Bachelorarbeit, 2017
59 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Das Verhältnis zwischen politischer Bildung und Sachunterricht
2.1 Die Verortung politischer Bildung in der Konzeption Sachunterricht
2.2 Die politische Bildung im Rahmenlehrplan Sachunterricht Berlin/Brandenburg
2.3 Die politische Bildung im Perspektivrahmen Sachunterricht
2.4 Zwischenfazit
3. Die Entstehungsgeschichte des Beutelsbacher Konsenses
3.1 Die politische Bildung im Spannungsfeld von Parteien- und Bildungspolitik
3.2 Der Dissens zur politischen Bildung in der Wissenschaft
3.2.1 Die Konzeptionen zur politischen Bildung zwischen 1945 und 1970
3.2.2 Die politikdidaktische Auseinandersetzung in der Nachkriegszeit
3.2.3 Zwischenfazit
3.3 Der Befriedungsversuch Beutelsbach
3.4 Der Minimalkonsens als Ergebnis von Beutelsbach
3.4.1 Das Überwältigungsverbot in der politischen Bildung
3.4.2 Das Kontroversitätsgebot in der politischen Bildung
3.4.3 Die Schülerorientierung in der politischen Bildung
3.5 Der Beutelsbacher Konsens als didaktisches Prinzip politischer Bildungsprozesse
4. Eine kritische Reflexion des Beutelsbacher Konsenses
4.1 Die kritische Auseinandersetzung mit dem Konsens in der Politikdidaktik
4.2 Der Abgleich des Konsenses mit dem Sachunterricht
4.3 Die veränderten (gesellschafts-) politischen Lebenswelten
4.3.1 Der Wandel der Demokratie zur Postdemokratie
4.3.2 Die potenziellen Folgen für kindliche Lebenswelten in der Postdemokratie
5. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht, inwieweit der aus den 1970er Jahren stammende Beutelsbacher Konsens als didaktisches Prinzip im politischen Sachunterricht vor dem Hintergrund aktueller gesellschaftspolitischer Veränderungen noch zeitgemäß ist und ob er den heutigen Lernvoraussetzungen von Kindern gerecht wird.
Die Entstehungsgeschichte des Beutelsbacher Konsenses
Um die Bedeutung des Beutelsbacher Konsenses nachvollziehen zu können, ist ein grundlegendes Wissen über seinen Entstehungskontext notwendig. Aus diesem Grund soll im Folgenden eine historische Einbettung erfolgen. Zur besseren Systematisierung wird die Darstellung der Entstehungsgeschichte aus zwei Perspektiven betrachtet.
In einem ersten Teil wird ausgehend vom Ende des Zweiten Weltkriegs die Geschichte der deutschen Parteienlandschaft skizziert und herausgearbeitet, welche Auswirkungen deren Polarisierung auf die politische Bildung hatte (3.1). Die zweite Perspektive behandelt den ebenfalls polarisierten Diskurs der Politikdidaktik über die Ausrichtung der politischen Bildung in der Bundesrepublik Deutschland (3.2), wobei ich die Konzepte zur politischen Bildung vorstelle (3.2.1), und anschließend den politikdidaktischen Dissens zusammenfasse (3.2.2). Aufgrund der Konfliktbeschreibung wird deutlich, warum das Bedürfnis nach einem Konsens bestand (3.2.3).
1. Einleitung: Beschreibt die politische Krisenstimmung der Jahre 2016/2017 und deren Einfluss auf die politische Sozialisation von Kindern sowie die Relevanz der Forschungsfrage.
2. Das Verhältnis zwischen politischer Bildung und Sachunterricht: Erarbeitet die fachwissenschaftliche Verortung politischen Lernens im Sachunterricht und zeigt notwendige Bezugspunkte auf.
3. Die Entstehungsgeschichte des Beutelsbacher Konsenses: Analysiert die historische Entwicklung des Konsensbegriffs vor dem Hintergrund des politischen Klimas der Nachkriegszeit.
4. Eine kritische Reflexion des Beutelsbacher Konsenses: Untersucht die Anwendbarkeit der Konsensprinzipien unter den Bedingungen der Postdemokratie und deren Folgen für Kinder.
5. Fazit: Führt die zentralen Erkenntnisse zusammen und evaluiert die Zukunftsfähigkeit des Beutelsbacher Konsenses für den modernen Unterricht.
Beutelsbacher Konsens, Politische Bildung, Sachunterricht, Politikdidaktik, Postdemokratie, Minimalkonsens, Demokratieerziehung, Politische Sozialisation, Überwältigungsverbot, Kontroversitätsgebot, Schülerorientierung, Lebensweltbezug, Politik, Demokratie, Partizipation.
Die Arbeit untersucht, ob der Beutelsbacher Konsens als didaktisches Prinzip für den politischen Sachunterricht in der Grundschule unter veränderten gesellschaftlichen Bedingungen noch tragfähig ist.
Die zentralen Themen sind die fachdidaktische Begründung politischer Bildung im Sachunterricht, die Entstehungsgeschichte des Konsenses in den 1970er Jahren und die Reflexion von Demokratie im Kontext der Postdemokratie.
Kann der Beutelsbacher Konsens den Ansprüchen eines gegenwarts- und zukunftsbezogenen Sachunterrichts vor dem Hintergrund veränderter (gesellschafts-)politischer Lebenswelten von Kindern noch gerecht werden?
Die Arbeit nutzt eine fachwissenschaftliche Literaturanalyse sowie eine historische Kontextualisierung, um den Konsensbegriff kritisch zu reflektieren.
Es werden das Verhältnis von politischer Bildung und Sachunterricht geklärt, die Geschichte des Beutelsbacher Konsenses nachgezeichnet und eine kritische Reflexion des Konsenses anhand aktueller Probleme wie der Postdemokratie durchgeführt.
Zu den Kernbegriffen zählen Beutelsbacher Konsens, Politikdidaktik, Sachunterricht, Minimalkonsens, Postdemokratie und politische Sozialisation.
Die Politische Bildung versteht sich als Praxis des Lehrens und Lernens, während die Politikdidaktik die wissenschaftliche Reflexionsdisziplin ist, die Konzepte, Ziele und Methoden für eben diese Praxis entwickelt.
Es dient dazu, die Wechselwirkungen zwischen gesellschaftlichen Strukturen (Makroebene) und dem Handeln von Individuen (Mikroebene) in der Postdemokratie zu veranschaulichen.
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