Examensarbeit, 2014
138 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung und Fragestellung
2. Fantastik- und Fantasyliteratur in der literaturwissenschaftlichen Theorie
2.1 Kurzüberblick zu den Ebenen der Begriffsentwicklungsforschung
2.2 Definitionen und Definitionsansätze
2.3 Kontroversen und diskussionswürdige Aspekte
2.4 Abgrenzung der Fantasy von der Fantastikliteratur
3. Eingrenzung des Untersuchungsfeldes
3.1 Eingrenzung durch den Sachenbegriff des Bürgerlichen Gesetzbuches
3.2 Eingrenzung durch als repräsentativ bewertete Werke
3.3 Eingrenzung durch gewählten Erscheinungszeitraum
3.4 Eingrenzung durch kulturhistorischen Gesichtspunkt
3.5 Eingrenzung durch Verortung in und anschließende Auswahl Einzelner aus Klassifizierungen und Untersuchungsteilbereichen
3.6 Eingrenzung durch ideelle Wertbeimessung
3.7 Eingrenzung durch erweiterten Mobilitätsaspekt
4. Vorgehensweise zur Erstellung des Datenpools
5. Befundmöglichkeiten aus einer allgemein wiedergebenden Darstellung übergeordneter Analyseaussagen einer Datenerfassung zu fantastischen Gegenständen
6. Bereichsspezifizierte Analyse und Interpretation von Gegenständen innerhalb ihrer Gegenstandsklassifizierungen und Untersuchungsbereiche, nach (optischer) Gestaltung, Eigenschaften, Wirkung und Funktion
6.1 Emotional-wirkende Perspektive
6.1.1 Widerspiegelung von Gutem und Bösem in fantastischen Gegenständen
6.1.2 Heute schon gelacht? - Fantastische Gegenstände der humoristischen Fantasy
6.2 Materiell-klassifizierende Perspektive
6.2.1 ‚Make love not war’ - Das ‚schwache Geschlecht’ im Kriegsdienst? - Waffengebrauch in der Fantasy mit Exkurs zu Geschlechterstereotypen und -stigmata
6.2.2 Verwandeln, Verfluchen und Verrücken der Elemente - Der Zauberstab als Handwerkszeug von Hexe und Zauberer
6.3 Intermedialität fantastischer Gegenstände
6.4 Weitergehendes Themenpotential auf literarischer Ebene
7. Abschließende Betrachtung
Diese Arbeit widmet sich der systematischen Untersuchung fantastischer Gegenstände innerhalb der Fantastik- und Fantasyliteratur. Das primäre Ziel besteht darin, die Gestaltungsformen, Eigenschaften, Wirkungen und Funktionen dieser Objekte im Gesamtfüge der jeweiligen Erzählungen aufzuzeigen und dabei ihre Bedeutung für die Romanfiguren sowie ihre intermedialen Aspekte zu analysieren.
1. Einleitung und Fragestellung
„Komm herein, tritt dir die Stiefel ab. Du mußt mir nicht sagen, was dich hierherführt; das Schwert und die Feder am Hut verraten es.“
Die Handlungen der fantastischen und der Fantasy-Literatur sind übersät mit Elementen wie fantastischen Gegenständen, worauf der gewählte Einleitungssatz mit Stiefeln, Schwert und Federhut hinweisen soll.
Dieses Merkmal der Genres ist so markant, dass es sich bereits, sowohl in das allgemeine, akademisch-definitorische Verständnis, als auch, wie am Beispiel erkennbar, als gesellschaftliches Erkennungsmerkmal von Fans eingeprägt hat.
Im Buchmarketing steht symbolisch, auf alle Gegenstände auslegbar, aber insbesondere natürlich mit der Art der Handlung verbunden, vor allem das „Sword“ im Begriff der „Sword & Sorcery“-Literatur.
Unter Berücksichtigung des Überblickscharakters soll die sich anschließende Arbeit den Perspektivreichtum und die heterogene Vielfalt fantastischer Gegenstände als Elemente in Fantastik- und Fantasyliteratur aufschließen.
