ausgestaltung der Grundrechnung
4.4 Möglichkeiten für Auswertungsrechnungen
4.5 Veränderungsmanagement
4.6 Zwischenfazit
Kapitel 5: Abschließende Betrachtung
5.1 Die wichtigsten Ergebnisse der Untersuchung
5.2 Ausblick
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, die Möglichkeiten und Grenzen der relativen Einzelkostenrechnung anhand der praktischen Umsetzung in der Bundeswehr zu analysieren und theoretische Erkenntnisse mit den Erfahrungen aus dem Transformationsprozess zu spiegeln.
2.5.2 Charakteristika der relativen Einzelkostenrechnung
Um den im vorherigen Abschnitt bereits angedeuteten kausalen Zusammenhang zwischen Entscheidung und Maßnahme bei der Gegenüberstellung von Kosten und Leistungen deutlicher herausstellen zu können, wurde im Zuge der relativen Einzelkostenrechnung das Identitätsprinzip entwickelt. Dieses Prinzip ist vollständigkeitshalber bereits in Abschnitt 2.4 aufgeführt, und löst das Verursachungsprinzip in diesem Konzept ab bzw. verschärft es. Es definiert aufbauend auf dem Prinzip der Verursachungsgerechtigkeit, dass entstandene Leistungen und Güterverzehr nur dann eindeutig gegenüberstellbar sind, wenn sie „… gekoppelte Wirkungen ein und desselben Kausalprozesses sind.“ D. h. sie müssen auf die gleiche Ursache-Wirkungs-Beziehung zurück zu führen sein, und somit letztendlich auf die gleiche Entscheidung bzw. Entscheidungskette als deren Auslöser.
Die Fokussierung auf den Ursache-Wirkungs-Zusammenhang geht mit dem Gedanken einher, dass Entscheidungen den Betriebsprozess beeinflussen sollen. Aus diesem Grund sind für die Vorbereitung von Entscheidungen und die Kontrolle deren Umsetzung auch nur Elemente (hier Kosten und Leistungen) relevant, die durch den Verantwortlichen direkt beeinflusst werden können. Die Kontrollierbarkeit setzt wiederum voraus, dass der mengenmäßige Verzehr auch tatsächlich gemessen wird Der Anspruch der Beeinflussbarkeit und Kontrollierbarkeit beinhaltet auch, dass Zufälle eigentlich nicht betrachtet werden dürfen. Außer bestimmte Erscheinungen treten in einer ausreichend großen Anzahl auf, so dass Zufallsschwankungen wieder ausgeglichen werden. Dann können auch diese Sachverhalte berücksichtigt werden.
Kapitel 1: Einführung in die behandelte Thematik: Zusammenfassung der Ausgangslage der Bundeswehr im Transformationsprozess und Einordnung des Forschungsgegenstandes.
Kapitel 2: Die relative Einzelkostenrechnung in der theoretischen Betrachtung: Theoretische Herleitung der relativen Einzelkostenrechnung als entscheidungsorientiertes Konzept im Rechnungswesen.
Kapitel 3: Rahmenbedingungen für die Kostenrechnung in der Bundeswehr: Analyse der haushaltsrechtlichen und strukturellen Bedingungen für die Einführung einer Kosten- und Leistungsrechnung im Verteidigungsressort.
Kapitel 4: Umsetzung der relativen Einzelkostenrechnung in der Bundeswehr: Beschreibung der praktischen Anwendung und technischen Ausgestaltung (SAP-Integration) des Konzepts in der Bundeswehr.
Kapitel 5: Abschließende Betrachtung: Zusammenführung der Ergebnisse und kritische Würdigung des Ansatzes in der Verwaltungspraxis.
Relative Einzelkostenrechnung, Bundeswehr, Kosten- und Leistungsrechnung, Rechnungswesen, Identitätsprinzip, Deckungsbeitragsrechnung, ERP-Standardsoftware, SAP, Controlling, öffentliche Verwaltung, Transformation, Bezugsgrößenhierarchie, Wirtschaftlichkeit, Haushaltsrecht, Entscheidungsorientierung.
Die Arbeit untersucht, wie die relative Einzelkostenrechnung nach Paul Riebel als Steuerungsinstrument in einer großen öffentlichen Organisation – am Beispiel der Bundeswehr – konzeptionell und technisch implementiert werden kann.
Die Arbeit behandelt die theoretischen Grundlagen der relativen Einzelkostenrechnung, die spezifischen Rahmenbedingungen des öffentlichen Haushaltswesens sowie die praktische Software-Implementierung mittels SAP.
Ziel ist es, die Vor- und Nachteile sowie die Möglichkeiten und Grenzen dieses speziellen Kostenrechnungsansatzes im Kontext der Modernisierungsbemühungen der Bundeswehr aufzuzeigen.
Der Autor wählt einen deduktiven Ansatz, der bei allgemeinen theoretischen Kostenrechnungsprinzipien beginnt und diese auf die spezifischen Bedürfnisse und Strukturen der Bundeswehr überträgt.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung des Konzepts, eine Analyse der bundeswehrspezifischen Rahmenbedingungen und eine detaillierte Darstellung der Umsetzungsprozesse inklusive der IT-Struktur.
Wesentliche Begriffe sind die relative Einzelkostenrechnung, das Identitätsprinzip, die Prozessorientierung in der Bundeswehrverwaltung sowie die Integration von Finanzbuchhaltung und Kostenrechnung.
Die Arbeit argumentiert, dass eine Vollkostenrechnung durch die Schlüsselung von Gemeinkosten zu verzerrten Daten führen kann, die für eine echte entscheidungsorientierte Steuerung ungeeignet sind.
SASPF bildet das technische Rückgrat, da durch den Einsatz einer einheitlichen SAP-Software die zentrale Erfassung und prozessübergreifende Auswertung von Kosten- und Leistungsdaten erst ermöglicht wird.
Das Haushaltsrecht zwingt zu einer Integration in kameralistische Strukturen, was die praktische Ausgestaltung der KLR komplex macht, da sie sowohl den Anforderungen der Haushaltsüberwachung als auch des Controllings genügen muss.
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