Bachelorarbeit, 2021
62 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung der Arbeit
1.3 Forschungsfrage
1.4 Forschungsmethode
2 Begriffserklärung und theoretische Grundlagen
2.1 Kleine und mittlere Unternehmen – Abgrenzung zu Großunternehmen
2.2 Unternehmenskrise
2.2.1 Definition
2.2.2 Krisenarten und -verlauf
2.2.3 Krisenformen
2.2.4 Krisenursachen
3 Sanierungskonzepte
3.1 Betriebliche Maßnahmen
3.1.1 Kostensenkende Maßnahmen
3.1.2 Einnahmesteigernde Maßnahmen
3.2 Eigentümermaßnahmen
3.2.1 Gesellschafterdarlehen und Bürgschaft
3.2.2 Kapitalherabsetzung mit anschließender Kapitalerhöhung
3.3 Maßnahmen der Kreditgeber
3.3.1 Stillhaltevereinbarung mit Stundungsabrede
3.3.2 Forderungsverzicht mit Besserungsvereinbarung
3.3.3 Debt-Equity-Swap
4 Empirischer Forschungsansatz
4.1 Auswahl und Begründung der Forschungsmethode
4.2 Analyse von Sekundärdaten
4.2.1 Analyse einer erfolgreichen Sanierung
4.2.2 Analyse einer gescheiterten Sanierung
4.3 Auswertung der Analysen
4.4 Beantwortung der Forschungsfrage und Handlungsempfehlung
5 Fazit
5.1 Kritische Würdigung
5.2 Ausblick
Die Arbeit untersucht, wie kleine und mittlere Unternehmen (KMU) in Krisensituationen erfolgreich saniert werden können. Ziel ist es, effektive Sanierungskonzepte zu identifizieren, die den Fortbestand der Unternehmen sichern und eine Rückkehr in eine wirtschaftlich stabile Zukunft ermöglichen.
3.1.1 Kostensenkende Maßnahmen
Wenn man sich in einer Unternehmenskrise befindet und der Liquidation der Organisation entkommen möchte, wird neben einem guten Sanierungskonzept vor allem Kapital benötigt. Dieses Geld ist der Schlüssel einer erfolgreichen Sanierung, da die Höhe der flüssigen Mittel die Strategie und vor allem die Möglichkeiten, die einem bei einer Sanierung geboten werden, elementar beeinflusst. Gerade eine freie Sanierung, die nur zustande kommt, wenn alle Gläubiger zustimmen, ist ohne fehlendes Kapital nahezu aussichtslos. Es werden demzufolge die gesamten Ausgaben des Unternehmens analysiert und daraus kostensenkende Maßnahmen abgeleitet.
Zuallererst sind diese Maßnahmen an Kosten gekoppelt, die nicht durch den unmittelbaren Zweck des Unternehmens entstehen, welcher sich mit dem Verkauf von Gütern beschreiben lässt. Das größte Einsparpotenzial diesbezüglich ist ein Investitionsstopp. Es werden demzufolge keine Kosten für neue Maschinen, Fahrzeuge oder BGA ausgegeben, sofern es nicht zwingend notwendig ist, um das Geschäft am Laufen zu erhalten. Wenn es unabdingbar ist, in etwas Neues zu investieren, sollte man auf ein Leasingmodell setzen, da dort die Kosten auf einen längeren Zeitraum verteilt werden. Eine weitere Maßnahme ist das Verzichten auf Weiterentwicklung und Innovation. Die Erforschung derer bringt dem Unternehmen keinen Vorteil, sondern macht sich erst in der Zukunft bemerkbar.
1 Einleitung: Erläutert die Ausgangslage kleiner und mittlerer Unternehmen sowie die Relevanz der Krisenbewältigung für deren Fortbestand.
2 Begriffserklärung und theoretische Grundlagen: Definiert KMU und das Phänomen der Unternehmenskrise mit ihren verschiedenen Arten, Verläufen und Ursachen.
3 Sanierungskonzepte: Detaillierte Vorstellung verschiedener betrieblicher, eigentümergestützter und kreditfinanzierter Maßnahmen zur Unternehmensrettung.
4 Empirischer Forschungsansatz: Vergleicht anhand der Unternehmen Loewe AG (erfolgreich) und Schlecker (gescheitert) die Wirksamkeit angewandter Sanierungsstrategien.
5 Fazit: Reflektiert die Ergebnisse, hinterfragt kritisch die Übertragbarkeit der Fallbeispiele und zieht allgemeine Schlüsse für die Krisenbewältigung.
Unternehmenskrise, Sanierungskonzept, kleine und mittlere Unternehmen, KMU, Liquidität, Kostensenkung, Eigenkapital, Krisenbewältigung, strategische Krise, Insolvenz, Sanierungsmaßnahmen, Turnaround, Forderungsmanagement, Kapitalherabsetzung, Debt-Equity-Swap
Die Bachelor-Thesis befasst sich mit der Identifikation und Analyse von effektiven Sanierungskonzepten für kleine und mittlere Unternehmen (KMU), um Insolvenzen zu vermeiden.
Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen von Unternehmenskrisen (Ursachen und Stufen), die Klassifizierung von Sanierungsmaßnahmen und die praktische Umsetzung dieser Maßnahmen.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, mit welchen spezifischen Sanierungsstrategien KMU eine Krise erfolgreich bewältigen und den Weg in eine gesicherte Zukunft finden können.
Die Arbeit nutzt eine Kombination aus einer fundierten Literaturrecherche im theoretischen Teil und einer empirischen Analyse von Sekundärdaten (Fallstudien zu Loewe AG und Schlecker) im praktischen Teil.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Aufarbeitung von Krisenformen und die detaillierte Vorstellung und Bewertung betrieblicher, eigentümerbasierter sowie kreditgeberorientierter Sanierungsmaßnahmen.
Wichtige Begriffe sind Sanierungskonzepte, KMU, Liquidität, Kostensenkungsmaßnahmen, Restrukturierung, Krisenprävention und Insolvenzvermeidung.
Eine offene und proaktive Kommunikation gegenüber Mitarbeitern, Kunden und Lieferanten ist essenziell. Sie dient dazu, Vertrauen zu wahren und die notwendige Unterstützung für den Sanierungsprozess zu sichern.
Das Beispiel illustriert drastisch, wie mangelnde Flexibilität, Beratungsresistenz und das zu späte Ergreifen von Sanierungsmaßnahmen sowie juristische Fehler bei Kündigungen ein Unternehmen in die Insolvenz führen können.
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