1. Einleitung und Fragestellung: Das Kapitel führt in die Thematik der fantastischen Gegenstände ein und erläutert die Zielsetzung sowie die methodische Vorgehensweise der Arbeit.
2. Fantastik- und Fantasyliteratur in der literaturwissenschaftlichen Theorie: Dieser Abschnitt bietet einen theoretischen Rahmen, indem er Begriffsdefinitionen und aktuelle Diskurse rund um Fantastik und Fantasy zusammenfasst.
3. Eingrenzung des Untersuchungsfeldes: Hier werden deduktive Kriterien festgelegt, um die unüberschaubare Menge an fantastischen Gegenständen auf eine analysierbare Auswahl zu reduzieren.
4. Vorgehensweise zur Erstellung des Datenpools: Dieses Kapitel erläutert die Auswahlmethode der repräsentativen Werke und die systematische Erfassung der Gegenstände.
5. Befundmöglichkeiten aus einer allgemein wiedergebenden Darstellung übergeordneter Analyseaussagen einer Datenerfassung zu fantastischen Gegenständen: Die Grundlagen für eine statistische sowie qualitative Auswertung der gewonnenen Daten werden hier dargelegt.
6. Bereichsspezifizierte Analyse und Interpretation von Gegenständen innerhalb ihrer Gegenstandsklassifizierungen und Untersuchungsbereiche, nach (optischer) Gestaltung, Eigenschaften, Wirkung und Funktion: Der Hauptteil gliedert sich in eine emotionale und eine materiell-klassifizierende Perspektive sowie Analysen zur Intermedialität und weiterführendem Themenpotential.
7. Abschließende Betrachtung: Eine Zusammenfassung der Ergebnisse, die die Forschungsrelevanz und die Bedeutung des gewählten methodischen Ansatzes hervorhebt.
Fantastik, Fantasy, Fantastische Gegenstände, Literaturwissenschaft, Narratologie, Intermedialität, Mittelerde, Harry Potter, Motivforschung, Gattungstheorie, Untersuchungsfeld, Literaturanalyse, Stoffgeschichte, Epik, Symbolik.
Die Arbeit untersucht fantastische Gegenstände in der Literatur und analysiert deren Gestaltungsformen, Eigenschaften, Funktionen und Wirkungen innerhalb der Erzählungen.
Der Fokus liegt primär auf der Fantastik- und Fantasyliteratur, wobei auch genreübergreifende Aspekte wie Science-Fantasy berücksichtigt werden.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie fantastische Gegenstände veranschaulicht werden, welche Eigenschaften sie in die Handlung einbringen und welche Rolle sie im Gesamtfüge einer fantastischen Erzählung spielen.
Die Autor verfolgt einen deduktiv-qualitativen Ansatz, indem er das Untersuchungsfeld schrittweise eingrenzt, einen Datenpool erstellt und exemplarische Werke aus der Fantasy-Literatur untersucht.
Der Hauptteil analysiert diese Gegenstände unter emotionalen und materiell-klassifizierenden Gesichtspunkten sowie ihre intermediale Bedeutung und ihr literarisches Themenpotenzial.
Karten und Waffen dienen als Fokusbeispiele, um die funktionale Bedeutung fantastischer Artefakte, beispielsweise zur Raumorientierung oder als Symbol für Macht und Charaktereigenschaften, zu verdeutlichen.
Sie dienen als kanonische Referenzpunkte, da sie eine hohe Popularität genießen und eine Vielzahl fantastischer Gegenstände enthalten, die sich für einen exemplarischen Vergleich eignen.
Die Arbeit lehnt sich bei der Definition an zeitgenössische literaturwissenschaftliche Ansätze an und betrachtet das Fantastische nicht nur als Genremerkmal, sondern als Modus, der sich in den Texten manifestiert.
Der Autor zeigt auf, wie bestimmte Waffen in der Fantasy traditionell mit Maskulinität verknüpft sind, während er gleichzeitig subversivere Darstellungen kämpfender Frauen untersucht.
Hier wird untersucht, wie fantastische Objekte nicht nur im Buch existieren, sondern auch durch Verfilmungen oder Spiele eine medienübergreifende Wirksamkeit und Bedeutung für den Rezipienten entfalten.
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