Masterarbeit, 2021
80 Seiten, Note: 1,0
Didaktik für das Fach Deutsch - Grammatik, Stil, Arbeitstechnik
1. Einleitung
1.1 Zum Forschungsstand
1.2 Fragestellung und Zielsetzung
1.3 Vorgehen und Gliederung
2. Das Verb in der Fachwissenschaft
2.1 Der Begriff ,Grammatik‘
2.2 Die Einteilung der Wortarten
2.3 Die Begriffsbestimmung des Verbs
3. Das Verb in der Fachdidaktik
3.1 Wissen und Können
3.2 Terminus und Begriff
3.3 Fachdidaktische Zugänge zum Verb
3.4 Grammatische Proben
4. Das Verb im Deutschunterricht der Grundschule
4.1 Die Grammatik in den curricularen Vorgaben
4.2 Das Verb in den Schulbüchern der Grundschule
4.3 Das Potenzial einer nachhaltigen Verbdidaktik in der Schule
5. Zwischenfazit
6. Die Methodik
6.1 Das Forschungsdesign
6.2 Die Treatments in der Interventions- und in der Kontrollgruppe
6.3 Das Untersuchungsinstrument
6.4 Die Itemschwierigkeit und Itemvarianz zur Bestimmung der Verben
6.5 Die Beschreibung der Stichprobe
6.6 Die Datenanalyse
6.7 Die Gütekriterien der quantitativen Forschung
7. Die Ergebnisse
7.1 Die Synonyme für das Verb
7.2 Das extensionale Wissen zum Verb
7.3 Die Bestimmungsleistungen zur Wortart Verb
7.4 Die Begründungsleistungen zur Wortart Verb
7.5 Der Zusammenhang zwischen der Begründungs- und der Bestimmungsleistung
8. Zusammenfassung
9. Ausblick
10. Literaturverzeichnis
11. Anhang
Die vorliegende Masterarbeit untersucht die Wirksamkeit zweier unterschiedlicher methodischer Zugänge zur Einführung von Verben in der zweiten Klasse. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie sich eine morphologische Betrachtung im Vergleich zu einer semantischen Einführung auf die Bestimmungs- und Begründungsleistungen der Schülerinnen und Schüler auswirkt, um bisherige Lernschwierigkeiten im Bereich des Grammatikunterrichts zu adressieren.
1.1 Zum Forschungsstand
Unterschiedliche Studien kommen übereinstimmend zum Schluss, dass es Schülerinnen und Schülern schwerfällt, grammatische Phänomene zu identifizieren, einzuordnen und zu erklären. Für den deutschsprachigen Raum liegen bisher jedoch nur wenige Untersuchungen vor, die auf den Erwerb des Wissens abzielen. Besonders fehlt es an Panelstudien, die den Wissenserwerb über mehrere Schuljahre hinweg begleiten und analysieren. Im Folgenden wird auf einige Studien Bezug genommen, deren Ergebnisse fachdidaktisch publiziert wurden. Einige internationale Studien kommen für verschiedene Sprachen zum Schluss, dass den Lernenden die Bestimmung von Nomen leichter fällt als die Identifikation von Verben. Diese Erkenntnis gilt über die verschiedenen Jahrgangsstufen hinweg (vgl. Funke 2005, S. 59).
Spies (vgl. 1989, S. 80f.) weist aufgrund von Unterrichtsbeobachtungen für Drittklässlerinnen und Drittklässler nach, dass in der Schule zum Teil falsches oder irreführendes Analysewissen zur Verfügung gestellt wird. So nutzen Schülerinnen und Schüler der dritten Klassenstufe Proben zur Satzgliedbestimmung, um Verben zu identifizieren. Auf Nachfrage wurde deutlich, dass die Teilnehmenden kein tragfähiges Wortartenwissen ausgebildet hatten (vgl. ebd. S. 81). Zur Datenerhebung bei Spies schreibt Funke Folgendes: „[...] [D]ass eine Orientierung an semantischen Charakteristika Grund für die Entstehung von Fehlern bei der Klassifikation von sprachlichen Einheiten nach syntaktischen Gesichtspunkten sei, ist im Fall der Wortartenzuordnung besonders naheliegend“ (Funke 2002, S. 68).
1. Einleitung: Beschreibt die Ausgangslage sowie die Zielsetzung und Forschungsfrage der Arbeit im Kontext des Grammatikunterrichts der Grundschule.
2. Das Verb in der Fachwissenschaft: Analysiert den Begriff Grammatik, die Einteilung von Wortarten und definiert das Verb aus fachwissenschaftlicher Sicht.
3. Das Verb in der Fachdidaktik: Diskutiert fachdidaktische Konzepte wie Wissen und Können sowie verschiedene methodische Zugänge zur Vermittlung des Verbs.
4. Das Verb im Deutschunterricht der Grundschule: Beleuchtet die curricularen Vorgaben und die Rolle von Schulbüchern für den Grammatikunterricht.
5. Zwischenfazit: Reflektiert die theoretischen Hintergründe und dient als Brücke zur empirischen Untersuchung.
6. Die Methodik: Stellt das Forschungsdesign, die Stichprobe und das Datenerhebungs- sowie Analyseverfahren vor.
7. Die Ergebnisse: Präsentiert und analysiert die quantitativen Daten zur Bestimmung und Begründung der Wortart Verb.
8. Zusammenfassung: Fasst die Kernergebnisse der Untersuchung prägnant zusammen.
9. Ausblick: Identifiziert Forschungsdesiderate und gibt Anregungen für die zukünftige Gestaltung des Deutschunterrichts.
Grammatikerwerb, Wortart Verb, Fachdidaktik, Grundschule, Bestimmungsleistung, Begründungsleistung, morphologische Einführung, semantische Einführung, Sprachbewusstheit, Zweitklässler, empirische Studie, Grammatikunterricht, Fachterminologie, Konjugation, Wortartenwissen.
Die Arbeit untersucht, wie Grundschüler der zweiten Klasse Wörter als Verben identifizieren und welche Rolle verschiedene methodische Ansätze (semantisch vs. morphologisch) dabei spielen.
Die Arbeit befasst sich primär mit der Fachdidaktik des Deutschunterrichts, dem Grammatikerwerb, der Vermittlung der Wortart Verb und der empirischen Forschung in diesem Bereich.
Das Ziel ist es zu ermitteln, ob eine morphologische Betrachtung von Verben zu besseren Identifikations- und Begründungsleistungen führt als die traditionelle semantische Einführung.
Es handelt sich um eine quantitative Feldstudie mit einem quasiexperimentellen Design (Interventions- und Kontrollgruppe), ergänzt durch statistische Analyseverfahren (Mann-Whitney-U-Test, Korrelation nach Spearman).
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung der fachwissenschaftlichen und fachdidaktischen Grundlagen zu Wortarten und Verben sowie eine ausführliche Präsentation der empirischen Studie nebst Methodik und Ergebnissen.
Zentrale Begriffe sind Grammatikerwerb, Wortart Verb, Fachdidaktik, Bestimmungsleistung sowie morphologische bzw. semantische Unterrichtsverfahren.
Es dient als Ausgangspunkt für die Kontrollgruppe, in der die Verben traditionell semantisch eingeführt werden, was dem üblichen Vorgehen in vielen Schulbüchern entspricht.
Die Autorin weist darauf hin, dass fachdidaktisch fragwürdige, "kindgerechte" Begriffe wie "Tu(n)wort" die systematische Grammatikbildung behindern können, da sie oft inhaltlich nicht präzise oder irreführend sind.
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