Examensarbeit, 2001
67 Seiten, Note: 1,0
0. Einleitung
Kapitel I
1. Theorie
1.1 Charakterisierung der besonderen Situation Jugendlicher
1.2 Definition von „Jugendkriminalität“ aus der Perspektive des Strafrechts
1.3 Theorien zu den Ursachen von Kriminalität
1.4 Erfassung von abweichendem Verhalten durch Jugendkriminalität
1.5 Vorgehensweisen bei straffällig gewordenen Jugendlichen
1.5.1 Traditionelles Jugendstrafverfahren
1.5.2 Alternativen zum Jugendstrafverfahren
1.6 Umgang mit dem Täter-Opfer-Ausgleich (TOA)
1.6.1 Definition
1.6.2 Voraussetzungen
1.6.3 Ziele
1.6.3.1 Täterperspektive
1.6.3.2 Opferperspektive
1.6.4 Ablauf
1.6.5 Der TOA aus der Sicht der Justiz
Kapitel II
2. Der TOA am Beispiel des Kölner Projekts „WAAGE“
2.1 Vorstellung des Projekts
2.1.1 Finanzierung
2.1.2 Mitarbeiter
2.1.3 Ziele der Waage
2.1.4 Ablauf des TOA bei der Waage
2.2 Statistiken
2.2.1 Fallzahlen
2.2.2 Deliktstruktur
2.3 Erfolgsquoten
2.4 Merkmalzusammenhänge einzelner Fälle
2.4.1 Fallbeispiel I
2.4.2 Fallbeispiel II
2.4.3 Zusammenhänge
Kapitel III
3. Diskussion
3.1 Akzeptanz des TOAs in der Bundesrepublik Deutschland
3.2 Vergleich des TOAs und des Jugendgerichtsverfahrens
3.3 Diskussion der Sinnhaftigkeit des TOAs für Jugendliche und Heranwachsende
Kapitel IV
4. Fazit
5. Literatur, Tabellen und Abbildungen
5.1 Literaturverzeichnis
5.1.1 Bücher und Zeitschriften
5.1.2 Internetseiten
5.2 Tabellen- und Abbildungsverzeichnis
5.2.1 Tabellen
5.2.2 Abbildungen
Die vorliegende Arbeit untersucht, ob der Täter-Opfer-Ausgleich (TOA) eine sinnvolle Alternative zum traditionellen Jugendstrafverfahren darstellt. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, inwiefern der TOA jugendliche Straftäter effektiver resozialisieren kann und gleichzeitig den Bedürfnissen der Geschädigten gerecht wird.
1.1 Charakterisierung der besonderen Situation Jugendlicher
Jugendliche werden bedingt durch unsere Gesellschaft sowohl positiv als auch negativ von vielen Seiten beeinflusst. Sie führen ein Leben in der häuslichen familiären Gemeinschaft und gleichzeitig in ihren Freundeskreisen, in der Schule oder in Vereinen.
Um sich in diesen besonders im außerfamiliären Bereich für sie neuen Situationen behaupten zu können, müssen sie Entscheidungen treffen, die ihnen oftmals abgenommen wurden, als sie noch Kinder waren. Dabei müssen sie ein Verhalten für oder gegen die Norm wählen, also sich an die Vorschriften zu halten oder gegen sie zu verstoßen.
Ob diese Entscheidungen mit den staatlichen Gesetzen und den gesellschaftlichen Normen vereinbar sind, wird durch viele Faktoren beeinflusst, wie zum Beispiel das Verhalten der Eltern oder der Freunde. Wird eine Entscheidung getroffen, die gegen die in der Bundesrepublik Deutschland geltenden Gesetze verstößt, so muss dieses durch die Jugendgerichte geahndet werden. Hierzu sind verschiedene Möglichkeiten, von erzieherischen Maßnahmen über den Täter-Opfer-Ausgleich bis hin zur Gerichtsverhandlung mit einer sich möglicherweise anschließenden Jugendstrafe, vorgesehen.
1. Theorie: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Hintergründe von Jugendkriminalität, verschiedene Ursachentheorien sowie die rechtlichen Grundlagen und Ziele des Täter-Opfer-Ausgleichs.
2. Der TOA am Beispiel des Kölner Projekts „WAAGE“: Hier erfolgt eine detaillierte Analyse der Praxis der Schlichtungsstelle „Waage“ in Köln anhand von Statistiken und Fallbeispielen.
3. Diskussion: Dieses Kapitel vergleicht den Täter-Opfer-Ausgleich mit dem traditionellen Jugendstrafverfahren und diskutiert dessen Akzeptanz in der Justiz sowie seine Sinnhaftigkeit als pädagogische Maßnahme.
4. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt, dass der Täter-Opfer-Ausgleich eine wertvolle, wenn auch bisher eher ergänzende Alternative zum Jugendstrafverfahren darstellt.
Jugendkriminalität, Täter-Opfer-Ausgleich, TOA, Jugendstrafverfahren, Resozialisierung, Konfliktschlichtung, Wiedergutmachung, Kölner Projekt Waage, Jugendgerichtsgesetz, Prävention, Sanktionierung, Deliktstruktur, Opferperspektive, Täterperspektive, Strafrecht.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Problematik der Jugendkriminalität und untersucht den Täter-Opfer-Ausgleich als eine Form der außergerichtlichen Konfliktlösung und Alternative zum klassischen Jugendstrafverfahren.
Zu den Schwerpunkten gehören die theoretischen Erklärungsansätze für abweichendes Verhalten Jugendlicher, der Ablauf und die Ziele des Täter-Opfer-Ausgleichs sowie eine statistische und praxisnahe Auswertung des Kölner Projekts „Waage“.
Das Ziel ist es, die Sinnhaftigkeit des Täter-Opfer-Ausgleichs zu bewerten und zu klären, ob dieser als ernsthafte Alternative zum konventionellen Jugendgerichtsverfahren bestehen kann.
Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse theoretischer Grundlagen sowie die empirische Auswertung vorliegender Sach- und Tätigkeitsberichte sowie Statistiken des Projekts „Waage“ und bundesweiter Erhebungen.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, eine detaillierte Fallanalyse des Projekts „Waage“ sowie eine kritische Diskussion zur Akzeptanz und zum Vergleich zwischen TOA und dem klassischen Strafrechtssystem.
Wesentliche Begriffe sind Jugendkriminalität, Wiedergutmachung, Resozialisierung, Täter-Opfer-Ausgleich, Konfliktschlichtung und Jugendstrafverfahren.
Das persönliche Gespräch ist ein zentrales Instrument, um die Tatmotive zu erörtern, die Verantwortung des Täters zu stärken und dem Opfer die Möglichkeit zur psychischen Aufarbeitung sowie Entschädigung zu geben.
Der Zeitpunkt beeinflusst den Erfolg des Ausgleichs; eine Zuweisung im Vorverfahren wird meist als effektive Alternative zum Strafverfahren gesehen, während spätere Zuweisungen oft die Frage aufwerfen, ob der TOA noch als eigenständige, zügige Lernmöglichkeit wahrgenommen wird.
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