Masterarbeit, 2022
78 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Die Frau in den Medien – ein Forschungsüberblick
2.1 Die Frau in den Printmedien
2.2 Die Frau im Fernsehen
2.3 Die Frau in den Sozialen Medien
3 Vorstellung des Untersuchungsgegenstands
3.1 Die Frauenzeitschrift Barbara
3.1.1 Gründung und Entstehung
3.1.2 Redaktionelle Struktur und Zeitschriftenaufbau
3.1.3 Auflage
3.1.4 Leserschaft
3.2 Die feministische Zeitschrift Emma
3.2.1 Gründung und Entstehung
3.2.2 Redaktionelle Struktur und Zeitschriftenaufbau
3.2.3 Auflage
3.2.4 Leserschaft
3.3 Die Frauenzeitschrift Brigitte
3.3.1 Gründung und Entstehung
3.3.2 Redaktionelle Strukturen und Zeitschriftenaufbau
3.3.3 Auflage
3.3.4 Leserschaft
4 Definitionen
4.1 Feminismus
4.2 Sexismus
4.3 Emanzipation
5 Empirische Untersuchung
5.1 Methode der Inhaltsanalyse
5.2 Forschungsfrage und Hypothesen
5.3 Untersuchungsmaterial
5.4 Untersuchungseinheiten
5.5 Untersuchungszeitraum
5.6 Kategoriensystem
5.7 Pretest und Reliabilität
6 Ergebnisse
6.1 Funktion der Artikel
6.2 Thema
6.3 Journalistische Darstellungsform
6.4 Zielgruppe
6.5 Geschlechter der Akteure
6.6 Akteurinnen machen sich stark
6.7 Rolle der Akteurinnen
6.8 Alter und Bildungsgrad der Akteurinnen
6.9 Darstellung von Männern
6.10 Charakterisierung des Frauenbildes
6.11 Frauen-Perspektiven
6.12 Missstände von Frauen
6.13 Sexismus
6.14 Abhängigkeit versus Unabhängigkeit
6.15 Gegenderte Sprache
6.16 Werbende Inhalte
7 Fazit und Ausblick
Die Arbeit untersucht das vermittelte Frauenbild in den drei deutschen Zeitschriften Barbara, Brigitte und Emma, um aufzuzeigen, inwieweit diese Medien Geschlechterrollen konstruieren oder feministische Perspektiven fördern. Im Fokus steht die Beantwortung der Forschungsfrage, welches spezifische Frauenbild die gewählten Medien vermitteln und wie sich dieses über den Untersuchungszeitraum von 2017 bis 2022 verändert hat.
Die Frau in den Printmedien
Der Printmarkt in Deutschland bietet eine einzigartige Pressevielfalt, die für jede Interessengruppe eine ganz individuelle Nische bereitstellt. So verwundert es nicht, dass, trotz anhaltendem Zeitungs- und Zeitschriftensterben und einem Printmarkt in der Krise, noch immer 89 Prozent aller Deutschen regelmäßig Zeitschriften lesen. Davon sind etwas mehr als die Hälfte der Rezipienten (53 Prozent) Frauen. Laut dem Medienverband der freien Presse lag die Anzahl der Publikumszeitschriften in Deutschland im Jahr 2021 bei rund 1.300 Titeln, von denen alleine über 100 Titel auf Frauenzeitschriften fielen. Im Ranking der meistgelesenen Zeitschriften aller Art belegten wöchentliche Frauenzeitschriften den dritten Platz. 34,3 Prozent der Befragten ab 14 Jahren gaben an, in den letzten drei Monaten diese Zeitschriftenart gelesen zu haben, so das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage der Verbrauchs- und Medienanalyse. Die monatlichen Frauenzeitschriften folgten auf Platz vier (23,2 Prozent). Lediglich Programmzeitschriften (63,4 Prozent) und aktuelle Zeitschriften und Magazine zum Zeitgeschehen (61,6 Prozent) waren jeweils fast doppelt, beziehungsweise fast drei Mal so beliebt bei den Rezipienten in Deutschland. Immerhin noch unter den „Top 10“, wenn auch auf dem letzten Platz, lagen die 14-täglichen Frauenzeitschriften (16,4 Prozent).
