Bachelorarbeit, 2022
51 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
1.1 Zielformulierung
1.2 Aufbau der Arbeit
2. Forschungsstand zu Bildungsbenachteiligung von Menschen mit Migrationshintergrund anhand der Bildungsberichte
2.1 („migrationsbedingte“) Bildungsbenachteiligung
2.2 Motive und Schwerpunkte der Bildungsberichte
2.2.1 Migrationsverständnis: Bildungsberichte
2.2.2 soziodemografische Merkmale und Entwicklungen
2.2.3 Auswirkungen von Familienkonstellationen und Risikolagen auf den Bildungserfolg
2.2.4 Aufgaben und Zusammensetzung der Lehrerschaft
2.2.5 Welche Rolle spielen Kompetenzen für den Bildungserfolg?
2.3 Max versus Murat Mannheimer Studie über Diktatnoten
2.3.1 Migrationsverständnis: Max vs. Murat Studie
2.3.2 Durchführung
2.3.3 Ergebnisse
3. Rassismuskritische Migrationspädagogik als Ansatz
3.1 Was sind Differenzen und wieso sind sie unvermeidbar?
3.2 Der Drang nach eindeutigen natio-ethno-kulturellen Gruppenzugehörigkeiten und ihre Auswirkung auf Subjekte
3.3 Einfluss von Differenzierungspraktiken auf das Bildungssystem
3.4 Migrationsandere ein Werkzeug für die Dekonstruktion von Rassismus
4. Überlegungen zum Umgang mit Bildungsbenachteiligung
5. Fazit
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die potenzielle Bildungsbenachteiligung von Menschen mit Migrationshintergrund im deutschen Bildungssystem zu untersuchen, Einflussfaktoren zu identifizieren und Ansätze für einen pädagogischen Umgang mit dieser Problematik zu erörtern.
2.3 Max versus Murat Mannheimer Studie über Diktatnoten
„(Biased) Grading of Students’ Performance: Students’ Names, Performance Level, and Implicit Attitudes“, so lautet die Studie der Mannheimer Universität von Bonefeld und Dickhäuser (2018). Umgangssprachlich ist die Studie auch bekannt unter Max versus Murat Studie. Die Studie basiert auf der Annahme, dass Schüler*innen mit Migrationshintergrund bei vergleichbaren schulischen Leistungen schlechter abschneiden und demnach schlechtere Bildungsergebnisse erzielen als diejenigen ohne Migrationshintergrund (vgl. Bonefeld & Dickhäuser, 2018, S. 1, zit. n. Haycock, 2001; Lee, 2002; Dee, 2005). Untermauert wird diese Annahme unter anderem anhand der PISA-Studien Befunde. Nicht selten, so wird dies auch in den Bildungsberichten deutlich, werden PISA Daten von Erziehungswissenschaftler*innen als Grundlage für die Problematisierung des deutschen Bildungssystems genutzt.
Demnach besuchen Schüler*innen mit Migrationshintergrund eher niedrigere Schulwege als diejenigen ohne Migrationshintergrund (vgl. Bonefeld & Dickhäuser, a.a.O., ebd., Macrae et al., 1994; Lucas, 2001; Ansalone, 2003; Caro et al., 2009; Glock and Krolak-Schwerdt, 2013). Außerdem wird die höhere Wahrscheinlichkeit von Schüler*innen mit Migrationshintergrund unterstrichen, die die Schule früher abbrechen als Gleichaltrige ohne Migrationshintergrund (vgl. Bonefeld & Dickhäuser, a.a.O., ebd., zit. n. Rumberger, 1995). Auf diesen Tatsachen und Annahmen aufbauend, untersucht die Studie, inwieweit eine (voreingenommene/stereotypisierte) Bewertung von Diktaten mit gleicher Fehleranzahl von Drittklässler*innen mit und ohne Migrationshintergrund geschieht. Näheres zur Durchführung und zu den Befunden folgen.
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der Bildungsbenachteiligung von Menschen mit Migrationshintergrund ein und definiert die Zielsetzung sowie den Aufbau der Arbeit.
2. Forschungsstand zu Bildungsbenachteiligung von Menschen mit Migrationshintergrund anhand der Bildungsberichte: Das Kapitel wertet empirische Daten aus Bildungsberichten aus, analysiert Risikolagen sowie die Rolle der Lehrerschaft und untersucht quantitative Studien zu Leistungsbewertungen.
3. Rassismuskritische Migrationspädagogik als Ansatz: Dieses Kapitel nutzt die rassismuskritische Migrationspädagogik als theoretische Brille, um die Produktion von Differenzen und die Rolle von Diskursen im Bildungssystem zu analysieren.
4. Überlegungen zum Umgang mit Bildungsbenachteiligung: Hier werden pädagogische Ansätze, insbesondere die Antidiskriminierungspädagogik, diskutiert, um bildungsbenachteiligende Strukturen und Diskriminierung zu adressieren.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zur beidseitig begründeten Bildungsbenachteiligung zusammen und reflektiert die Notwendigkeit migrations- und diskriminierungssensibler Reformen.
Bildungsbenachteiligung, Migrationshintergrund, Bildungsberichte, Rassismuskritik, Migrationspädagogik, Antidiskriminierungspädagogik, Leistungsbewertung, Differenzierungspraktiken, institutioneller Rassismus, Migrationsandere, Chancengleichheit, Lehrkräfte, Schulerfolg, Stereotype, soziale Risikolagen.
Die Arbeit untersucht die Bildungsbenachteiligung von Schüler*innen mit Migrationshintergrund im deutschen Bildungssystem und analysiert dabei sowohl außerschulische als auch innerschulische Einflussfaktoren.
Die Themen umfassen die Auswertung nationaler Bildungsberichte, die Analyse von Risikolagen, die Rolle der Lehrerschaft sowie theoretische Ansätze der rassismuskritischen Migrationspädagogik.
Das Ziel ist die Verortung potenzieller Bildungsbenachteiligungen sowie die kritische Reflexion des Umgangs damit, um Ansätze für einen gerechteren Bildungszugang aufzuzeigen.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse empirischer Bildungsberichte sowie der Einbeziehung quantitativer quantitativer Studien, wie der sogenannten „Max vs. Murat“-Studie.
Im Hauptteil werden der Forschungsstand zu Migrationshintergründen, die Bedeutung von Differenzierungspraktiken sowie der Einfluss pädagogischer Ansätze gegen Diskriminierung in der Schule detailliert beleuchtet.
Wichtige Begriffe sind Bildungsbenachteiligung, Migrationshintergrund, Rassismuskritik, Migrationspädagogik, institutioneller Rassismus und Chancengleichheit.
Der Effekt beschreibt, dass gleich befähigte Schüler*innen in unterschiedlich leistungsfähigen Klassen unterschiedliche Selbstkonzepte ausbilden, was die Empfehlung für weiterführende Schulen beeinflussen kann.
Lehrkräfte werden als zentrale pädagogische Akteure gesehen, deren unbewusste stereotypisierte Einstellungen – wie in der Max vs. Murat Studie aufgezeigt – die Gerechtigkeit in der Leistungsbewertung gefährden können.
Er dient als Werkzeug der Dekonstruktion, um rassifizierende Fremdzuschreibungen sichtbar zu machen und auf die sozialen Herstellungsprozesse von Identitäten in einer Migrationsgesellschaft hinzuweisen.
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