Magisterarbeit, 2023
99 Seiten, Note: 1,0
Philosophie - Praktische (Ethik, Ästhetik, Kultur, Natur, Recht, ...)
Diese Arbeit untersucht die asketischen Ideale der Fridays for Future Bewegung und analysiert, wie diese Ideale genutzt und symbolisch bewertet werden. Sie hinterfragt die Motivationen hinter dem Verzicht und betrachtet die Rolle von Askese bei der Sinnstiftung, Schuldabfuhr und Ermächtigung innerhalb der Bewegung.
Das erste Kapitel stellt die Fridays for Future Bewegung und die Kritik am Klimawandel vor. Es beleuchtet den Kontext und die Debatte um Verzicht im Kampf gegen die globale Erwärmung.
Kapitel zwei erörtert Nietzsches "Genealogie der Moral" und analysiert den Weg von der Umwertung aller Werte hin zum asketischen Ideal. Es untersucht die Funktion von Askese als Mittel zur Selbstüberwindung und Sinnstiftung.
Kapitel drei analysiert die Funktionen des Asketismus innerhalb der Fridays for Future Bewegung, indem es die Verbindung zwischen Verzicht, Ermächtigung, Sinnstiftung und Schuldabfuhr betrachtet.
Kapitel vier untersucht die Moralisierung von Askese durch Fridays for Future und die Übertragung von Schuld auf andere Akteure.
Kapitel fünf reevaluiert das asketische Ideal aus der Perspektive der ökonomischen Werttheorie und kritisiert die idealistische und moralische Sichtweise auf Verzicht.
Asketisches Ideal, Fridays for Future, Klimawandel, Verzicht, Sinnstiftung, Ermächtigung, Schuldabfuhr, Ökonomische Werttheorie, Moral, Genealogie der Moral, Nietzsche
Nietzsche beschreibt das asketische Ideal als ein Mittel zur Sinnstiftung und Selbstüberwindung. In der Arbeit wird untersucht, wie dieses Konzept auf moderne soziale Bewegungen übertragbar ist.
Die Arbeit stellt die These auf, dass Verzicht bei FFF nicht nur dem Klimaschutz dient, sondern auch als Mittel zur Ermächtigung, Sinnstiftung und Schuldabfuhr genutzt wird.
Die Arbeit analysiert FFF unter anderem als "quasichristliche Bewegung", insbesondere im Hinblick auf die Moralisierung von Verzicht und die Struktur der Schuldabfuhr.
Aus ökonomischer Sicht wird hinterfragt, ob idealistischer Verzicht effizient ist und ob die Moralisierung der Lebenswelt ("Übertribunalisierung") dem eigentlichen Ziel der Gerechtigkeit dient.
Durch Praktiken des Verzichts versuchen Anhänger, individuelle Schuldgefühle bezüglich des Klimawandels abzubauen und moralische Überlegenheit zu symbolisieren.
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