Bachelorarbeit, 2023
37 Seiten, Note: 1,3
Einleitung
1 Hegel als Fundament von Marx und Feuerbach
1.1 Hegels Einstellung zur Religion
1.2 Hegel als Grundlage der Religionskritik von Marx und Feuerbach
2 Ludwig Feuerbach
2.1 Gedanken über Tod und Unsterblichkeit
2.2 Die Religionskritik von Ludwig Feuerbach
2.2.1 Kritik am Christentum
2.2.2 Die Projektionshypothese
2.3 Feuerbach und die Begrifflichkeit
2.3.1 Die Gattung bei Feuerbach
2.3.2 Die Sinnlichkeit
3 Karl Marx
3.1 Religionskritik bei Karl Marx
3.2 Marx und Feuerbach
3.2.1 Der Einfluss von Feuerbach auf Marx
3.2.2 Die Kritik von Marx an Feuerbach
Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die inhaltliche Beschaffenheit der Religionskritik Ludwig Feuerbachs und analysiert in einem weiteren Schritt, inwiefern diese als Kern für die Religionskritik von Karl Marx fungierte, wobei der Fokus auf dem Übergang von theoretischer Kritik zur praktischen Umsetzung in gesellschaftlichen Verhältnissen liegt.
2.2.1 Kritik am Christentum
Zentrum und Kern von Feuerbachs Religionskritik ist, wie bereits in den vorangegangenen Kapiteln dargelegt, der Mensch. Der Mensch ist für Feuerbach ein sehnsuchtsvolles Wesen. Er strebt danach, glücklich zu sein, seine Wünsche, Bedürfnisse und Sehnsüchte zu befriedigen. Der Mensch übersteigt in der Religion also seine in der realen Welt vorhandenen Möglichkeiten und lässt sich von seinen Wünschen leiten. Um sein Verlangen nach Befriedigung dieser Sehnsüchte zu stillen, entfremdet der Mensch sich selbst und projiziert seine Bedürfnisse, Wünsche und Sehnsüchte auf ein anderes, höheres Wesen, in diesem Fall Gott.
Nach Feuerbach ist dieser Mechanismus durchaus positiv, denn in ihm kommt der Lebenswille des Menschen zum Ausdruck, da dieser seine Abhängigkeit und Beschränktheit zu überwinden versucht. Problematisch wird es erst dann, wenn der Mensch sich innerhalb der Religion selbst negiert und das Menschsein mit all den Bedürfnissen, Trieben sowie gesellschaftlichen Lebensweisen verneint. Für Feuerbach findet diese Verneinung des Menschseins im Christentum und besonders im christlichen Klosterleben seinen Höhepunkt. „Gott entspringt aus dem Gefühl eines Mangels (...)“, schreibt Feuerbach. Der Mensch abstrahiert die Bedürfnisse seines wirklichen, realen Lebens und setzt an diese Stelle der Bedürfnisse Gott.
1 Hegel als Fundament von Marx und Feuerbach: Dieses Kapitel erläutert Hegels Religionsverständnis und dient als theoretische Basis für das Verständnis der späteren Religionskritik von Marx und Feuerbach.
2 Ludwig Feuerbach: Hier wird Feuerbachs Religionskritik analysiert, insbesondere seine Projektionshypothese und die Bedeutung der Begriffe Gattung und Sinnlichkeit.
3 Karl Marx: Das Kapitel befasst sich mit der Religionskritik von Marx, legt den Einfluss Feuerbachs dar und arbeitet die spezifische Kritik Marx’ an Feuerbachs Ansatz heraus.
Religionskritik, Ludwig Feuerbach, Karl Marx, Georg Wilhelm Friedrich Hegel, Projektion, Entfremdung, Christentum, Gattungsbegriff, Sinnlichkeit, Endlichkeit, Unsterblichkeit, Gesellschaft, Theorie, Praxis, Religion.
Die Arbeit analysiert die Religionskritik von Ludwig Feuerbach und untersucht deren Einfluss auf Karl Marx, wobei insbesondere das Kernlement der Marxschen Kritik an Feuerbach beleuchtet wird.
Zentrale Themen sind die Philosophie Hegels als Grundlage, Feuerbachs Projektionshypothese und Gattungsbegriff sowie der Übergang bei Marx von der theoretischen Entfremdungskritik zur praktischen gesellschaftlichen Transformation.
Das Ziel ist es, inhaltlich zu klären, worin Feuerbachs Religionskritik besteht und was Marx darin als kritisches Kelelement identifiziert.
Die Arbeit führt eine philosophische Literaturanalyse durch, bei der Primärwerke der genannten Philosophen sowie einschlägige Sekundärliteratur zur Interpretation herangezogen werden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Auseinandersetzung mit Feuerbachs anthropologischer Wende und wie Marx diese aufnimmt, jedoch unter Einbeziehung ökonomischer und gesellschaftlicher Realitäten ergänzt.
Die wichtigsten Termini sind Religion, Entfremdung, Projektion, Gattungsbegriff, Endlichkeit und die Forderung nach einer praxisorientierten Veränderung der Lebensverhältnisse.
Feuerbach wählt das Christentum als Hauptbeispiel, da es seiner Ansicht nach menschliche Bedürfnisse idealisiert und zugleich durch Askese und Jenseitsorientierung das reale menschliche Leben verneint.
Marx kritisiert, dass Feuerbach bei der rein theoretischen Kritik stehen bleibt und die wirklichen gesellschaftlichen und ökonomischen Ursachen (das "Elend"), die zur Flucht in die Religion führen, nicht praktisch adressiert.
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