Bachelorarbeit, 2021
55 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Zum aktuellen Forschungsstand
2.1 Definitionen
2.1.1 Pandemie
2.1.2 COVID-19
2.1.3 Der Musikverlag
2.2 Die Rolle der Musikwirtschaft in der deutschen Wirtschaft
2.3 Die Corona-Pandemie in Deutschland
2.3.1 Maßnahmen und Regelungen zur Hemmung der Pandemie
2.3.2 Einschränkungen der Musikwirtschaft
2.3.3 Einschränkungen der Musikverlage
2.4 Zusammenfassung des aktuellen Forschungsstandes
2.5 Forschungsfrage und Hypothesenbildung
3 Das deutsche Musikverlagswesen in der Corona-Krise – eine empirische Untersuchung
3.1 Methodenwahl
3.1.1 Vor- und Nachteile der Methode
3.1.2 Begründung der Methodenwahl
3.2 Die Experteninterviews
3.2.1 Interviewleitfaden
3.2.2 Expertenauswahl
3.2.3 Auswertung der Experteninterviews
3.2.4 Ergebnisse
3.3 Zusammenfassung und Bewertung der Ergebnisse
3.4 Prognose
3.5 Überprüfung der Hypothesen
4 Kompatibilität von Theorie und Empirie
5 Fazit
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf das deutsche Musikverlagswesen. Das primäre Ziel ist es, die spezifischen wirtschaftlichen Folgen für Musikverlage zu identifizieren, Einnahmeeinbußen zu analysieren und mögliche Herausforderungen sowie Chancen für die Zukunft zu beleuchten, wobei die Forschungsfrage lautet: Welche Auswirkungen hat die Corona-Pandemie auf die Musikverlage in Deutschland?
Die Rolle der Musikwirtschaft in der deutschen Wirtschaft
Die deutsche Musikwirtschaft ist ein Milliardenmarkt. Abgesehen davon, dass Musik Menschen zusammenbringt und für ein harmonisches Miteinander sorgt, sind an jedem Festival, jedem Konzert, an jeder Party und jedem produzierten Album unzählige Mitarbeiter beteiligt, mit unterschiedlichsten Aufgabenfeldern: Ton- und Lichttechniker, Produzenten, Veranstalter, Catering, Servicekräfte, Marketingagenturen, A&R-Manager, Booker, Musikverlage, Musiklehrer/ Musiklehrerinnen u.v.m. Diese und viele weitere Tätigkeiten sind ebenso Teil der Musikwirtschaft, wie die Musiker und Musiker.
Die UNCTAD (2010) listet in Ihrem „Creative Economy Report“ vier Modelle auf, welche die strukturellen Merkmale der Kreativwirtschaft kategorisieren und charakterisieren sollen. Zu diesen Modellen gehören das Modell des „Department for Culture, Media and Sports“, das symbolische Textmodell, das konzentrische Kreismodell sowie das WIPO Copyright-Modell. Anhand dieser Modelle soll ein systematisches Verständnis der ökonomisch relevantesten Akteure der Kreativwirtschaft entstehen. Unter anderem kann festgestellt werden, dass die Musikwirtschaft eine der ökonomisch relevantesten Sektoren der Kultur-, Kreativ- und Copyright-Industrien darstellt, unabhängig davon, welches Modell betrachtet wird (UNCTAD, zit. nach Tschmuck, 2020a). Da hierbei allerdings die gesamte (weltweite) Kreativwirtschaft betrachtet wird und keine genauen Zahlen in Bezug auf die Musikwirtschaft herangezogen werden, reichen diese Modelle nicht aus, um eine präzisere Aussage über die Rolle der Musikwirtschaft innerhalb der deutschen Wirtschaft tätigen zu können.
1 Einleitung: Das Kapitel führt in das Thema ein, skizziert die Bedeutung des Musikverlagswesens innerhalb der Musikwirtschaft und formuliert die Problemstellung sowie die zentrale Forschungsfrage.
2 Zum aktuellen Forschungsstand: Hier werden zentrale Begriffe definiert, die ökonomische Rolle der Musikwirtschaft beleuchtet und die pandemiebedingten Einschränkungen analysiert.
3 Das deutsche Musikverlagswesen in der Corona-Krise – eine empirische Untersuchung: Dieses Kapitel beschreibt das methodische Vorgehen mittels Experteninterviews, präsentiert und bewertet die Ergebnisse zur Lage der Musikverlage.
4 Kompatibilität von Theorie und Empirie: Ein Abgleich zwischen den theoretischen Erkenntnissen und den empirischen Ergebnissen zur Gefährdung des Musikverlagswesens.
5 Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Ergebnisse, einer Einschätzung der zukünftigen Herausforderungen und Handlungsempfehlungen für die Branche.
COVID-19, Pandemie, Corona, Auswirkungen, Musikverlagswesen, Live-Bereich, GEMA, Einnahmeeinbußen, Musikwirtschaft, Experteninterviews, digitale Transformation, Wirtschaftlichkeit, Urheber, Musikverlage, Krisenmanagement.
Die Arbeit untersucht, wie sich die COVID-19-Pandemie seit 2020 auf das deutsche Musikverlagswesen und die damit verbundene Wertschöpfungskette auswirkt.
Themenschwerpunkte sind die wirtschaftliche Bedeutung der Musikwirtschaft, die Auswirkungen des Lockdowns auf Einnahmequellen wie den Live-Bereich, die GEMA-Ausschüttungen und die Digitalisierung.
Das Hauptziel ist die Beantwortung der Forschungsfrage, welche Auswirkungen die Corona-Pandemie spezifisch auf Musikverlage in Deutschland hat.
Die Autorin wählte eine qualitative Forschungsmethode, konkret Experteninterviews, um fundierte Einblicke von Brancheninsidern zu gewinnen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung des Forschungsstandes und eine empirische Analyse, in der Experteninterviews zu Kategorien wie Einnahmen, Herausforderungen und Chancen ausgewertet werden.
Zentrale Begriffe sind COVID-19, Musikverlagswesen, Einnahmeeinbußen, GEMA, Pandemie und Musikwirtschaft.
Die Arbeit erläutert, dass Musikverlage auf Ausschüttungen der Verwertungsgesellschaften angewiesen sind, die sich auf Vorperioden beziehen, weshalb sich Umsatzeinbrüche erst mit zeitlicher Verzögerung in den Bilanzen zeigen.
Entgegen einiger Annahmen zeigt die Arbeit, dass das Digitalgeschäft die massiven Verluste aus dem Live-Bereich nicht ausgleichen kann, da sich Einnahmen aus Streaming auf eine Vielzahl von Titeln verteilen.
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