Doch so beliebt Frauenzeitschriften bei den Rezipienten sind, so kritisch werden sie in der Wissenschaft in Hinblick auf das vermittelte Frauenbild und ihren Einfluss auf die Geschlechtergleichstellung bewertet. Frauenzeitschriften seien zwar eines der wenigen Medienangebote, so Müller, die das Geschlecht inhaltlich thematisierten sowie die Welt und den Alltag aus einer Sicht betrachteten, die Frauen miteinander verbindet. Meist in Rubriken wie Mode, Kosmetik oder Psychologie. Das sei ein wichtiger Grund dafür, dass vor allem Frauen gerne Frauenzeitschriften lesen. Das vermittelte Geschlechterbild in Frauenzeitschriften sei laut Müller aber stets an die gesamtgesellschaftliche Vorstellung angelehnt, wie Frauen zu sein hätten. Historisch betrachtet seien Frauenzeitschriften diesbezüglich immer schon auf dem neuesten gesellschaftlichen Stand gewesen, wenn es darum ging, das Frauenbild inhaltlich zu entwerfen. Mit dem Fokus auf dem, was Frauen allgemein miteinander verbindet, wurden jedoch nie Ausreißer der Normvorstellung von Frauen beschrieben.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Wandel des Frauenbildes in Medien und stellt die Relevanz der drei Zeitschriften Barbara, Brigitte und Emma für die Fragestellung heraus.
2 Die Frau in den Medien – ein Forschungsüberblick: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die mediale Konstruktion von Geschlechterrollen in Print, Fernsehen und Sozialen Medien.
3 Vorstellung des Untersuchungsgegenstands: Hier werden die Entstehung, Struktur und Ausrichtung der untersuchten Zeitschriften detailliert erläutert.
4 Definitionen: Zentrale Begriffe wie Feminismus, Sexismus und Emanzipation werden theoretisch definiert und in den historischen Kontext eingeordnet.
5 Empirische Untersuchung: Die methodische Vorgehensweise der Inhaltsanalyse sowie die Formulierung der Hypothesen werden hier dargelegt.
6 Ergebnisse: Die Ergebnisse der Inhaltsanalyse präsentieren Daten zu Funktionen, Themen, Darstellungsformen und der Charakterisierung des Frauenbildes.
7 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und reflektiert die Rolle von Frauenzeitschriften in der aktuellen gesellschaftlichen Medienlandschaft.
Frauenzeitschriften, Frauenbild, Feminismus, Sexismus, Emanzipation, Printmedien, Medienanalyse, Rollenbilder, Gleichberechtigung, Inhaltsanalyse, Geschlechterrollen, Journalismus, Gesellschaft, Empowerment, Medienvergleich
Die Arbeit analysiert das vermittelte Frauenbild in drei unterschiedlichen Frauenzeitschriften – Barbara, Brigitte und Emma – und untersucht, wie diese Medien gesellschaftliche Frauenrollen im Zeitraum von 2017 bis 2022 darstellen.
Zentrale Themen sind die publizistischen Unterschiede der Magazine, die Entwicklung des Feminismus-Begriffs in der Berichterstattung, der Umgang mit Sexismus und die Darstellung von Emanzipation.
Das Ziel ist es, mittels einer Inhaltsanalyse herauszufinden, ob und wie diese drei Zeitschriften zum Fortschritt der Gleichberechtigung beitragen oder ob sie lediglich traditionelle Rollenbilder reproduzieren.
Die Autorin kombiniert eine quantitative und qualitative Inhaltsanalyse unter Verwendung eines strukturierten Codebuchs, um die Artikel systematisch auszuwerten.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung des Medienforschungsstands sowie einen umfangreichen empirischen Teil, in dem Funktionen, Themen, Zielgruppen und spezifische Charakterisierungen des Frauenbildes verglichen werden.
Wichtige Begriffe sind insbesondere Frauenzeitschriften, Feminismus, Sexismus, Rollenbilder und Medienkonstruktion.
Die Emma positioniert sich als rein feministisches Magazin mit einem starken Fokus auf Bildung, Politik und das Aufdecken von Missständen, wobei sie sich deutlich von klassischen Lifestyle-Magazinen des Printmarkts abgrenzt.
Die Analyse verdeutlicht, dass die Brigitte entgegen ihrer früheren konservativen Image-Pflege nach dem Relaunch 2022 einen stärkeren Fokus auf Feminismus und ein moderneres Frauenbild legt, um diverse Zielgruppen zu erreichen.
Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass Magazine wie Barbara und Brigitte durch ihre stärkere Abhängigkeit von Anzeigenkunden ein Umfeld schaffen müssen, das oft eine Balance zwischen modernen Inhalten und werblichen Interessen an Mode und Lifestyle erfordert.
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