Forschungsarbeit, 2008
21 Seiten, Note: 1,3
1. Problemwahl und Fragestellungen
2. Theoretischer Teil
2.1 Hypothesen
2.2 Operationalisierung
3. Beschreibung der Stichprobe
4. Ergebnisse
4.1 Allgemeine Motive
4.2 Sozioökonomische Motive
4.3 Pädagogisch-gesellschaftliche Motive
4.4 Faktorenanalyse über die Motive
5. Diskussion
Die vorliegende Arbeit untersucht die zugrunde liegenden Motivationslagen von Lehramtsstudierenden an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg, um herauszufinden, ob sich bei der Entscheidung für diesen Beruf Unterschiede in Bezug auf den angestrebten Schultyp und das Geschlecht feststellen lassen.
4.2 Schulartspezifische Unterschiede
Gibt es schulartspezifische (Motivations-) Unterschiede hinsichtlich der Aufnahme eines Lehramtsstudiums? Unsere Annahmen hinsichtlich der schulartspezifischen Unterschiede bei der Motivation bestätigten sich durch die Stichprobe (siehe Abb. 1 und 2). So bilden sich bei den sozioökonomischen Motiven (SÖM) zwei Gruppen: Lehramt an Grundschulen und Lehramt an Hauptschulen mit niedrigeren Werten bei den Sozioökonomischen Motiven auf der einen Seite, sowie Lehramt an Realschulen, Lehramt an Gymnasien und Lehramt an Beruflichen Schulen mit höheren Werten auf der Skala der Sozioökonomischen Motive auf der anderen Seite. Das Ergebnis bei Studierenden für Lehramt an Beruflichen Schulen spiegelt auch unsere anfängliche Unsicherheit wider, zu welchem Lager Studierende für Lehramt an Beruflichen Schulen hinzuzurechnen sind. Der geringere Wert bei diesem Schultyp kann auch daher resultieren, dass 26 von 30 teilnehmenden Studierenden, die das Lehramt an Beruflichen Schulen anstreben das Fach Sozialpädagogik als Lehrfach studieren.
1. Problemwahl und Fragestellungen: Die Einleitung beleuchtet die Komplexität der Berufswahlentscheidung und leitet daraus die zentralen Forschungsfragen zur schulart- und geschlechtsspezifischen Motivation ab.
2. Theoretischer Teil: Es werden relevante Berufswahltheorien, wie die von John Holland, erörtert und die Operationalisierung der Motivdimensionen sowie die Hypothesenbildung dargestellt.
3. Beschreibung der Stichprobe: Dieses Kapitel erläutert die Zusammensetzung der untersuchten Gruppe von 185 Lehramtsstudierenden der Universität Bamberg hinsichtlich ihrer demografischen Merkmale und Studienwahl.
4. Ergebnisse: Die empirischen Befunde analysieren allgemeine Faktoren, zeigen Unterschiede nach Schultyp und Geschlecht auf und präsentieren die Ergebnisse der Faktorenanalyse.
5. Diskussion: Das Fazit interpretiert die Ergebnisse vor dem Hintergrund alltagstheoretischer Annahmen und diskutiert mögliche Verzerrungseffekte wie die soziale Erwünschtheit bei der Befragung.
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Die Arbeit befasst sich mit der Frage, aus welchen Motiven heraus sich Studierende für den Lehrerberuf entscheiden und welche Unterschiede dabei in Abhängigkeit von Faktoren wie dem Schultyp und dem Geschlecht auftreten.
Die zentralen Felder sind die pädagogisch-gesellschaftlichen sowie die sozioökonomischen Aspekte der Berufswahl sowie die Validierung von Berufswahltheorien in einem empirischen Kontext.
Das Ziel ist es, empirisch zu prüfen, ob bestimmte Motivgruppen (z.B. Wunsch nach Erziehungsarbeit vs. Wunsch nach Sicherheit und Freizeit) mit den verschiedenen Lehramtsstudiengängen korrelieren.
Es wurde eine quantitative empirische Untersuchung mittels eines Fragebogens durchgeführt, deren Daten statistisch ausgewertet wurden, unter anderem durch t-Tests und eine Faktorenanalyse.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung, die detaillierte Beschreibung der Stichprobe, die statistische Auswertung der Motivationsdaten sowie die Diskussion der Ergebnisse.
Wichtige Begriffe sind Berufswahlmotive, Lehramtsstudium, pädagogische vs. sozioökonomische Motive sowie die Differenzierung nach Schultypen.
Studierende des Grund- und Hauptschullehramts zeigen tendenziell eher pädagogisch-gesellschaftliche Motive, während bei Studierenden für Realschulen, Gymnasien und Berufsschulen die sozioökonomischen Motive eine stärkere Rolle spielen.
Die Autoren diskutieren kritisch, dass Befragte dazu neigen könnten, bei Themen wie der Berufswahl sozial erwünschte Antworten zu geben, um ihr Bild als "idealer Lehrer" zu wahren.
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