Bachelorarbeit, 2022
65 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
1.1 Ausgangssituation
1.2 Problemstellung
1.3 Kindheitswissenschaftliche Relevanz
1.4 Forschungsziel und Fragestellung
1.5 Methode
1.6 Aufbau der Arbeit
2. Begriffsbestimmungen und Beschreibung der Forschungsthemen
2.1 Pornografie
2.1.1 Definitorische Facetten und Perspektiven
2.1.1.1 Begriffsbestimmung
2.1.1.2 Wertende Definitionen
2.1.1.3 Juristische Definition
2.1.1.4 Inhaltlich-funktionale Definitionen
2.1.1.5 Begriffsverständnis von Pornografie in der vorliegenden Arbeit
2.1.2 Das Angebot frei zugänglicher Internetpornografie
2.1.2.1 Mainstream-Pornografie
2.1.2.2 Non-Mainstream-Pornografie
2.1.2.3 Illegale pornografische Inhalte
2.2 Forschungsstand zum Pornografiekonsum in der Adoleszenz
2.3 Sexuelle Aggression
2.3.1 Begriffsbestimmung
2.3.2 Verbreitungsgrad
3. Theoriebasierte Einführung
3.1 Lernprozesse aggressiven Verhaltens: Die sozial-kognitive Lerntheorie
3.1.1 Der triadisch-reziproke Determinismus
3.1.2 Das Lernen durch Beobachtung
3.2 Sexuelle Skripte und die Rolle sexuell expliziten Materials
4. Methode
4.1 Ein- und Ausschlusskriterien
4.2 Suchstrategie
4.3 Studienauswahl
4.4 Studienqualität
5. Ergebnisse
5.1 Studienergebnisse zum Einfluss von Pornografiekonsum auf die Beziehung zu sexueller Aggression
5.2 Exkurs: Ergebnisse experimenteller Studien mit jungen Erwachsenen zum Einfluss von sexuell explizitem Material
6. Diskussion
6.1 Sozial-kognitive Lernprozesse sexueller Aggression bei Pornografiekonsum
6.2 Limitationen der Arbeit und Empfehlungen für weiterführende Forschungen
6.3 Empfehlungen für die kindheitswissenschaftliche Praxis
7. Fazit
Diese Bachelorarbeit untersucht den Zusammenhang zwischen dem Konsum pornografischer Medieninhalte und sexueller Aggression bei Jugendlichen in der Adoleszenz unter Rückgriff auf die sozial-kognitive Lerntheorie nach Bandura.
1.1 Ausgangssituation
Grund für diese steigende Wirkungs-Thematisierung sexuell expliziten Materials ist, laut der Medienwissenschaftlerin Nicola Döring, insbesondere der grundlegende Wandel der freien Verfügbarkeit und Nutzung des Internets (vgl. Döring 2019: 221). So besitzen, nach der JIM-Studie 2020, heute rund 94% der Jugendlichen ein eigenes Handy und knapp drei Viertel verfügen über einen eigenen Computer/ Laptop mit Internetzugang (vgl. Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest 2020: 6f.). Sexuell explizites Internet-Material ist dadurch so leicht und diskret abrufbar wie nie. Dies wirkt sich auch auf die Nutzung von Pornografie unter Jugendlichen aus. Hinsichtlich der Gründe für den Pornografiekonsum unterscheiden sie sich dabei auf den ersten Blick nicht grundsätzlich von den Erwachsenen. Sie nutzen diese für den Zeitvertreib, Entspannung, Lustgewinn oder zur Inspiration (vgl. Hajok 2011: 153). Doch gerade in der Adoleszenz kommt für die jungen Menschen eine weitere wichtige Dimension hinzu: Internet-Pornografie ist ein tabu-, sanktions- und schamfreier Raum. Damit bietet dieser nicht nur die Möglichkeit der anonymen Informationssuche, sondern auch der (sexuellen) Orientierung. Das Entdecken der eigenen Sexualität stellt dabei eine entscheidende Entwicklungsaufgabe der Adoleszenz dar (vgl. IBBW o.J.). Die Jugendlichen sollen lernen, erste sexuelle Kontakte und Beziehungen aufzunehmen und diese in verantwortlicher und sozial akzeptierter Weise gestalten zu können. Wesentlicher Teil dieses Lernprozesses ist dabei auch die Entwicklung von sexuellen Verhaltensdrehbüchern oder „sexuellen Skripten“.
1. Einleitung: Diese Einleitung thematisiert die aktuelle Relevanz des Pornografiekonsums im Kontext der zunehmenden Digitalisierung der Lebenswelt von Jugendlichen.
2. Begriffsbestimmungen und Beschreibung der Forschungsthemen: Hier werden die zentralen Begriffe „Pornografie“ und „sexuelle Aggression“ definiert sowie das Spektrum des Internet-Pornografieangebots kategorisiert.
3. Theoriebasierte Einführung: Dieses Kapitel erläutert die sozial-kognitive Lerntheorie nach Albert Bandura und deren Bedeutung für das Verständnis aggressiver Lernprozesse.
4. Methode: Der methodische Teil beschreibt die Ein- und Ausschlusskriterien für das systematische Literaturreview sowie die Suchstrategie und Qualitätsbewertung der Studien.
5. Ergebnisse: Hier werden die Resultate der 12 inkludierten Studien dargestellt, die Zusammenhänge zwischen Pornografiekonsum und sexuell-aggressiven Einstellungen untersuchen.
6. Diskussion: Das Kapitel reflektiert die Ergebnisse vor dem Hintergrund der theoretischen Grundlagen und formuliert Limitationen sowie Handlungsempfehlungen.
7. Fazit: Das Fazit fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen, nach denen kein unidirektionaler, sondern ein reziproker wechselseitiger Einfluss besteht.
Pornografie, Internetpornografie, Jugendsexualität, Sexuelle Aggression, Sozial-kognitive Lerntheorie, Sexuelle Skripte, Adoleszenz, Internetnutzung, Mediensozialisation, Prävention, Verhaltensdrehbücher, Literaturreview, Jugendmedien
Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen Pornografiekonsum und sexueller Aggression bei Jugendlichen unter Berücksichtigung von Lernprozessen.
Die zentralen Felder sind die Wirkung von Internetpornografie auf Jugendliche, die Entwicklung sexueller Identität und die Entstehung sexuell aggressiver Verhaltensweisen.
Das Ziel ist aufzuzeigen, inwiefern der Konsum pornografischer Inhalte durch sozial-kognitive Lernprozesse die Beziehung zu sexueller Aggression bei Jugendlichen beeinflusst.
Die Arbeit basiert auf einer narrativen Einleitung und einem systematischen Literaturreview aktueller empirischer Studien zwischen 2005 und 2011.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung zur sozial-kognitiven Lerntheorie, die methodische Vorgehensweise und die Auswertung sowie Diskussion der Literaturergebnisse.
Pornografie, Adoleszenz, sexuelle Aggression, sozial-kognitive Lerntheorie, Medienwirkung und sexuelle Skripte.
Sie unterscheidet anhand inhaltlich-funktionaler Kriterien wie dem Ausmaß an Gewalt sowie zwischen Mainstream-, Amateur- und illegalen Inhalten.
Sexuelle Skripte dienen als erklärender Rahmen, wie Jugendliche aus Medieninhalten Attribute und Abläufe für ihr eigenes sexuelles Sozialverhalten ableiten.
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