Forschungsarbeit, 2009
9 Seiten
Geschichte Deutschlands - Nationalsozialismus, Zweiter Weltkrieg
1. Polenfeldzug
2. Operation „Weserübung“
Die vorliegende Arbeit untersucht die militärischen, strategischen und logistischen Rahmenbedingungen sowie die Auswirkungen der deutschen Operationen „Fall Weiß“ (Polenfeldzug 1939) und „Weserübung“ (Besetzung Dänemarks und Norwegens 1940) im Kontext der frühen Phase des Zweiten Weltkriegs.
1. Polenfeldzug
Mit dem Angriff deutscher Divisionen am 1. September 1939 begann, wie allgemein bekannt, nicht nur im militärischen Sinne der 2. Weltkrieg, sondern es wurde als Vorstufe auch das eingeleitet, was eineinhalb Jahre später gegen die Sowjetunion gemäß ideologischer Vorgaben allgemein als Vernichtungskrieg bezeichnet wird. Bereits am 3. April 1939 gab Generaloberst Keitel, Chef des OKW, die „Weisung für die Wehrmacht 1939/40“ heraus. Teil II dieser Weisung – Tarnbezeichnung „Fall Weiß“ - regelte die Aufträge der Wehrmacht beim geplanten Polenfeldzug. Das Operationsziel der Wehrmacht lautete: Vernichtung des polnischen Heeres.
Die Bearbeitung der Kriegsvorbereitungen wurden von der Wehrmachtsspitze so organisiert, dass die Offensive am 1. September 1939 beginnen konnte. Die benötigen Kräfte wurden im Juli durch bestimmte Tarn- und Übungsmaßnahmen in die vorgesehenen Aufmarsch- und Versammlungsräume verlegt ohne dass offiziell von Mobilmachung gesprochen wurde. Am 25. August standen die deutschen Verbände für einen Angriff bereit. Dieser begann am 1. September 1939 um 4.45 Uhr.
Die deutschen Verbände, zusammengefasst in der Heeresgruppe Süd (Generaloberst von Rundstedt, 1875-1953) und der Heeresgruppe Nord (Generaloberst von Bock, 1880-1945) erreichten binnen weniger Tage die gesteckten Ziele. Aufgrund der Bündnisverpflichtungen Frankreichs und Großbritannien mit Polen forderten diese ultimativ den Rückzug deutscher Truppen.
1. Polenfeldzug: Dieses Kapitel behandelt den Beginn des Zweiten Weltkriegs, die strategische Planung des „Fall Weiß“ sowie die schnelle militärische Niederwerfung Polens und die logistischen Probleme der Wehrmacht.
2. Operation „Weserübung“: Dieses Kapitel beschreibt die Besetzung Dänemarks und Norwegens zur Sicherung strategischer Interessen und Rohstoffwege sowie den Wettlauf gegen die britischen Ambitionen in Skandinavien.
Polenfeldzug, Fall Weiß, Operation Weserübung, Wehrmacht, Zweiter Weltkrieg, Kriegswirtschaft, Strategische Planung, Logistik, Skandinavien, Militärische Verluste, Blitzkrieg, OKW, Heer, Rüstung, Besetzung.
Die Arbeit analysiert die militärischen Abläufe und die strategischen Hintergründe der deutschen Offensivoperationen zu Beginn des Zweiten Weltkriegs, konkret den Polenfeldzug 1939 und die Operation „Weserübung“ 1940.
Im Fokus stehen die operativen Befehle der Wehrmachtsführung, die logistischen Engpässe der deutschen Kriegsmaschinerie sowie die außenpolitischen und strategischen Motive hinter den militärischen Aktionen.
Das Ziel ist eine sachliche Dokumentation der militärischen Planungen und der tatsächlichen Durchführung dieser Feldzüge unter Berücksichtigung von Ressourcenmangel und militärischer Strategie.
Es handelt sich um eine historisch-analytische Untersuchung, die sich auf zeitgenössische Weisungen, Kriegstagebücher und einschlägige militärgeschichtliche Quellen stützt.
Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Darstellung des Polenfeldzugs mit Blick auf personelle Verluste und in die Analyse der Besetzung Skandinaviens als Teil einer umfassenderen strategischen Planung gegen die Westmächte.
Wesentliche Begriffe sind „Fall Weiß“, „Weserübung“, „Wehrmacht“, „Kriegswirtschaft“ und „Auftragstaktik“.
Die Sicherung der schwedischen Eisenerzversorgung, die über Narvik transportiert wurde, war ein zentrales strategisches Motiv für die Besetzung Norwegens.
Das OKW forcierte insbesondere bei der „Weserübung“ die operative Kriegsführung und schaltete das OKH in den Vorbereitungsphasen weitgehend aus.
Obwohl die Feldzüge siegreich endeten, weist der Autor auf gravierende Defizite in der Rüstungsproduktion, logistische Katastrophen und eine mangelhafte Kriegswirtschaft hin.
Während die militärische Umsetzung brillierte, war Hitler laut vorliegenden Unterlagen von der Kriegserklärung Großbritanniens und Frankreichs überrascht, da er die pazifistische Stimmung in Europa falsch eingeschätzt hatte.
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